Finanzministerium plant Steuerreform

Das tschechische Finanzministerium möchte den sogenannten Superbruttolohn abschaffen und zwei Einkommenssteuersätze einführen. Dies geht aus einem Gesetzesentwurf des Ressorts hervor, der am Montag öffentlich wurde. Außerdem sollen Steuervergünstigungen für öffentlich-rechtliche Medien wegfallen. Die Regelungen könnten zu Anfang kommenden Jahres in Kraft treten.

Konkret soll für die Einkommenssteuer lohnabhängig ein Satz von jeweils 19 oder 24 Prozent gelten. Damit will die Partei Ano des geschäftsführenden Premiers Andrej Babis auf die Sozialdemokraten zugehen, die eine progressive Besteuerung gefordert hatten. Die Abschaffung des Superbruttolohnes ist wiederum eine zentrale Forderung der Partei Ano. Der Superbruttolohn umfasst den Bruttolohn plus Sozialausgaben des Arbeitgebers, woraus dann die Höhe der Einkommenssteuer berechnet wird.