Nachrichten CRIF-Studie: 2015 weniger Firmenpleiten in Tschechien als im Jahr zuvor

05-01-2016 17:32 | Lothar Martin

Im Jahr 2015 haben in Tschechien 1001 Firmen Bankrott gemeldet, das ist um 18 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Zudem wurden 7967 Bankrotterklärungen von Unternehmern als physische Person verzeichnet. Das ist vier Prozent mehr als im Jahr 2014. Insgesamt aber wurde 2015 die niedrigste Zahl an Insolvenzen für ein Kalenderjahr seit dem Inkrafttreten des Insolvenzgesetzes im Januar 2008 registriert. Das geht aus einer Studie der Finanzberatungsfirma CRIF - Czech Credit Bureau hervor, die sie am Dienstag veröffentlicht hat.

Die meisten der 2015 gemeldeten Firmenpleiten entfallen auf zwei Branchen: auf den Handel (225 Bankrotts) und auf das Bauwesen (165). Die niedrigste Zahl an Insolvenzen wurde hingegen in der Landwirtschaft (31) sowie im Bereich Verkehr und Logistik (42) registriert. Territorial gesehen hat es 2015 die meisten Firmenpleiten in der Hauptstadt Prag (363 Bankrotts) und im Kreis Südmähren (131) gegeben. Die wenigsten Insolvenzen wurden demgegenüber aus dem Kreis Vysočina (Böhmisch-Mährische Höhe, 14) und dem Kreis Karlovy Vary / Karlsbad (17) gemeldet.

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Neuer Gutachter untersucht Halleneinsturz in Česká Třebová

16-01-2017 12:39 | Strahinja Bućan

Nach dem Einsturz eines Hallendachs in Česká Třebová / Trübau hat ein Gutachter mit seinen Untersuchungen begonnen. Der zuvor eingesetzte Fachmann musste wegen Befangenheit ausgetauscht werden. Die Ursache des Einsturzes ist bisher unklar, wobei die eine Überlastung der Konstruktion durch Schnee als unwahrscheinlich gilt. Am Wochenende war während eines Florball-Turniers die Sporthalle einer Schule in der ostböhmischen Stadt eingebrochen. Die mehr als 80 Anwesenden konnten rechtzeitig fliehen. 

Zaorálek zuversichtlich wegen in der Türkei verhafteten Tschechen

16-01-2017 12:00 | Strahinja Bućan

Der Fall der zwei unter Terrorismusverdacht in der Türkei verhafteten Tschechen wird laut Außenminister Lubomír Zaorálek (Sozialdemokraten) ein gutes Ende nehmen. Alles deute auf eine Rückkehr der beiden hin, so der Minister. Zuvor sendete das Außenministerium eine diplomatische Note an Ankara, da bisher keine Anklage gegen Markéta Všelichová und Miroslav Farkas erhoben wurde. Seit vergangenen November sitzen die beiden Aktivisten in türkischer Haft. Ihnen wird vorgeworfen, die Kurden-Miliz YPG in Syrien und dem Irak unterstützt zu haben. Diese wird von Ankara als Terror-Organisation eingestuft. 

Tschechische Forscher finden Bandwurm bei Lachsen in Alaska

16-01-2017 11:13 | Markéta Kachlíková

Forscher von der tschechischen Akademie der Wissenschaften in České Budějovice / Budweis haben den Bandwurm D. nihonkaiense bei Lachsen in Alaska gefunden. Dieser ist auch auf den Menschen übertragbar. Bisher galt nur der Pazifik als Verbreitungsgebiet des Parasiten. Zur Aufnahme durch den Menschen kommt es beim Verzehr von rohem Lachsfleisch. Dem Parasitologen Roman Kuchta zufolge stelle der Wurm keine ernste Gefahr für den Menschen dar, trotzdem sollte man ihn aber nicht unterschätzen. Die Forschung fand 2012 in Alaska statt. 

Hopfenstadt Žatec bewirbt sich um den Status als Weltkulturerbe

16-01-2017 11:00 | Markéta Kachlíková

Tschechien will die nordböhmische Stadt Žatec / Saaz als ein Zentrum des Hopfenanbaus in die Unesco-Liste des Weltkulturerbes eintragen lassen. Das Kulturministerium wird den Antrag bis Ende Januar an den Unesco-Ausschuss in Paris weiterleiten. Der Vorschlag könnte im Sommer 2018 behandelt werden, teilte eine Sprecherin des Ministeriums mit. Auf der Unesco-Liste stehen momentan zwölf Baudenkmäler in Tschechien, zuletzt waren im Jahr 2003 die Basilika und die jüdische Stadt in Třebíč / Trebitsch Weltkulturerbe geworden. Žatec strebt den Welterbe-Titel bereits seit Jahren an. 

Rechnungshof: Mängel im Rechnungsabschluss des Justizministeriums

16-01-2017 09:42 | Markéta Kachlíková

Der tschechische Rechnungshof hat Mängel im Rechnungsabschluss des Justizministeriums für 2015 festgestellt. Laut einem Bericht, der am Montag veröffentlicht wurde, beträfe die mangelnde Dokumentation Posten in einem Gesamtwert von 2,5 Milliarden Kronen (93 Millionen Euro). Außerdem habe das Justizressort eine freiwillige Spende in Höhe von 500.000 Millionen Kronen (18,5 Millionen Euro) ohne Zustimmung des Kabinetts ins Ausland überwiesen. Das Ressort hätte damit gegen die Haushaltsregeln verstoßen, heißt es weiter im Bericht. 

Sobotka: Palachs Tat ist wichtiger Teil tschechischer Geschichte

16-01-2017 09:25 | Markéta Kachlíková

Die tapfere Handeln von Jan Palach sei ein wichtiger Teil der tschechischen Geschichte, den man nicht vergessen sollte. Dies sagte Premier Bohuslav Sobotka (Sozialdemokraten) am Montag bei einer Gedenkveranstaltung zum Tode des Studenten Jan Palach 1969. Palach habe gegen die Unfreiheit protestiert, so der Premier vor dem Nationalmuseum in Prag. Am 16. Januar 1969 hatte sich der damals 20-Jährige Student aus Protest gegen die sowjetische Besatzung der Tschechoslowakei öffentlich selbst verbrannt. An diesen Akt wird an diesem Montag in Tschechien mit mehreren Veranstaltungen erinnert. 

Wetter am Montag, den 16. Januar

15-01-2017 18:28 | Markéta Kachlíková

Am Montag ist es in Tschechien meist bewölkt, örtlich ist Schneefall möglich. Die Tageshöchsttemepraturen liegen bei -5 bis -1 Grad Celsius. In Lagen um 1000 Meter werden maximal -8 Grad Celsius erreicht. 

2016 war das fünftwärmste Jahr seit 1771

15-01-2017 18:05 | Markéta Kachlíková

Das vergangene Jahr war mit der Durchschnittstemperatur von 8,7 Grad Celsius das fünftwärmste Jahr in Tschechien seit 1771. Insbesondere der Februar war außergewöhnlich warm, die Temperatur lag vier Grad höher über dem langfristigen Durchschnittswert. Dies gab das Tschechische Hydrometeorologische Institut auf seiner Webseite bekannt. Die jährliche Niederschlagssumme lag fünf Prozent unter dem langfristigen Mittelwert. Die durchschnittliche Jahrestemperatur lag 0,7 Grad Celsius unter den Werten von 2014 und 2015. 

Justizminister plant Beschwerde wegen Aufhebung des Urteils im Korruptionsfall Rath

15-01-2017 18:02 | Markéta Kachlíková

Justizminister Robert Pelikán (Ano) will in den nächsten Tagen eine Beschwerde beim Obersten Gericht einreichen. Sie betrifft die Aufhebung des Urteils im Korruptionsfall des ehemaligen Kreishauptmanns David Rath. Das Obere Gericht in Prag hob das Verdikt im Dezember auf, weil es das Abhören des Politikers für gesetzwidrig hielt. Der Justizminister informierte über die geplante Beschwerde am Sonntag in einer Talkshow des Tschechischen Fernsehens. David Rath ist 2015 wegen Bestechlichkeit und Manipulation öffentlicher Aufträge zu 8,5 Jahren Haft verurteilt worden. 

„Friedensmarsch für Aleppo“ erreicht mit 200 Teilnehmern Prag

15-01-2017 17:45 | Markéta Kachlíková

Der „Friedensmarsch für Aleppo“ hat am Sonntag die tschechische Hauptstadt erreicht. Mit der Aktion, die Ende des Jahres in Berlin gestartet ist, will man ein Zeichen der Solidarität mit den Menschen im syrischen Bürgerkrieg setzen. Die Zahl der Teilnehmer wuchs in Prag auf etwa 200. Sie begaben sich unter anderem vor die syrische und vor die russische Botschaft. Die Strecke folgt in umgekehrter Richtung der sogenannten Flüchtlingsroute, in Tschechien werden die Teilnehmer man mehrere Wochen lang unterwegs sein. 

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