Causa Gestüt Kladruby: Anklage gegen 17 Personen und fünf Firmen erhoben

Die Prager Oberstaatsanwaltschaft hat am Dienstag Anklage erhoben gegen 17 Personen und fünf Firmen wegen Manipulierung von Aufträgen zur Sanierung des Nationalen Pferdegestüts im ostböhmischen Kladruby nad Labem. Bei ihrer betrügerischen Tätigkeit haben die Angeklagten angeblich einen Schaden von 12 Millionen Kronen (470.000 Euro) verursacht.

Die Anklagepunkte in der komplexen Causa lauten unter anderem Vorbereitung zum Subventionsbetrug, Verschaffung von Vorteilen bei der Ausschreibung der öffentlichen Aufträge und der Versuch, die finanziellen Interessen der EU zu schädigen. Wie die Kriminalisten ermittelt haben, war sogar eine wesentlich höhere Schadenssumme zu befürchten. Dieser Schaden lag beim ersten Beschaffungsverfahren bei umgerechnet 9,4 Millionen Euro und beim zweiten Verfahren bei umgerechnet 9,6 Millionen Euro, informierte Staatsanwalt Adam Borgula. Wie die Nachrichtenagentur ČTK bestätigte, sind unter den Strafverfolgten auch Manager der Unternehmen Enteria, Geosan Group, Strabag oder Metrostav.