Finanzbehörden starten Kontrolle wegen Ein-Kronen-Schuldscheinen

Die Finanzämter haben eine großangelegte Kontrolle von Unternehmen gestartet, die in der Vergangenheit sogenannte Ein-Kronen-Schuldscheine emittiert haben. Dies meldete die Finanzverwaltung am Freitag. Betroffen sind insgesamt 1526 Subjekte.

Die Praktik der Ein-Kronen-Schuldscheine war in Kritik gekommen, da Ex-Finanzminister und Ano-Parteichef Andrej Babis so mit seinem Unternehmen Agrofert Steuerzahlungen umgangen haben soll. Anfang des Jahres wäre deshalb die regierende Mitte-Links-Koalition auseinandergebrochen.

Unternehmer konnten auf Initiative des damaligen Finanzministers Miroslav Kalousek (Top 09) beliebig viele Schuldscheide ihres Unternehmens zu je einer Krone kaufen, ohne dass dadurch Steuern fällig geworden wären.