Gewerkschafter fordern Angleichung der Löhne in Europa

Die Gewerkschafter in Tschechien gehen mit der Forderung in den Tarifkampf, dass die Firmen des Landes ihren Arbeitnehmern im nächsten Jahr die Löhne um acht bis zehn Prozent aufstocken. Das gab der Chef des Gewerkschaftsdachverbandes (ČMKOS), Josef Středula, am Donnerstag auf dem großen Gewerkschaftskongress in Prag bekannt. An dem Kongress nahmen etwa 1500 Gewerkschafter aus ganz Tschechien teil. Zudem waren Vertreter der Gewerkschaftszentralen aus Deutschland, Österreich und der Slowakei als Gäste zugegen.

Ein internationales Thema bestimmte dann auch den weiteren Verlauf der Konferenz. Es sei unannehmbar und skandalös, dass ausländische Firmen ihren Arbeitnehmern in den jüngeren EU-Mitgliedsländern wesentlich niedrigere Löhne zahlen als denen aus ihrem Herkunftsland. Mit dieser Aussage verknüpfen die Gewerkschafter die Forderung auf eine rasche Angleichung der Löhne und Gehaltszuwächse in den 27 EU-Staaten. Es sei an der Zeit, dass die Konvergenz endlich zu einem Ziel der Union werde, bestätigte der Präsident des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB), Erich Foglar.