Abgeordneter und Ano-Parteichef Babiš weist Juncker-Vorstoß zurück

Der tschechische Abgeordnete und Ano-Parteichef Andrej Babiš hat abweisend auf den Euro-Vorstoß von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker reagiert. „Herr Juncker will uns wieder einmal etwas aufzwingen, über das wir selbst entscheiden sollten – und worüber die Wähler entscheiden werden“, sagte er der Zeitung „Lidové noviny“ am Donnerstag. Juncker hatte am Mittwoch in einer Rede vor dem EU-Parlament für eine Ausweitung der Eurozone auf alle EU-Mitgliedsstaaten plädiert.

Derzeit sehe er mehr Nachteile als Vorteile der Gemeinschaftswährung, sagte Babiš, liberal-populistischer Politiker, Unternehmer und Dollar-Milliardär. Tschechien hat mit der Krone bislang noch eine eigene Währung. Tschechiens sozialdemokratischer Regierungschef Bohuslav Sobotka wich einer klaren Stellungnahme aus. „Bis wir diesen Schritt vollziehen, ist für uns entscheidend, dass wir in alle Debatten über das weitere Schicksal der Eurozone einbezogen werden“, teilte er mit.