Nachrichten Babiš: Čapí hnízdo war im Besitz meiner Kinder

23-03-2016 18:41 | Markéta Kachlíková

Der tschechische Finanzminister Andrej Babiš (Ano-Partei) hat sich in einer Sondersitzung des Parlaments gegen den Vorwurf wehren müssen, als Geschäftsmann bei EU-Subventionen betrogen zu haben. Im Visier der Opposition stehen Millionen-Fördergelder für ein Luxus- Hotelressort Čapí hnízdo (Storchennest), die eigentlich für kleine und mittlere Unternehmen bestimmt waren. Er habe keinen Betrug begangen, erklärte der Milliardär. Zur Zeit der Gewährung der EU-Subventionen war das Ressort im Besitz seiner erwachsenen Kinder und des Bruders seiner Frau, gab Babiš vor Abgeordneten bekannt. Er bezeichnete die Causa Čapí hnízdo als eine beispiellose, massive, manipulative und sorgfältig geplante Kampagne gegen seine Person. Sie habe das einzige Ziel, dass er die Regierung und die Politik verlasse. Er sieht dafür keinen Grund, unterstrich Babiš.

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Vermisste Neuseeland-Touristin aus Tschechien nach Wochen gefunden - Mann tot

25-08-2016 14:54 | Lothar Martin

Eine verschollene tschechische Touristin ist nach einem Monat in einem neuseeländischen Wandergebiet gefunden worden. Ihr Begleiter war am 28. Juli in der gebirgigen Gegend auf der Südinsel des Landes einen Abhang hinunter gestürzt und gestorben, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Bei einer Suche per Hubschrauber hätten Retter die Frau am Mittwoch in einer Hütte entdeckt. Der Polizei war den Angaben zufolge wenige Stunden zuvor gemeldet worden, dass das Paar aus Tschechien nicht mehr gesehen worden war, seit es am 24. Juli begonnen hatte, entlang der 32 Kilometer langen Routeburn-Strecke zu wandern.

Die Frau war den Angaben zufolge seit Anfang August in der Hütte. Sie sei bei guter Gesundheit, wenn auch verständlicherweise erschüttert, hieß es. Es sei sehr ungewöhnlich, dass jemand so lange im neuseeländischen Wald verloren gehe, ohne dass es gemeldet werde. 

Agrarsalon Země živitelka wurde in Budweis eröffnet

25-08-2016 14:13 aktualisiert | Martina Schneibergová

In České Budějovice / Budweis hat am Donnerstag der internationale Agrarsalon „Země živitelka“ begonnen. Während der kommenden sechs Tage werden sich dort 382 Aussteller präsentieren. 105 Firmen aus 22 Ländern werden zudem ihre Produkte anbieten. Es handelt sich um die größte landwirtschaftliche Messe in Tschechien. Im vergangenen Jahr wurde der Agrarsalon von rund 102.000 Menschen besucht. 

Bundeskanzlerin Merkel zu Besuch in Prag eingetroffen

25-08-2016 14:09 aktualisiert | Lothar Martin

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ist am Donnerstag kurz vor 14 Uhr zu ihrem Kurzbesuch in Tschechien eingetroffen. Die Themen der Gespräche, die sie in Prag führen wird, sind die Zukunft der EU, die Migration, der tschechisch-deutsche strategische Dialog und die Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung. Merkel trifft in Prag mit Premier Bohuslav Sobotka (Sozialdemokraten) und Präsident Miloš Zeman zusammen. Die Bundeskanzlerin wird zudem die Technische Universität in Prag besuchen.

Anhänger und Gegner der Bundeskanzlerin haben angekündigt, dass sie während ihres Besuchs an mehreren Plätzen in Prag demonstrieren werden. Am zweiten Tag ihres Besuchs in Estland ist Merkel am Vormittag mit Staatspräsident Toomas Hendrik Ilves zusammengetroffen. 

Tschechische Caritas hilft den vom Erdbeben betroffenen Bewohnern in Italien

25-08-2016 11:38 | Martina Schneibergová

Die Caritas der Tschechischen Republik stellt aus ihrem Krisenfonds finanzielle Mittel für die Hilfe den Menschen zur Verfügung, die vom Erdbeben in Italien betroffen sind. Die finanziellen Mittel überweist die Caritas der italienischen Bischofskonferenz. Diese ist der Träger der Organisationen, die in der vom Erdbeben heimgesuchten Region helfen. „Mit dieser Geste wollen wir unsere Solidarität mit Menschen zum Ausdruck bringen, die um ihre Nächsten und Häuser kamen und Verletzungen erlitten,“ sagte der Direktor der Caritas, Lukáš Curylo. 

Ukrainische Aktivisten: Russland trägt Verantwortung für Krieg in Ostukraine

25-08-2016 11:29 | Martina Schneibergová

Eine Gruppe proukrainischer Aktivisten hat am Mittwoch auf drei Prager Türmen die ukrainische Flagge gehisst. Sie wollten damit auf den fortwährenden Krieg in der Ostukraine aufmerksam machen. Für den Krieg tragen den Aktivisten zufolge Russland und Präsident Putin die Verantwortung. Die Mitglieder der Gruppe Kaputin hängten zunächst eine Flagge am Heinrichsturm, dann am Pulverturm und schließlich am Altstädter Rathausturm auf. Weitere Aktivisten trugen auf der Straße ein Spruchband mit der Aufschrift „Die Ukraine verteidigt unsere Freiheit! Verteidigt die Ukraine“. Die Aktion am 24. August fand aus Anlass des 25. Jahrestags der Unabhängigkeit der Ukraine statt. In einer Erklärung verwiesen die Aktivisten darauf, dass 25 Jahre nach dem Zusammenbruch des sowjetischen Regimes der Schatten der Vergangenheit über Osteuropa dunkler als je zuvor sei und dass die Ukraine dafür ein trauriges Beispiel sei. Es sei entsetzlich, dass die Sehnsucht nach Freiheit und Demokratie auch noch im 21. Jahrhundert mit Krieg geahndet werden könne, heißt es in der Erklärung. 

Tennis: Kvitová im Viertelfinale in New Haven

25-08-2016 09:45 | Martina Schneibergová

Tennisspielerin Petra Kvitová hat beim Turnier in New Haven das Viertelfinale erreicht. In der zweiten Runde setzte sich Kvitová gegen Eugenie Bouchard aus Kanada mit 6:3 und 6:2 durch. Im Viertelfinale trifft die Tschechin auf die Russin Jekaterina Makarowa. Kvitová hat das Turnier in New Haven in der Vergangenheit bereits dreimal gewonnen. 

Gericht: „Unterhosenaktion“ auf der Prager Burg war keine Straftat

25-08-2016 09:40 | Martina Schneibergová

Die „Unterhosenaktion“ der Künstlergruppe „Ztohoven“ auf der Prager Burg war dem Gericht zufolge keine Straftat. Das Bezirksgericht in Prag 1 wollte den Fall am Mittwoch an das Rathaus des ersten Stadtbezirks weiterleiten. Dieses sollte darüber entscheiden, ob es sich lediglich um eine Ordnungswidrigkeit handelte. Die Staatsanwältin reichte jedoch Beschwerde gegen den Gerichtsentscheid ein. Mit dem Fall wird sich daher nun das Prager Stadtgericht befassen. Die Richterin des Bezirksgerichts in Prag 1 entschied, dass die Künstler weder einen Diebstahl begangen noch die öffentliche Sicherheit und Ordnung gestört haben. Den drei Künstlern drohten bis zu drei Jahre Gefängnis.

Als Protest gegen die Politik von Staatspräsident Zeman hatten die als Schornsteinfeger verkleideten Mitglieder von „Ztohoven“ im September vergangenen Jahres die offizielle Präsidentenflagge auf der Prager Burg eingeholt und stattdessen eine riesige rote Unterhose gehisst. 

Premier Sobotka rechnet nicht mit direkter Teilnahme Tschechiens an Offensive in Syrien

24-08-2016 18:54 | Martina Schneibergová

Der tschechische Premier Bohuslav Sobotka (Sozialdemokraten) hat am Mittwoch erklärt, die am Mittwoch gestartete Offensive der Türkei gegen die IS-Terrormiliz sei eine Sache der türkischen Armee. Tschechien engagiere sich im Kampf gegen die IS-Terrormiliz indirekt, so der Premier. Er erwarte nicht, dass sich Tschechien direkt an den Militäroperationen beteiligen würde, sagte der Sozialdemokrat. Tschechien liefere Munition und Flugzeuge, bilde die Piloten aus, sagte der Premier. Tschechische Firmen liefern laut Sobotka Waffen für den Kampf gegen die Terrormiliz. 

Premier Sobotka: Menschen haben Recht ihre Meinung über Merkels Politik zum Ausdruck zu bringen

24-08-2016 18:45 | Martina Schneibergová

Premier Bohuslav Sobotka (Sozialdemokraten) hat am Mittwoch erklärt, dass die Menschen das Recht haben, ihre Meinung über die Politik der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Ausdruck zu bringen. Das sagte der Premier im Zusammenhang mit Demonstrationen, die während Merkels Besuchs für den Donnerstag in Prag angekündigt wurden. Die Bundekanzlerin wird am Donnerstagnachmittag zu Besuch in Prag erwartet. Merkels Anhänger sowie ihre Gegner haben vor zu demonstrieren. Merkel wird zuerst Sobotka treffen. Danach stehen Besuche an der Tschechischen Technischen Universität und auf der Prager Burg auf dem Programm. Sobotka sagte am Mittwoch erneut, er werde der Bundeskanzlerin tschechische Vorschläge zur Stärkung der Sicherheit in Europa vorstellen. Zudem möchte er mit Merkel über die Zusammenarbeit in der Wissenschaft, Forschung, bei der Digitalisierung der Industrie, beim Ausbau der Bahnverbindungen sowie beim Kampf gegen organisierte Kriminalität sprechen. 

In Prag wird gegen Verfolgung der Falun-Gong-Anhänger in China protestiert

24-08-2016 18:10 aktualisiert | Martina Schneibergová

Aktivisten aus zehn europäischen Ländern haben am Mittwoch in Prag gegen die Verfolgung der Anhänger der Falun-Gong-Bewegung in China protestiert. Vor der chinesischen Botschaft trafen mehrere Aktivisten auch mit einem Orchester zusammen. Am Mittwochnachmittag zogen sie durch Prag. Die Falun-Gong-Anhänger seien den unabhängigen Ermittlern zufolge die am stärksten verfolgte Gruppe von Gewissensgefangenen in China, sagte eine der Initiatorinnen des Protestes, Jana Skovajsová. Die Veranstalter der Protestkundgebung erinnerten daran, dass mehr als 3600 Anhänger der Falun-Gong-Bewegung in China an den Folgen der Folterungen starben und rund 100.000 der Falun-Gong-Anhänger im Gefängnis sitzen. Die Vorsitzende der Falun-Gong-Bewegung in Tschechien, Veronika Sunová, erklärte, dass den Gefangenen ohne deren Zustimmung Organe für Transplantationen entnommen werden. Die Aktivisten erinnerten zudem auf die Verfolgung der chinesischen Christen und der Tibeter. 

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