Greenpeace: Staat erhält nur Bruchteil der Einnahmen aus Lithium-Handel

Die Umweltorganisation Greenpeace warnt, dass der tschechische Staat nur einen Bruchteil des Marktpreises (0,66 Prozent) für Lithium einnehmen wird. Energiefachmann Jan Rovenský verwies am Mittwoch auf eine Verordnung aus dem vergangenen Jahr, die die Höhe der Gebühren für die Schürfrechte von Bodenschätzen hierzulande bestimmt. Demnach werden die Gebühren nach dem reinen Metallgehalt berechnet. Laut Rovensky wird auf den Weltmärkten aber mit Lithium-Legierungen gehandelt.

Seit vergangener Woche streiten die tschechischen Politiker über ein Memorandum, das Industrieminister Jiří Havlíček (Sozialdemokraten) unterzeichnet hat. Dies gewährt einer australischen Firma das Recht, die Lithium-Vorkommen in Nordböhmen zu erschließen und eventuell zu fördern. Die Kommunisten und die Partei Ano wollen dieses Recht aber lieber einem tschechischen Staatsbetrieb einräumen.