Hörerforum Der „Auslandstscheche des Jahres 2012“ wird gesucht
Im Hörerforum geht es bei uns um bedeutende Persönlichkeiten. So fragen wir in der neuen Runde des Hörerwettbewerbs von Radio Prag nach einer bedeutenden Persönlichkeit der Welt-Geschichte. Und ein bedeutender Tscheche oder eine hervorragende Tschechin, der oder die im Ausland lebt, wird in einer Umfrage des Tschechischen Rundfunks gesucht.
Foto: Archiv der Tschechischen Post
Hallo und nach 14 Tagen wieder herzlich willkommen zu Ihrer Sendung bei
Radio Prag, herzlich willkommen zum Hörerforum! Aus dem Prager Funkhaus
gehen die besten Grüße an alle unsere Hörer draußen an den Empfängern,
und ganz besonders an all jene, die uns auch in den letzen Tagen mit
Briefen und Empfangsberichten einmal mehr bestätigt haben, dass unser
Programm in jeder Beziehung gut bei Ihnen ankommt! Unser Dank für einen
Empfangsbericht geht unter anderem an: Holger Lipp aus Mühlacker, Paul
Reinersch aus Dudweiler und Peter Möller aus Duisburg.
Prager Hauptbahnhof
Gleich zu Anfang zum Hörerwettbewerb von Radio Prag. Der Monat Juni geht
langsam in die zweite Hälfte. Seit zwölf Tagen steht auf der Webseite von
Radio Prag die neue Preisfrage für Sie, liebe Hörerinnen und Hörer.
Diesmal geht es um die tschechische beziehungsweise tschechoslowakische
Geschichte:
„Wie lautet der Name des US-amerikanischen Präsidenten, der sich um die Entstehung der eigenständigen Tschechoslowakei verdient gemacht hat, der sich mit dem ersten tschechoslowakischen Staatspräsidenten T. G. Masaryk getroffen hat und der seit dem Herbst vergangenen Jahres mit einer Statue vor dem Prager Hauptbahnhof geehrt wird?“
Rudolf II.
Falls Sie die richtige Antwort kennen beziehungsweise Lust haben, danach
zu suchen, schicken Sie uns diese bis Ende Juni. Im Mai haben wir nach dem
Habsburger Kaiser gefragt, der vor 400 Jahren starb und in dessen
Herrschaftszeit Prag zum Zentrum der Kunst, Wissenschaft und Alchemie
wurde? Natürlich hieß er Rudolf II. Diese Antwort kannte auch der
Mai-Gewinner in der deutschsprachigen Sektion: Simon Peter Liehr.
Unser Hörer Wolfgang Bruch aus Schwarzenbach an der Saale hat uns nicht nur die Antwort auf die Juni-Frage bereits geschickt. (Wir verraten noch nicht, ob sie richtig war oder nicht). Er hat auch einige Anmerkungen hinzugefügt:
„Sehr geehrte Redaktion: Als Einsendeschluss geben Sie im Internet Ende April an. Das kann ja nicht sein. Weitere Frage: Empfängeradresse cr@radio.cz? Ich sende die Lösungen immer an die Deutsche Redaktion. Ist das falsch?“
Foto: ilker, Stock.xchng
Also zum ersten Punkt. Vielen Dank für den Hinweis, im Internet hat sich
wirklich ein Fehler eingeschlichen. Dank Herrn Bruch wurde er aber bereits
korrigiert. Der Einsendeschluss ist natürlich Ende Juni. Die angegebene
Empfängeradresse cr@radio.cz ist tatsächlich richtig. Es handelt sich um
eine Adresse, an der alle Antworten der Hörerinnen und Hörer von Radio
Prag ankommen, also nicht nur der deutschsprachigen Teilnehmerinnen und
Teilnehmer am Quiz. Wenn Sie allerdings Ihre Antwort an die deutsche
Redaktion, also an die Adresse deutsch@radio.cz schicken, ist es auch nicht
falsch. In diesem Fall gelangt die Antwort ebenso an die richtige Stelle,
wird in einen Sack mit anderen Zuschriften geworfen und kommt in den
Lostopf, aus dem der Sieger gezogen wird.
Foto: Dashk, Dreamstime
Nicht nur in Sachen Wettbewerb, sondern auch in einer anderen Sache
können Sie uns schreiben. Der Tschechische Rundfunk hat nämlich eine
Umfrage initiiert, in der der „Auslandstscheche beziehungsweise die
Auslandstschechin des Jahres 2012“ gesucht wird. Hörerinnen und Hörer
des Tschechischen Rundfunks und weitere Interessenten können zunächst
Vorschläge einschicken. Wenn die Finalisten dann feststehen, können sie
zudem ihre Stimmen abgeben. Nominiert werden können Exilanten aus der Zeit
vor 1989 sowie Leute, die nach der Wende ins Ausland gegangen sind und dort
bedeutende Erfolge erzielt haben, und Menschen im Ausland mit tschechischen
Wurzeln. Es muss sich allerdings um Auslandstschechinnen und
Auslandstschechen handeln, die noch leben. Vielleicht fällt auch Ihnen,
liebe Hörerinnen und Hörer, jemand ein, der in Ihrem Land beziehungsweise
anderswo außerhalb der Tschechischen Republik lebt und die Auszeichnung
„Auslandstscheche oder Auslandstschechin des Jahres 2012“ verdient
hätte. Schicken Sie einfach seinen oder ihren Namen mit einer kurzen
Begründung an die E-Mail-Adresse: zahranicnicech@rozhlas.cz. Vorschläge
werden auch auf Deutsch akzeptiert, und zwar bis zum 30. Juni 2012, also
bis Ende dieses Monats.
Karlsbad (Foto: CzechTourism)
Und nun, liebe Hörerinnen und Hörer, noch ein paar Stimmen von Ihrer
Seite. Auch derjenige, der nicht gerade Radio Prag hört, erfährt in
deutschen Medien ab und zu etwas über die Tschechische Republik. Dies
belegt die folgende E-Mail von Martina Pohl aus Überlingen:
„Vielen Dank für die zugesandte QSL-Karte und den beigelegten Kugelschreiber. Vor einigen Tagen gab es im Fernsehen eine Doku-Reihe über bekannte Kurorte. Auch die westböhmischen Kurorte wurden vorgestellt. Gezeigt wurden unter anderem Karlsbad mit seinen prächtigen Häusern und dekorierten Fassaden, sowie den reich verzierten Marktkolonnaden, ein architektonisches Schmuckstück. Ein Ort, der durch seine Kurtradition zu den bekanntesten in Europa zählt. Dass Karlsbad fest in der Hand russischer Gäste und Investoren ist, wurde nicht unerwähnt gelassen. Kurz wurde auf das weltberühmte Unternehmen Moser mit seiner Glasherstellung hingewiesen. Im Juni kann ich Ihre Sendungen nicht mitverfolgen, da es an die Nordsee geht und der Computer zu Hause bleibt. Der Weltempfänger ist zwar im Gepäck, aber leider für Radio Prag nicht nutzbar.“
Insel Langeoog (Foto: Bin im Garten, Creative Commons 3.0)
Also, einen schönen Urlaub, Frau Pohl. Wir freuen uns auf ein
Wiederhören in ein paar Wochen, wenn sie aus dem Norden wieder zurück
sind. Dasselbe gilt auch für Michael Brawanski aus Annaberg-Buchholz. Er
schrieb uns nämlich:
„Ich bin seit Anfang Mai auf der Nordseeinsel Langeoog zur Saisonarbeit. Das bedeutet, dass ich im Moment leider nicht die Sendungen über 92,6 hören kann. Ich habe hier im Moment auch keinen Computer, deshalb schreibe ich meine zwei letzten Empfangsberichte mit der Hand. Ich werde mich Ende Oktober, wenn ich wieder im Erzgebirge bin, bei Ihnen melden.“
Ob per Hand, mit Hilfe einer Schreibmaschine oder am Computer: In jedem
Fall freuen wir uns, wenn ein Empfangsbericht oder ein Kommentar von Ihnen
kommt. Wie etwa der von Horst Cersovsky aus Sangerhausen:
„Gern höre ich auch weiterhin die deutschen Sendungen aus Prag. Der Empfangsbericht über die heutige Sendung soll auch ein Beleg dafür sein. Ich bevorzuge nach dem Abschalten der Kurzwelle die WRN-Sendungen, meistens die Übertragung um 15:00 UTC. Mich interessieren Nachrichten und Berichte zum Zeitgeschehen. Aber das Tagesecho ist sehr vielseitig und immer hörenswert.“
Jan Stráský
Und zum Schluss noch eine Anmerkung von Ralf Urbanczyk aus Eisleben. Er
reagiert damit auf unseren Bericht über den antiökologischen Preis Ropák
des Jahres, den der Leiter des Nationalparks Böhmerwald, Jan Stráský,
diesmal erhalten hat. Vergeben wird der Preis vom größten tschechischen
Umweltverband „Děti země“ (Kinder der Erde). Vor allem habe Stráský
die Aufgabe des Parks in den Augen der Öffentlichkeit diskreditiert, hieß
es seitens des Verbandes. Stráský wird wegen des intensiven Vorgehens
gegen den Borkenkäfer im Böhmerwald kritisiert. Herr Urbanczyk schreibt
dazu:
„Ich denke, dass solche antiökologischen Auszeichnungen, wie sie der
Leiter des Nationalparks Böhmerwald erhielt, viel in eine positive
Richtung bewegen können. Schließlich steht jeder, der den Titel erhält,
von nun an im Rampenlicht und wird ständig gefragt, wie es denn nun
weitergeht. Hoffentlich führt die Preisvergabe auch dazu, vermehrt
sachliche Diskussionen zu führen. Ich denke, übermäßige Eingriffe des
Menschen in Naturschutzgebiete sind genauso schlecht wie tatenlos
zuzusehen, wie sich ein Naturschutzgebiet in eine Schädlings-Schleuder
verwandelt. Dem guten Ruf des Böhmerwalds als Touristenmagnet haben weder
die Aktionen der Naturschutzaktivisten noch die Polizeieinsätze gegen
diese im vergangenen Jahr genutzt. Diese Titelvergabe in Tschechien
erinnert an den ‚Umwelt-Dinosaurier’, der in Deutschland vom
‚Naturschutzbund Deutschland Nabu’ jedes Jahre vergeben wird.“
Danke, Herr Urbanczyk für Ihren Kommentar. Und damit sind wir schon
wieder am Ende unseres Hörerforums angelangt. Schreiben Sie uns auch
weiterhin an die bekannten Adressen. Per Post an Radio Prag, Vinohradská
12, 120 99 Prag 2, Tschechische Republik. Und per E-Mail an
deutsch@radio.cz. Machen Sie es gut und bis zum nächsten Mal!






