Radio Prag ist mir ans Herz gewachsen

Armut unter jungen Erwachsenen hierzulande, die Schäden an Wäldern in Tschechien und der Ramadan – diese und weitere Themen aus unseren Sendungen wurden in den Hörerbriefen kommentiert.

Filmfestival in Karlsbad (Foto: Štěpánka Budková)Filmfestival in Karlsbad (Foto: Štěpánka Budková) Zunächst, wie üblich, der Preisträger in unserem Quiz sowie die Quiz-Frage für den Monat Juli. Also:

Anfang Juli findet in Karlovy Vary / Karlsbad das internationale Filmfestival statt. In welcher Bäderstadt wurden die ersten vier Jahrgänge abgehalten?

Schicken Sie uns den Namen der Stadt an cr@radio.cz.

Im Juni war Hukvaldy die richtige Antwort. Eben in Hukvaldy / Hochwald am Fuße der Beskiden wurde der Komponist Leoš Janáček geboren. Ein Sachpreis geht unter anderem an Günter Juba aus Waldsassen. Herzlichen Glückwunsch!

Marie 'Máša' Pittnerová (Foto: Ondřej Tomšů)Marie 'Máša' Pittnerová (Foto: Ondřej Tomšů) Die zweite Meldung in eigener Sache betrifft das Personal bei Radio Prag. Viele von Ihnen kennen von Briefwechseln, manche sogar von einem persönlichen Treffen unsere Mitarbeiterin Marie Pittnerová. Es ist kaum zu glauben, aber unsere Kollegin ist im Juni in den Ruhestand gegangen. Auch auf diesem Wege wollen wir uns bei Máša für alles bedanken, was sie für die deutschsprachige Redaktion und für die Hörerinnen und Hörer in den zurückliegenden rund 40 Jahren geleistet hat.

 

Aber nun geht es weiter mit Ihren Zuschriften, liebe Hörerinnen und Hörer. Auch im Juni haben wir von Ihnen noch ein paar Gratulationen zum 95. Geburtstag des Tschechoslowakischen Hörfunks bekommen, das Jubiläum wurde am 18. Mai gefeiert. Vielen Dank dafür!

Und dazu schreibt Fritz Andorf aus Meckenheim:

„Die neue QSL-Serie mit diesen schönen nostalgischen Radio-Equipment-Motiven erinnert an das 95-jährige Jubiläum des Rundfunks in Tschechien. Auch ich gratuliere Ihnen – neben den vielen Hörern, die im Hörerforum erwähnt wurden – nachträglich ganz herzlich dazu. Sicherlich ist die Feier zu diesem Jubiläum nicht so pompös ausgefallen wie die zum 80. Geburtstag von Radio Prag im Jahre 2016, an die ich noch gute Erinnerungen habe. Allerdings gab es auch in diesem Jahr ein paar sehr interessante Sonderprogramme.“

Foto: Jiří Sedláček, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0Foto: Jiří Sedláček, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 Als langjähriger Hörer von Radio Prag seit 1971 habe er die Entwicklung des Senders hautnah miterlebt, schreibt Fritz Andorf weiter. Und zum aktuellen Geschehen merkt er an:

„Betroffen gemacht haben mich die Nachrichten, dass in Tschechien ein Fünftel der jungen Erwachsenen von Armut bedroht sind (offenbar sind die Löhne zu niedrig oder die Leute sind arbeitslos), und dass es auch in Tschechien offenbar viele Rechtsradikale gibt (so der Extremismus-Bericht über Mitglieder der tschechischen Partei SPD).“

Auch von Martina Pohl aus Überlingen kamen Gratulationen sowie ein Hörerbericht:

„Hörenswert war für mich auch der ausführliche Beitrag über das älteste erhaltene Barocktheater Europas in Krumau. Weniger erfreulich war der Krankenbericht über die tschechischen Wälder. Ich habe schon öfters gehört, dass schnell wachsende Nadelhölzer als Monokulturen angeblich den Boden sauer machen und mitverantwortlich für Waldschäden sind. In den letzten Jahren setzt man wieder vermehrt auf Mischwälder. Die Fichte bietet, wenn sie nicht nur in Monokulturen angepflanzt wird, einen wichtigen Lebensraum für Tiere und ist für den Holzhandel ein bedeutender Lieferant.“

Ramadan (Illustrationsfoto: Musaidg, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0)Ramadan (Illustrationsfoto: Musaidg, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0) Gerald Kallinger aus Wien merkt zu unserem Beitrag über den Ramadan in Tschechien Folgendes an:

„Den Beitrag zum Ramadan hätte man auch etwas kritisch sehen können. Fasten auf diese Weise, wie es die Muslime machen, ist gesundheitsschädlich, weil am Abend die Verdauung im Magen auf Sparflamme gestellt ist. Gerade ab 19 Uhr sollte auf keinen Fall noch etwas gegessen werden. Weder Religiöse noch Politiker können entscheiden, wie der Mensch funktioniert.“

Frank Unglaube aus Hamburg schreibt in allgemeinerer Weise über unsere Sendungen, wobei er mit einem kleinen technischen Problem beginnt:

„Also gestern klappte mit dem Empfang von Radio Prag irgendetwas im Netz nicht. Es gab bei mir nur Rauschen. Heute ist dieses Problem nicht mehr vorhanden, und ich kann Euch wieder einwandfrei hören und genießen. Radio Prag ist mir in all den Jahren meiner DXer-Tätigkeit sehr ans Herz gewachsen. Die Nachrichten finde ich ganz toll. Da bekommt man auch einmal Sachen zu hören, auf die wir hier in Deutschland verzichten müssen. Auch Eure Sendungen zu den Themen Tschechien, Land und Leute und die Musik finde ich große Klasse und höre sie immer wieder gerne. Dabei finde ich auch immer wieder viele Gemeinsamkeiten, die unsere beiden Völker verbinden. Ich höre gerne Radio Prag, und das bestimmt noch recht lange!“

Český Krumlov (Foto: Ondřej Tomšů)Český Krumlov (Foto: Ondřej Tomšů) Die Zahl der Ausrufezeichen ließ sich kaum zusammenzählen, die unser Hörer seinem letzten Satz hinzugefügt hat. Vielen Dank für Ihre Worte, Herr Unglaube!

Auch ein paar Urlaubsgrüße sind bei uns eingetroffen. Michael Lindner hat bei seiner Kurzreise in die südböhmische Stadt Český Krumlov / Krumau an Radio Prag gedacht – und Peter Vaegler sogar in den Arabischen Emiraten.

„Ich sende herzliche Grüße aus Dubai. Hier sind Temperaturen von 36 Grad Luft und 30 Grad Wasser. Das ist für mich keine Erfrischung mehr.“

Stefan Druschke aus Kerpen hat sich Zeit für ein paar persönliche Zeilen genommen:

„Die Sendungen in deutscher Sprache aus Prag finde ich auch weiterhin sehr interessant. Mir gefällt die Auswahl der Themen, und auch die Moderation der Sendungen ist ansprechend. Schön finde ich zudem, dass in jeder Sendung ein bis mehrere tschechische Musiktitel präsentiert werden. Ebenso sind die Kulturbeiträge immer hörenswert.“

Unser Stammhörer Lutz Winkler aus Schmitten hat sich nach langer Pause wieder gemeldet. Er war am Herzen operiert worden:

„Es ist alles gut gegangen, ich muss aber lernen, dass es nun nicht mehr so schnell geht. Ich habe noch ziemlich viele gesundheitliche Probleme, bin schnell erschöpft und noch lange nicht so leistungsfähig, wie ich mir dies wünschte. Daher fällt mir auch das Schreiben dieses Hörerbriefes schon schwer, und dem Hobby kann ich auch noch nicht so viel Zeit zugestehen. Ich werde also langsamer machen müssen, auch an die Aufnahme meiner täglichen Arbeit ist noch nicht zu denken.“

Foto: Matthias Schild, Pixabay / CC0Foto: Matthias Schild, Pixabay / CC0 Wir wünschen Ihnen eine schnelle Genesung, Herr Winkler. Und wir hoffen, dass Radio Prag Sie auf dem Weg der Besserung begleitet.

Und das war’s für heute. Wir hoffen, dass Sie auch weiterhin Ihre Berichte, Reaktionen, Fragen und Anregungen an uns schicken, und zwar per Post an: Radio Prag – Deutschsprachige Redaktion, Vinohradská 12, 120 99 Praha 2, Tschechische Republik, oder per E-Mail an deutsch@radio.cz. Auf Wiederhören!