Euro-Einführung: Bělobrádek und Filip sind kontroverser Meinung

Zur Einführung des Euro in Tschechien sind die Politiker des Landes weiter geteilter Meinung. Christdemokraten-Chef Pavel Bělobrádek ist für den Beitritt zur Euro-Zone, stellt aber Bedingungen. Für die Übernahme der europäischen Gemeinschaftswährung benötige man einen breiten Konsens in der Bevölkerung und einen gut darauf eingestellten Kurs der tschechischen Krone. Deshalb müsse vor der Euro-Einführung eine offene Debatte darüber geführt werden, welche Vor- und Nachteile die neue Währung bringe, sagte Bělobrádek.

Der Vorsitzende der Kommunisten (KSČM), Vojtěch Filip, ist gegen die Einführung des Euro. Tschechien würde mit der Abschaffung der Krone eines der wichtigsten Instrumente verlieren, um die eigene Wirtschaft zu managen, erklärte Filip am Donnerstag in einem Gespräch für die Presseagentur ČTK. Die tschechischen Bürger könnten überall auf der Welt mit ihrer Kreditkarte bezahlen, daher müssten sie im Ausland nur Minimalbeträge an fremden Währungen bei sich haben, ergänzte Filip.