Nachrichten Extremistische Veranstaltungen in Tschechien nehmen zu

27-01-2016 19:01 | Annette Kraus

Die öffentliche Präsenz von politischen Extremisten in Tschechien nimmt zu. Nach einem Bericht des Innenministeriums, der am Mittwoch veröffentlicht wurde, haben Extremisten 2015 insgesamt 323 Veranstaltungen durchgeführt, und damit 44 mehr als 2014. Vor allem Rechtsextremisten und Populisten würden versuchen, mit dem Thema Flüchtlingskrise neue Anhänger zu gewinnen, heißt es in dem Bericht. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 144 Veranstaltungen von Linksextremisten, 119 von Rechtsextremisten und 60 von Populisten registriert. Abgenommen hat hingegen die Zahl der extremistischen Straftaten um 26 auf nunmehr 175.

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Tschechischer Reisebus verunglückt bei Dortmund

29-06-2016 16:05 | Strahinja Bućan

Am Mittwoch ist in den frühen Morgenstunden wegen schlechten Wetters tschechischer Reisebus des Transportunternehmens Eurolines verunglückt. Der Bus fuhr auf der A2 Richtung Berlin auf ein stehendes Fahrzeug auf. Von den insgesamt 53 Insassen wurden elf leicht verletzt.

Der Bus war auf dem Weg von London nach Berlin. Da der Bus für die britische und deutsche Sparte unterwegs war, befanden sich außer dem Fahrer jedoch keine Tschechen an Bord. Der entstandene Schaden wird auf rund 750.000 Euro geschätzt. 

Das Wetter am Donnerstag, 30. Juni

29-06-2016 16:04 | Strahinja Bućan

Am Donnerstag ist es in Tschechien zunächst heiter bis leicht bewölkt. Im Tagesverlauf zieht die Wolkendecke in weiten Teilen des Landes zu. Gegen Nachmittag und Abend kann es vereinzelt zu Schauern und Gewittern kommen. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 24 bis 28 Grad Celsius, in Mähren und Tschechisch-Schlesien sind sogar 32 Grad Celsius möglich. In Höhenlagen um 1000 Meter sind lediglich 20 Grad Celsius zu erwarten. 

Zeman: Unfähigkeit der EU-Eliten Schuld an Ja zum Brexit

29-06-2016 15:40 | Strahinja Bućan

Die Unfähigkeit der EU-Eliten sei ein Hauptfaktor des Ja zum Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU gewesen. Dies sagte der tschechische Präsident Milos Zeman während einer Dienstreise im böhmisch-mährischen Hochland. Die jetzigen EU-Spitzenpolitiker und die großen Namen wie Jean Monet oder Jacques Delors stünden einander wie die zweite und erste Liga gegenüber, so Zeman. Die EU sei in den Augen eines überzeugten Euroföderalisten wie ihm ein schönes Projekt, aber mit einer katastrophalen Führung.

Mit dem Austritt Großbritanniens als der drittgrößten EU-Volkswirtschaft würden laut dem Präsidenten beide Seiten verlieren. Zudem rechne er mit einer baldigen Abspaltung Schottlands vom Vereinigten Königreich. 

Verfassungsgericht: Polizistenaussagen vor Gericht nicht höherwertig

29-06-2016 13:01 | Strahinja Bućan

Wenn vor Gericht Aussage gegen Aussage steht, so darf die Aussage eines Polizisten kein größeres Gewicht haben. Darauf wies das tschechische Verfassungsgericht am Mittwoch in einem Gutachten hin. Das beträfe insbesondere Fälle, in denen Bürger in Konflikt mit der Polizei geraten seien, so das Gericht weiter. In einem demokratischen Rechtsstaat solle nicht das Wort eines Vertreters der Machtstrukturen schwerer wiegen, als das eines gewöhnlichen Bürgers, heißt es in der Begründung.

Auf Grundlage dieses Gutachtens soll der Fall eines Mannes wieder aufgerollt werden, dem Widerstand gegen Polizisten vorgeworfen wurde, nachdem er sich einer Konfrontation wegen Schwarzfahrens entzogen hatte. Die Richter bewerteten die Aussagen des Mannes, die Fahrkartenkontrolleure und Polizisten hätten sich ihm gegenüber unverhältnismäßig verhalten, nicht gelten. 

Polizei verschärft Sicherheitsvorkehrungen an Flughäfen

29-06-2016 12:47 | Strahinja Bućan

Die tschechische Polizei wird an den internationalen Flughäfen in Tschechien ihre Präsenz erhöhen. Grund dafür sind die jüngsten Anschläge am Istanbuler Atatürk-Flughafen. Die Einheiten sollen um Hundestaffeln und Sprengstoffexperten erweitert werden. Insbesondere Flüge in und aus der Türkei stehen unter erhöhter Beobachtung. Zusätzlich wird der Schutz der türkischen Botschaft in Prag verstärkt.

Bei einem Terroranschlag auf den internationalen Atatürk-Flughafen in Istanbul sind am Dienstagabend rund 36 Menschen ums Leben gekommen, 100 weitere wurden verletzt. Das tschechische Außenministerium hat in diesem Zusammenhang eine Reisewarnung für die Türkei ausgegeben. Bürger sollten sich vor allem von der Hauptstadt Ankara, dem Grenzgebiet zu Syrien und dem Südosten des Landes fernhalten. In Istanbul ist höhere Wachsamkeit geboten. Die Haupt-Touristenziele seien jedoch soweit sicher. 

Archäologen melden einzigartigen Fund aus vorromanischer Zeit auf der Kleinseite in Prag

29-06-2016 11:14 | Markéta Kachlíková

Eine einzigartige Entdeckung wurde bei der archäologischen Forschung auf der Kleinseite in Prag gemacht. Archäologen entdeckten in der Rotunde des hl. Wenzel im Gebäude der Mathematisch-Physikalischen Fakultät der Karlsuniversität unter anderem Überreste einer Kirche aus der vorromanischen Zeit um 940, eine Schmuckkollektion aus dem 9. bis 10. Jahrhundert sowie sechs Skelette von Familienmitgliedern eines Ritters aus dem 14. Jahrhundert. Aus dem Raum, über dessen Existenz die Fachleute bis vor kurzem nicht gewusst hätten, sei eine der bedeutendsten Fundstellen Prags der letzten 50 Jahre geworden, teilte Prodekan der Fakultät Martin Vlach mit. Die Rotunde selbst galt Jahrzehnte lang als verschollen. Sie wurde beim Umbau des Hochschulgebäudes im Jahr 2004 zufällig entdeckt. Seitdem werden dort archäologische Ausgrabungen durchgeführt. 

Abgeordnetenhaus richtet Untersuchungskommission zur Polizeireform ein

29-06-2016 10:55 | Markéta Kachlíková

Das tschechische Abgeordnetenhaus hat eine Untersuchungskommission zur Reform der Polizei eingerichtet. Sie soll Verdächte überprüfen, die mit dem Vorgehen des Polizeipräsidiums, der Polizisten von der Abteilung zur Bekämpfung des organisierten Verbrechens und der Staatsanwaltschaft in Olomouc / Olmütz bei der umstrittenen Polizeireform verbunden sind. Die Kommissionsmitglieder werden an diesem Mittwoch gewählt. Die Kommission soll am Freitag ihre Arbeit aufnehmen und bis Oktober die Ergebnisse ihrer Ermittlungen veröffentlichen. 

Bus mit Schülern aus Tschechien geriet in Österreich in Brand

29-06-2016 10:00 | Markéta Kachlíková

Ein tschechischer Bus mit Schülern ist am Dienstag auf der Autobahn unweit von St. Gallen in Österreich in Brand geraten. Die Schülergruppe war auf der Heimreise vom Raftingkurs im Salzatal. Nach Medienberichten wurde beim Unglück niemand verletzt. Die 21 Reisenden, davon 16 Jugendliche, konnten sich selbst aus dem brennenden Fahrzeug retten. Der Fahrer hat sofort versucht, mit einem Handfeuerlöscher den Brand zu löschen, allerdings vergeblich. 60 Mann von den Feuerwehren aus den umliegenden Gemeinden löschten danach das Feuer. Das Fahrzeug wurde komplett zerstört. 

EU-Kommission: Tschechien Bau umstrittener Verkehrsprojekte starten

29-06-2016 09:22 | Markéta Kachlíková

Tschechien darf den Bau von mehreren Verkehrsprojekten im kommenden Jahr starten. Den Baubeginn hat bisher die Tatsache blockiert, dass die Umweltverträglichkeitsprüfungen (EIA) bei vielen Projekten veraltet waren. Die Regierung hat eine Vereinbarung mit der EU-Kommission am Dienstag erreicht. Dies teilte Premier Bohuslav Sobotka (Sozialdemokraten) am Mittwoch mit. Er tauschte sich am Dienstag darüber mit dem EU-Ratspräsidenten Jean-Claude Juncker aus. Eine Bedingung für den Start der Projekte ist Sobotka zufolge eine sofortige Billigung der entsprechenden EIA-Gesetzesnovelle durch das tschechische Parlament. Diese liege den Abgeordneten bereits vor, so Sobotka. Nach den Sommerferien könnten die Baugenehmigungen erteilt, die Auswahlverfahren ausgeschrieben und im kommenden Jahr die Bauarbeiten gestartet werden. 

Sobotka: Europa muss Zusammenarbeit bei Terrorismusbekämpfung stärken

29-06-2016 09:05 | Markéta Kachlíková

Die jüngsten Angriffe in der Türkei hätten auf die Terrorgefahr aufmerksam gemacht, die man nicht unterschätzen und im Schatten der Brexit-Debatte nicht vergessen dürfe. Der tschechische Premier Bohuslav Sobotka (Sozialdemokraten) sagte dies nach dem EU-Gipfel in Brüssel in der Nacht auf Mittwoch. Europa muss ihm zufolge die Zusammenarbeit unter einzelnen Mitgliedsstaaten im Kampf gegen den Terrorismus stärken.

Bei dem Selbstmordanschlag auf den Atatürk-Flughafen in Istanbul waren am Dienstagabend zahlreiche Menschen getötet und verletzt worden. Laut Angaben des tschechischen Außenministeriums befinden sich unter den Opfern höchstwahrscheinlich keine Tschechen. 

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