Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte unterstützt Colloredo-Mansfeld im Fall Opočno

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat die Bemühungen von Kristina Colloredo-Mansfeld unterstützt, das Verfahren bei den tschechischen Gerichten um die Rückgabe des Inventars vom Schloss Opočno wieder aufzunehmen. Es handelt sich darum, dass tschechische Gerichte unter den Beweisen die Entscheidung des tschechoslowakischen Landwirtschaftsministeriums von 1947 über die Verstaatlichung des Schlosses nicht genannt haben. Dies geht aus dem schriftlichen Urteil hervor, dass der Gerichtshof am Donnerstag veröffentlichte. Die Erbin der einmaligen Schlossbesitzer, Kristina Colloredo-Mansfeld, beschwerte sich in Straßburg über die Verletzung des Rechts auf einen gerechten Prozess.

Tschechische Gerichte entschieden zuvor über die Rückgabe von 68 Gemälden den Erben der Schlossbesitzer. Nachfolgend wiesen die Gerichte jedoch den Anspruch auf die Rückgabe des restlichen Schlossinventars zurück. Es handelt sich um eine Sammlung von rund 1000 Gegenständen, zu der beispielsweise eine Kutsche, 20 Kronleuchter oder Jagdwaffen und Jagdtrophäen gehören.

Im Jahr 1942 hatten zunächst die Nationalsozialisten Opočno konfisziert. Nach 1945 behielt der tschechoslowakische Staat das Schloss ein. Er berief sich dafür auf das Dekret des damaligen Präsidenten Beneš über die Konfiszierung deutschen Eigentums.