Gedenkmarsch erinnert an Vertreibung der Brünner Deutschen

Rund 250 Menschen haben sich am Samstag auf einen 32 Kilometer langen Gedenkmarsch begeben, um erneut an die Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung von Brno / Brünn nach dem Zweiten Weltkrieg zu erinnern. Die sogenannte Wanderung der Versöhnung begann in Pohořelice / Pöhrlitz und endet auf dem Mendelsplatz in Brünn. Die Strecke kopiert jenen Weg, den die Brünner Deutschen damals nehmen mussten, allerdings symbolisch in der Gegenrichtung.

Nach Beendigung des Marsches wird in Brünn eine Gedenkkundgebung abgehalten. Dabei werden unter anderem der Oberbürgermeister der Stadt, Petr Vokřál (Ano-Partei), und der der Bundesvorsitzende der Sudetendeutschen Landsmannschaft, Bernd Posselt, zu den Anwesenden sprechen. Die Veranstaltung erinnert an den Brünner Todesmarsch, bei dem Ende Mai 1945 rund 20.000 deutschsprechende Bürger die südmährische Stadt verlassen mussten. Wie die Organisatoren der Wanderung der Versöhnung mitteilten, hätten 1700 Menschen den damaligen Marsch nicht überlebt.