Hörerforum Weihnachtsgrüße und Silvestertelefon
Im Hörerforum gehen wir alle zwei Woche auf die Fragen unserer Hörer ein. Diesmal dreht sich die Ausgabe des Hörerforums vor allem um die zahlreichen Weihnachtsgrüße, die wir erhalten haben, sowie die Themen unseres Programms, die Sie in letzter Zeit am meisten bewegt haben.
Hallo und herzlich Willkommen zu einer neuen Ausgabe des Hörerforums, der
letzten Ausgabe unserer Sendung in diesem Jahr. Wir werden uns heute
natürlich wieder der Hörerpost widmen und den Themen der letzten zwei
Wochen, die Sie am meisten beschäftigt haben. Aber auch das nahende
Weihnachtsfest hat seine Spuren in den Räumen unsere Redaktion
hinterlassen. Überall findet man ihre Weihnachtsgrüße, die in
vielfältiger Form bei uns eingegangen sind.
Zunächst aber zu einem Thema, das auf sehr viel Resonanz gestoßen ist:
die steigenden Preise, vor allem bei den Energiekosten. Wie Sie in
verschiedenen Beiträgen bei uns hören konnten, sind auch die
tschechischen Verbraucher von steigenden Kosten für Wasser, Strom und
Heizung betroffen. Für viele Hörer scheinen die Preissteigerungen nicht
immer mit rechten Dingen zuzugehen und die hohen finanziellen Belastungen
wecken die Angst vor einer sozialen Schieflage.
Dazu schrieb uns Herr Sylvester Josef Knobloch aus Frankfurt am Main „Bei den Preiserhöhungen überall werden die Menschen unruhig und machen sich Sorgen um ihre Zukunft. Die Reichen stört das natürlich weniger. Es betrifft überall vor allem immer zu erst die Armen.“
Unser Stammhörer Engelbert Borkner aus Hildesheim meint dazu: „Wie bei uns scheuen sich die Energiekonzerne nicht, immer gleich saftige Aufschläge auf die alten Preise zu nehmen. Das Gestöhne der Energiekonzerne, sie stünden schon fast vor der Pleite, kann man nicht mehr hören. Wenn dann am Ende eines Geschäftsjahres die Bilanzen veröffentlicht werden, präsentieren die Unternehmen skrupellos ihre Bilanzen mit glänzenden Gewinnen der Öffentlichkeit.“
Ulrich Stühmke aus Essen ist es durch aufmerksames Radio-Prag-Hören
sogar gelungen, ein wenig Licht in die bisher ergebnislosen Ermittlungen
des spektakulären Milliardenraubes zu bringen, der die Tschechische
Republik kürzlich in Atem hielt. Zwischen steigenden Preisen und dem
verschwundenen Geld erkennt er interessante Zusammenhänge:
„Der Gelddiebstahl mit dem Fahrzeug eines Sicherheitsdienstes ist schon
ein dreistes Stück. Vielleicht gehören die betreffenden Leute zu dem
Personenkreis von dem im vorhergehenden Bericht die Rede war. Dort ging es
bekanntlich um die ansteigende Verschuldung von Verbrauchern, die sich
möglicherweise mit Krediten übernommen haben.“
Herr Borkner aus Hildesheim richtete zum Thema „Energie“ in Tschechien noch einige Fragen an uns. Er möchte wissen, aus welchen Quellen sich die Tschechische Republik mit Energie versorgt. Wir haben dazu einmal bei unserem Wirtschaftsredakteur Lothar Martin nachgefragt: „Der größte Teil des Stroms wird in Kohlekraftwerken erzeugt, etwa 71 Prozent, da Tschechien zu den zehn größten Braunkohleproduzenten der Welt gehört. Ein Viertel des Stroms wird mit Hilfe der Kernenergie erzeugt und ungefähr 4 Prozent stammt aus regenerativen Quellen, vor allem der Wasserkraft. Über eigene Vorkommen an Erdgas und Erdöl verfügt Tschechien nur in geringem Umfang. Sie reichen bei weitem nicht aus, um den eigenen Bedarf zu decken.“
Wir hoffen, Sie haben es trotz steigender Heizkosten warm und gemütlich
und lassen sich die Weihnachtsstimmung nicht verderben. Unsere
Weihnachtslaune ist natürlich ungetrübt, denn wir haben Ihre zahlreichen
Karten und Grüße aus aller Welt erhalten, für die wir uns herzlich
bedanken möchten.
Aus dem hohen Norden, nämlich aus Schweden, erhielten wir eine duftende Karte von Detlef Klaudel. Vielen Dank und frohe Weihnachten. Aus Hamburg erhielten wir schokoladensüße Grüße von Familie Unglaube, danke im Namen der gesamten Redaktion. Eine Karte mit wunderschönen winterlichen Landschaften aus dem Allgäu schickten uns Kirsten und Heinrich Eusterbrock. Und aus Wien erreichten uns Weihnachtsgrüße in gleich sechs Sprachen von Gereon Fuhs. Auch Ihnen allen ein schönes Weihnachtsfest.
Mit seinen Adventsgrüßen schrieb uns Ralf Ladusch aus Cottbus noch einige Fragen zur Weihnachtszeit in Tschechien. „Gibt es spezielle Advents- oder Weihnachtsbräuche Tschechien? Und Haben Tschechen Adventskalender?“
Diese Fragen lassen wir von unserer „Weihnachtsexpertin“ Jitka Mladkova beantworten:
„Adventskalender sind bei tschechischen Kindern genau so beliebt wie
anderswo auch. Zur Beginn der Adventszeit kursierten in einigen
tschechischen Zeitungen sogar Bilder mit Adventskalendern für Hunde und
Katzen.
Einen besonderen Brauch gibt es am Vorabend von St. Nikolaus. Der
tschechische Nikolaus – Mikuláš -, zieht in Begleitung von Teufel und
Engel – čert und anděl – durch die Straßen und überprüft, ob die
Kinder im letzten Jahr auch artig gewesen sind. Die Kinder müssen dann
kleine Gedichte vortragen oder Lieder singen. Einen Stiefel vor die Tür zu
stellen, wie es in Deutschland Brauch ist, ist in Tschechien dagegen nicht
üblich.
Eine Auffälligkeit vor Heiligabend sind sicher die Bottiche mit den
Karpfen, die man an jeder Ecke sehen kann. Der Karpfen ist das
traditionelle Weihnachtsessen an Heiligabend, und man kann die Fische noch
frisch kaufen.“
Wenn die Weihnachtsstimmung erfasst hat, der sollte bei unserem Weihnachtswettbewerb mitmachen. Für weiter Informationen klicken Sie einfach auf den Banner auf der Startseite.
Für die eingegangenen Empfangsberichte bedanken wir uns heute bei Johann Zmaritz aus Villach in Österreich, bei Henk van der Kammen aus Hertogenbosch in den Niederlanden, und bei unseren Hörern aus Deutschland: Norbert Hansen aus Weilmünster, sowie Helga und Günter Lachmann aus Wrestedt.
Vielen Dank auch an alle anderen Hörer, die sich die Mühe gemacht haben
und uns eine Rückmeldung über die Empfangsqualität von Radio Prag in
ihrer Region zugeschickt haben.
Zum Abschluss der Sendung möchten wir Sie noch einmal auf eine besondere Aktion für unsere Hörer hinweisen: das Silvestertelefon. Hier können Sie uns ihre Wünsche für das kommende Jahr mit Radio Prag mitteilen. Wir werden ihre Botschaft an uns dann in unserer Silvestersendung um die Welt senden. Die Leitungen unseres Silvestertelefons sind noch bis zum 20. Dezember für Sie frei geschaltet. Die Telefonnummer unseres Silvestertelefons lautet: (00420) 221 552 949 Wir freuen uns auf Ihren Anruf.
Für dieses Jahr verabschiedet sich das Hörerforum. Wir hoffen, unser Programm hat ihnen Freude bereitet und Sie bleiben Radio Prag auch im kommenden Jahr treu. Ihre Grüße, Anmerkungen, Fragen und Empfangsberichte können Sie auch weiterhin an die gewohnte Adresse schicken: Radio Prag, Vinohradská 12, 120 99 Praha 2, Tschechische Republik. Sie können uns natürlich auch eine E-Mail schreiben an: deutsch@radio.cz. Sowohl diese Ausgabe des Hörerforums als auch alle weiteren Beiträge unserer Sendungen können Sie im Internet nachlesen und auch anhören, und zwar unter www.radio.cz. Das Team von Radio Prag wünscht allen Hörer ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch!






