Energiekonzern ČEZ will in deutsche Windparks investieren

Der tschechische Energiekonzern ČEZ will in großem Stil in deutsche Windparks investieren. Innerhalb der nächsten fünf Jahre würden dafür Hunderte Millionen Euro bereitgestellt, teilte das teilstaatliche Unternehmen am Dienstag in Prag mit. Die Investmentgesellschaft Aquila Capital sei beauftragt worden, geeignete Anlagemöglichkeiten im Bereich der erneuerbaren Energien ausfindig zu machen. Die Stromerzeugungskapazität könne im Endausbau 120 Megawatt erreichen, sagte Tomáš Pleskač, Leiter der Abteilung neue Energiequellen. Ein konkretes Angebot für ein 30-Megawatt-Projekt liegt den Angaben zufolge bereits vor, informierte die Deutsche Presseagentur (dpa).

ČEZ ist einer der Interessenten für die Übernahme der Braunkohlesparte von Vattenfall in Ostdeutschland. Der Energieversorger betreibt zudem das umstrittene Atomkraftwerk Temelín in Südböhmen.