Hörerforum Radio Prag jetzt auch bei Facebook
Der 75. Geburtstag von Radio Prag, Radio Prag bei Facebook und weiteres mehr: Interessante Passagen, Kommentare und Anregungen aus Ihren Briefen hat man für das Hörerforum ausgewählt.
Willkommen bei Ihrer Sendung von Radio Prag, liebe Hörerinnen und Hörer.
Gleich werden wir Sie, wie üblich, auch zu Wort kommen lassen. Zunächst
aber wollen wir uns bei denjenigen herzlich bedanken, die uns in den
vergangenen Tagen und Wochen einen Brief, eine E-Mail oder einen
Empfangsbericht geschickt haben. Unser Dank geht unter anderem an: Horst
Cersovsky aus Sangerhausen, Martin Gittig aus Calau und Gerhard Schreier
aus Kirchhundem.
Nur noch eine Woche, und Radio Prag begeht seinen 75. Geburtstag. Hermann Heyne-Pietschmann aus Erfurt wendet sich daher in seinem sehr netten Gratulationsbrief nicht an uns Redakteure und Mitarbeiter von Radio Prag, sondern an den Sender selbst:
„Hallo Radio Prag, eine langjährige Freundschaft verbindet uns. Um so mehr sind meine Gedanken bei Dir, wenn du 75 wirst. So nimm bitte meine herzlichen Glückwünsche entgegen. Oft habe ich Dich hören können, sei es hier in meinem Wohnort in Erfurt oder unterwegs auf den Kanarischen Inseln. Ein kleiner Weltempfänger hat Deine Kurzwellen überall eingefangen. Ich danke Dir für die vielen hörenswerten Sendungen und wünsche Dir weiterhin ein radiophones Wohlergehen.“
Vielen Dank, Herr Heyne-Pietschmann. Paul Gager aus Deutschkreuz in Österreich schreibt wiederum Folgendes anlässlich des baldigen Jahrestags:
„Ich freue mich schon auf die Jubiläums-QSL-Karte und habe die
bevorstehenden Feierlichkeiten dazu verwendet, um mich wieder einmal durch
meine große Radio-Prag-QSL-Sammlung zu hangeln, die ich ja seit 1968
Stück für Stück vervollständigen konnte. Neben den Sonderkarten ´Radio
Prague 1936-2006´ // ´1936-2001´ // ´85 Český rozhlas´ usw. befindet
sich auch das Kleinod ´Radiobaby 1925´ auf der Sonder-QSL-Karte ´85
Years of Czech Radio 1923-2008´.“
Die Sammlung von Herrn Gager wird bald um eine neue Sonder-QSL-Karte reicher, was ihn sicher freuen wird. Und zwar natürlich unsere neue zum 75. Jubiläum.
Und nun einige Anregungen aus der Hörerpost, die nicht nur für uns, sondern auch für andere Hörerinnen und Hörer interessant sein können. Douglas Kähler aus Mönkeberg schreibt:
„Allerdings sollten Sie in Ihrem Flyer nicht vergessen, dass man WRN Deutsch, und damit eben auch Sie, auch über den Satelliten Astra 19,2 Grad Ost empfangen kann. Das ist für deutsche Satellitenkunden ja der wichtigste Satellit und der sollte meines Erachtens nicht verschwiegen werden. Dies als kleine Anregung für Sie.“
Und in einer weiteren Zuschrift äußert Herr Kähler in Reaktion auf die Sendung am 11. Juli noch weitere Ideen:
„Die Sendung war mal wieder gut gestaltet, die Umwandlung zum
ausschließlichen Internet- und Satellitensender haben Sie gut geschafft,
ich denke zu Ihrem Erfolg wird die sehr gute Webseite auch beitragen. Wäre
natürlich schön, wenn Ihre Social-Media-Präsenz (Facebook, Twitter) auch
auf Deutsch verfügbar wäre. Grundsätzlich finde ich natürlich schade,
dass Sie nicht mehr als ´normales´ Radio on Air sind. Aber die Hauptsache
ist, dass Sie weiterhin über Tschechien berichten.“
Danke, Herr Kähler, für Ihre Anregungen. Wir sind vergangene Woche zur Tat geschritten. Unser neuer Kollege Marco Zimmermann hat eine deutschsprachige Facebook-Seite von Radio Prag eingerichtet, die Sie natürlich gerne jetzt alle auch besuchen können.
Und dort finden Sie natürlich auch die Links zu unseren Berichten. Von den Themen, über die wir in der letzten Zeit berichtet haben, haben unter anderem die Geschichte der Straßenbahn in Prag, die Geschichte der Puppenspielkunst in Tschechien, die neuen Trends beim Bierkonsum in Tschechien oder der neue Trend beim Lesen, nämlich die E-Books, Ihre Aufmerksamkeit geweckt. Unser Hörer Achim Kissel aus Duisburg hebt zudem ein weiteres Thema hervor:
„Im Forum Gesellschaft sprachen Sie über den Facharbeitermangel und
Maßnahmen dagegen. Bei uns gibt es eine ganz ähnliche Diskussion, und
immer wieder sprechen Politiker davon, gezielt nach Fachkräften im Ausland
zu suchen. Andere meinen wieder, zuerst sollten die einheimischen
Arbeitslosen herangebildet werden. Ob dies aber immer möglich ist, zum
Beispiel aus jemandem, der nicht einmal den Hauptschulabschluss geschafft
hat, einen IT-Spezialisten zu machen, ist wohl sehr fraglich. Vielleicht
wird es künftig verstärkt berufsbedingte Wanderungsbewegungen geben, so
wie im 19. Jahrhundert die Handwerksburschen durch die Lande zogen. Die
Tendenz ist schon heute da. Allein schon deshalb ist es gut, dass es das
vereinte Europa gibt.“
Auch der Kommentar von Walter Franz aus Pößneck beweist, dass wir etwas angesprochen haben, das die tschechische und die deutsche Gesellschaft gemeinsam haben:
„Das mit zuwenig Facharbeiten ist scheinbar ein allgemeines Phänomen. Das ist bei uns genauso. Es wird immer weniger in den Schulen mitgearbeitet. Es gibt immer mehr Analphabeten. Wo sollen da die Facharbeiter herkommen. Computerfacharbeiter werden bei uns schon aus Indien importiert.“
Soweit Walter Franz. Ebenso in der Sendereihe Forum Gesellschaft hat Ralf Urbanczyk aus Eisleben ein Thema gefunden, zu dem er Folgendes geschrieben hat:
„Interessant war der Bericht über die Sanierung des ehemaligen
Truppenübungsplatzes in Ralsko, der heute in der Sendereihe ´Forum
Gesellschaft´ lief. Auf Ihrer Internetseite gab es ja auch noch einige den
Beitrag begleitende Bilder, die einen Eindruck vom Ausmaß der Zerstörung
auf dem ehemaligen Militärgelände geben. Dass sich jetzt auf den meisten
Teilen des Geländes eine unvergleichliche Flora und Fauna mit ganz
seltenen Pflanzen- und Tierarten entwickeln konnte, dafür wurde ein hoher
Preis gezahlt. Das fängt an bei den aus den abgerissenen Dörfern,
vertriebenen Menschen, geht über den Entzug der Flächen für eine
friedliche wirtschaftliche Nutzung, bis zur Zerstörung der Pflanzen- und
Tierwelt durch Gifte und explodierende Munition. Selbst die heute durch den
Forstbetrieb gefällten Bäume werden wegen der in ihnen steckenden
Munitionsreste nur schwer wirtschaftlich verwertbar sein. Aber gut ist
doch, dass nach dem Ende des Kalten Krieges in Europa so viele
Truppenübungsplätze und Militärflächen aufgegeben wurden, um sie uns
zivilen Menschen wieder zur Nutzung zur Verfügung zu stellen.“
Und mit dieser Feststellung von Herrn Urbanczyk, der nichts hinzuzufügen bleibt, wollen wir uns für heute verabschieden. Ihre Zuschriften können Sie weiter an folgende Adresse schicken: Radio Prag, Vinohradská 12, 12099, Praha 2, Tschechische Republik. Wenn Sie sich für die elektronische Post entscheiden, dann schreiben Sie an: deutsch@radio.cz. Tschüß und auf Wiederhören!







