Finanzministerium lehnt zusätzliche Gelder für Inklusion ab

Das Finanzministerium in Prag ist gegen eine Aufstockung der Gelder für inklusive Bildung. Nach Ansicht von Ressortchef Andrej Babiš (Ano-Partei) sollte das Schulministerium unter Kateřina Valachová (Sozialdemokraten) die vorgesehenen Mehrausgaben mittelfristig aus dem bestehenden Budget finanzieren. Dies geht aus den Bemerkungen des Finanzministeriums zum Vorschlag der sogenannten „inklusiven Aufrufe“ hervor, den das Portal ceskaskola.cz veröffentlicht hat. Wie es darin heißt, fordert das Schulministerium zusätzliche Gelder aus dem Staatshaushalt. Konkret handelt es sich um 410 Millionen Kronen (15,2 Millionen Euro) für die Monate September bis Dezember 2016, eine Milliarde Kronen (ca. 37 Millionen Euro) für das Jahr 2017 und 1,5 Milliarden (55,5 Millionen Euro) für 2018. Ein neues Gesetz sieht ab September 2016 den Ausbau der gemeinsamen Bildung von Schülern mit und ohne Behinderung vor. Dafür ist die Einstellung von Fachpersonal und pädagogischen Assistenten notwendig.