Nachrichten Energiekonzern ČEZ will in deutsche Windparks investieren

05-01-2016 16:40 | Lothar Martin

Der tschechische Energiekonzern ČEZ will in großem Stil in deutsche Windparks investieren. Innerhalb der nächsten fünf Jahre würden dafür Hunderte Millionen Euro bereitgestellt, teilte das teilstaatliche Unternehmen am Dienstag in Prag mit. Die Investmentgesellschaft Aquila Capital sei beauftragt worden, geeignete Anlagemöglichkeiten im Bereich der erneuerbaren Energien ausfindig zu machen. Die Stromerzeugungskapazität könne im Endausbau 120 Megawatt erreichen, sagte Tomáš Pleskač, Leiter der Abteilung neue Energiequellen. Ein konkretes Angebot für ein 30-Megawatt-Projekt liegt den Angaben zufolge bereits vor, informierte die Deutsche Presseagentur (dpa).

ČEZ ist einer der Interessenten für die Übernahme der Braunkohlesparte von Vattenfall in Ostdeutschland. Der Energieversorger betreibt zudem das umstrittene Atomkraftwerk Temelín in Südböhmen.

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Prag: Kleinseitner Platz seit Freitag ohne Autos

01-07-2016 12:56 | Till Janzer

Vom Kleinseitner Platz (Malostranské náměstí) in Prag verschwinden die Autos. Am Freitag wurde der dortige Parkplatz aufgelöst. In Zukunft soll der Platz für öffentliche Veranstaltungen genutzt werden können. Die Prager Stadtführung veranstaltete dazu am Freitag ein informelles Frühstück mit Bürgern. Andernorts auf der Welt sei es normal, dass die Innenstädte den Einwohnern gehörten, so Oberbürgermeisterin Adriana Krnáčová (Partei Ano). Der Kleinseitner Platz soll nun attraktiver gestaltet werden, unter anderem soll er mehr Grün erhalten.

Der Parkplatz auf dem Kleinseitner Platz wurde unter anderem von tschechischen Parlamentariern genutzt. Einige von ihnen haben in den vergangenen Wochen kritisiert, dass der Parkplatz dort verschwinden soll. 

Europarat kritisiert Lage der Roma in Tschechien

01-07-2016 10:58 | Strahinja Bućan

Die Benachteiligung von Roma-Kindern ist weiterhin ein Problem im tschechischen Schulsystem. Dies geht aus einem Bericht des Europarats zur Lage der Roma hervor. Zudem werden die Mitglieder der Minderheit in vielen weiteren Lebensbereichen immer noch stark diskriminiert. Tschechien mache zwar Fortschritte, jedoch reichten diese bei weitem nicht aus, so Thorbjørn Jagland, Generalsekretär des Europarats.

Problematisch sei in Tschechien vor allem die Einschulungspolitik gegenüber Roma-Kindern, hieß es. Diese besuchen unverhältnismäßig oft sogenannte praktische Schulen, weil sie als nicht geeignet für Regelschulen eingestuft werden. Zudem kritisiert der Europarat die Wohnsituation vieler Roma-Familien. 

Jiří Rusnok wird neuer Gouverneur der Tschechischen Nationalbank

01-07-2016 10:25 | Strahinja Bućan

´Das bisherige Bankenratsmitglied Jiří Rusnok tritt am Freitag sein Amt als Gouverneur der Tschechischen Nationalbank an. Er übernimmt die Nachfolge des bisherigen Gouverneurs Miroslav Singer. Dieser darf nach sechs Jahren keine zweite Amtszeit ausüben.

Der 55-jährige Rusnok wird der insgesamt vierte Gouverneur der höchsten tschechischen Finanzinstitution. Rusnok hat sich vor allem durch seine politische Karriere einen Namen gemacht. So war er beispielsweise Interims-Premier nach dem Scheitern der Regierung von Petr Nečas im Jahr 2013. 

Patentamt für die Visegrád-Staaten nimmt seine Arbeit auf

01-07-2016 10:17 | Strahinja Bućan

Für tschechische Firmen und Erfinder wird es ab jetzt einfacher, internationale Patente anzumelden. In Budapest hat am Freitag das Patentamt für die Visegrád-Staaten (VPI) seine Arbeit aufgenommen. Tschechische Interessenten können somit nicht nur internationale Patente auf Grundlage des Patentzusammenarbeitsvertrag (PCT) anmelden, sondern bekommen auch juristische Unterstützung in entsprechenden internationalen Verfahren. Zudem dürften die Kosten für ein Patent für tschechische Firmen um bis zu 37 Prozent niedriger ausfallen.

Bisher war die Anmeldung von internationalen Patenten nur beim Europäischen Patentamt in München möglich. Beobachter sagen, dies habe bisher viele tschechische Unternehmer abgeschreckt. Im europäischen Vergleich liegt Tschechien daher bisher weit zurück. 

Norwegen: Michaláková verliert Sorgerecht für ihre Kinder

01-07-2016 09:44 | Strahinja Bućan

Die Tschechin Eva Michaláková verliert das Sorgerecht für ihre beiden Söhne Denis und David. Ein Gericht im norwegischen Hokksund bestätigte damit die Entscheidung des norwegischen Jugendamtes Barnevernet. Gleichzeitig lehnte das Gericht ab, den jüngeren Sohn zur Adoption freizugeben. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Der Fall Michaláková hat in Tschechien in den vergangenen Jahren eine Welle der Empörung ausgelöst. Das norwegische Jugendamt entzog der in Norwegen lebenden Tschechin Eva Michaláková das Sorgerecht für ihre beiden Kinder. Als Grund nannten die Beamten Missstände in der Familie und den Verdacht auf sexuellen Missbrauch der Jungen. Die norwegischen Behörden gingen dabei jedoch juristisch zweifelhaft vor und verweigerten jegliche Zusammenarbeit mit den tschechischen Stellen. Dies hat zu diplomatischen Verstimmungen auf höchster Ebene zwischen den beiden Ländern geführt. 

Internationales Filmfestival in Karlsbad wird eröffnet

01-07-2016 09:43 | Strahinja Bućan

IIm Karlový Vary / Karlsbad wird am Freitag das 51. Internationale Filmfestival eröffnet. Den Auftakt gibt der Film „Anthropoid“ des britischen Regisseurs Sean Ellis über das Attentat auf den stellvertretenden Reichsprotektor Reinhard Heydrich im Jahr 1942. Erwartet werden unter anderem auch internationale Filmstars wie Willem Defoe, Jean Reno oder der US-amerikanische Filmemacher und Produzent Charlie Kaufman. Die drei Filmgrößen werden zudem für ihr filmisches Lebenswerk ausgezeichnet.

Traditionell feiern zahlreiche, vor allem tschechische Filme ihre Premiere in Karlsbad. Darunter ist unter anderem der autobiografische Streifen „Vlk z Vinohrad“ des verstorbenen Jan Němec oder das Drama „Učitelky“ von Jan Hřebejk. Das Filmfestival läuft bis 9. Juli. 

Älteste Tschechin kurz vor 109. Geburtstag in Brünn verstorben

30-06-2016 19:02 | Lothar Martin

Die älteste Bürgerin Tschechiens, Bedřiška Köhlerová aus Brno / Brünn, ist kurz vor ihrem 109. Geburtstag verstorben, den sie am Freitag begangen hätte. Ihr Tod sei am 19. Juni eingetreten, informierte am Donnerstag die stellvertretende Direktorin eines Brünner Seniorenheims, in dem Bedřiška Köhlerová zuletzt gelebt hatte. Auf Wunsch der Familie der Verstorbenen werden keine weiteren Angaben zu ihrem Ableben gemacht. Bekannt ist aber, dass Bedřiška Köhlerová 1907 in Merano / Meran in Südtirol geboren wurde. Sie ist folglich ein Kind der damaligen Österreichisch-Ungarischen Monarchie. 1919 zog sie dann mit ihrer Familie nach Brünn in die junge Tschechoslowakei. 

Zentralbank setzt rigide Fiskalpolitik fort

30-06-2016 18:41 aktualisiert | Lothar Martin

Die Tschechische Nationalbank (ČNB) wird das Regime ihrer Devisenintervention bis auf weiteres fortsetzen mit dem Ziel, den Wechselkurs der Landeswährung stets nahe der Marke von 27 Kronen je Euro zu halten. Und das mindestens bis Mitte kommenden Jahres. Zudem wird sie auch den Leitzinssatz auf seinem historisch niedrigsten Stand von nur 0,05 Prozent belassen. Darüber informierte der Sprecher der Zentralbank am Donnerstag die Medien.

Mit dem Regime der Devisenintervention hat die Zentralbank im November 2013 begonnen. Die Bankenratssitzung am Donnerstag war die letzte, an der Bankenchef Miroslav Singer teilnahm. In seinem Amt als Generalgouverneur wird er am Freitag vom ehemaligen Interimspremier Jiří Rusnok abgelöst. 

Tscheche dringt in Palast des slowakischen Präsidenten ein – Haftstrafe droht

30-06-2016 18:27 | Lothar Martin

Die slowakische Polizei hat am Donnerstag in Bratislava einen 35-jährigen Tschechen verhaftet, der beschuldigt wird, sich in der Nacht zu Dienstag unberechtigt im Amtssitz des slowakischen Präsidenten aufgehalten zu haben. Nach dem Zwischenfall ist der Chef des präsidialen Personenschutzes zurückgetreten, denn trotz des ausgelösten Alarms konnten die Polizisten den Mann im Präsidentenpalast nicht stellen. Präsident Andrej Kiska selbst war während des Vorfalls nicht in seinem Palast zugegen. Der Tscheche wird der Straftat des Hausfriedensbruchs beschuldigt, im Falle eines Schuldnachweises drohen ihm mehrere Jahre Haft. 

Polizei beschuldigt Manager der Exportversicherung der Veruntreuung

30-06-2016 17:57 | Lothar Martin

Die Antikorruptionspolizei hat der Staatsanwaltschaft empfohlen, gegen zwei ehemalige Top-Manager der tschechischen Garantie- und Versicherungsgesellschaft (EGAP) Anklage zu erheben. Die Manager werden beschuldigt, ihre Pflichten bei der Verwaltung fremden Eigentums schwer verletzt zu haben. Daraus sei ein Schaden von angeblich 871 Millionen Kronen (ca. 32,3 Millionen Euro) entstanden, informierte der Sprecher der Polizei-Sondereinheit am Donnerstag. Beide Manager werden strafrechtlich verfolgt, im Falle eines Schuldnachweises drohen ihnen bis zu acht Jahre Gefängnis. Bei dem Fall geht es um die Finanzierung einer Zementfabrik in Vietnam. 

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