Gedenken an Nazi-Terrorakt in Lidice

Mehrere Hundert Menschen haben im mittelböhmischen Lidice an die Ermordung der früheren Bewohner bei einem Terrorakt der Nationalsozialisten am 10. Juni 1942 gedacht. An der Gedenkfeier nahmen teils hochgestellte Politiker teil. Die grausame Tat sei eine Warnung für die Zukunft, sagte Premier Andrej Babiš (Partei Ano) in seiner Rede. Der Regierungschef lobte in diesem Zusammenhang die Mitgliedschaft Tschechiens in EU und Nato. Beides garantiere heute Frieden und Sicherheit, so Babiš.

Bei dem Massaker in Lidice erschossen die Deutschen alle 173 Männer des Ortes, die Frauen wurden ins KZ Ravensbrück verschleppt und die Kinder größtenteils in einem Vernichtungslager vergast. Insgesamt 340 Menschen wurden bei dem Terrorakt ermordet. Die Nationalsozialisten bezeichneten dies nachher als Vergeltungsmaßnahme für den Tod des stellvertretenden Reichsprotektors Reinhard Heydrich, dieser war wenige Tage zuvor von tschechisch-slowakischen Widerstandskämpfern erschossen worden.