76 Flüchtlinge in Lkw gepfercht - Schleuser verurteilt

Zwei Männer aus Ungarn wurden am Mittwoch vom Amtsgericht in Tachov / Tachau wegen des Menschenschmuggels verurteilt. Die Schleuser müssen jeweils für anderthalb Jahre in Haft. Sie haben 76 Flüchtlinge in einen Lkw gepfercht. Für die Fahrt von Budapest mit Ziel Nürnberg kassierten die Hintermänner je geschleuster Person 400 Euro. Die tschechische Polizei hatte den Lkw im vorigen Sommer auf der Autobahn D5 rund 30 Kilometer vor der deutschen Grenze gestoppt. Unter den auf engstem Raum zusammengedrängten Flüchtlingen aus Pakistan, Afghanistan und Syrien waren den Angaben nach zu einem Drittel Kinder und mindestens ein Säugling. Sie hatten weder Wasser noch Nahrung zur Verfügung. Auch die Lüftung war unzureichend. Die beiden Ungarn leugneten die Tat vor Gericht und sprachen von angeblichen blinden Passagieren. Das Urteil macht den Weg frei für ihre Auslieferung nach Deutschland. Dort sollen sie wegen ähnlicher Vorwürfe vor Gericht stehen.