Christdemokraten-Chef schlägt Regierung aus „nicht-extremistischen“ Parteien vor

Christdemokraten-Chef Pavel Bělobrádek hat vorgeschlagen, dass die „nicht-extremistischen“ Parteien eine gemeinsame Minderheitsregierung bilden könnten. Die Sechserkoalition aus Bürgerdemokraten, Piraten-Partei, Sozialdemokraten, Christdemokraten, der Top 09 und des Zusammenschlusses Stan hätte insgesamt 85 Sitze im zweihundertköpfigen Abgeordnetenhaus. Sie könnte von der Partei Ano als Wahlsiegerin unterstützt werden, sagte Bělobrádek.

Der Christdemokraten-Chef hielt der Partei Ano und Premier Andrej Babiš vor, bei der Regierungsbildung versagt zu haben. Dass auch ein halbes Jahr nach den Wahlen noch keine Regierung mit einer Mehrheit im Abgeordnetenhaus bestehe, gehe auf Kosten der tschechischen Bürger, so Bělobrádek. Am Dienstagnachmittag wird Babiš von Staatspräsident Miloš Zeman empfangen. Beide wollen über das weitere Vorgehen bei der Bildung einer mehrheitsfähigen Regierung beraten.