„Danke, dass es Radio Prag auf Deutsch gibt…“

Die friedliche Teilung der Tschechoslowakei vor 25 Jahren und die Astronomische Uhr in Prag – Hörerpost im Januar.

Willkommen zum Hörerforum, liebe Hörerinnen und Hörer. Wir fangen gleich mit der Quiz-Frage für den Februar an. Sie lautet:

Wie heißt der Sportler, der vor 50 Jahren, genau am 11. Februar 1968, die erste Goldmedaille für die Tschechoslowakei bei den Olympischen Winterspielen gewann?

Schreiben Sie uns den Namen und, wenn Sie Lust haben, auch die Disziplin, in der er damals gesiegt hat. Und zwar an cr@radio.cz.

Im Januar haben wir gefragt, welcher Ort seit 1921 offizieller Sommersitz des tschechischen beziehungsweise früher des tschechoslowakischen Staatspräsidenten ist? Die richtige Antwort heißt Schloss Lány. Ein T-Shirt für die richtige Beantwortung schicken wir an Hans-Jürgen Tausend aus Deutschland.

 

Foto: Uki_71, Pixabay / CC0Foto: Uki_71, Pixabay / CC0 Und nun zu Ihren neuesten Zuschriften, Briefen und Kommentaren:

Peter Vaegler aus Stralsund hat gleich zu Jahresbeginn, wie er schreibt, seinen Vorsatz umgesetzt, die Sendungen von Radio Prag wieder regelmäßiger zu hören. Das Jahr 2018 ist ein Jubiläumsjahr für ihn:

„In diesem Jahr werden es 50 Jahre, dass ich die Sendungen aus Prag verfolge. Ich finde, dass dies eine sehr lange Zeit ist, und ich möchte auch noch weitere Jahre nicht auf diese Sendungen verzichten – auch wenn man sie nur noch über das Internet hören kann, denn die UKW-Stationen, die das Programm als Rebroadcast übertragen, sind für mich zu weit entfernt. Trotzdem erinnere ich mich gerne an den doch recht guten Empfang auf der Mittelwelle.“

Einen besonderen Dank hat Herr Vaegler an unsere Mitarbeiterin Marie Pittnerová gerichtet, die die Hörerzuschriften beantwortet. Und zum gehörten Programm schreibt er:

„Einen großen Teil der Sendung nahm der Jahrestag der Eigenständigkeit der Slowakei ein. Ich empfand es als ausgesprochen angenehm, von der Auszeichnung tschechischer und slowakischer Bürger mit slowakischen Orden zu hören. Es scheint doch eine relativ harmonische Beziehung zwischen den beiden Staaten zu bestehen.“

Zum Zerfall der Tschechoslowakei hat uns auch Reiner Wahl aus Asperg geschrieben. Zunächst hat er sich aber vorgestellt und erklärt, wie er auf Radio Prag gekommen ist:

Hohe Tatra (Foto: Pixabay, CC0)Hohe Tatra (Foto: Pixabay, CC0) „Seit fast einem Jahr lese ich regelmäßig Ihre Berichte auf www.radio.cz/de. Dadurch bin ich sehr gut über tschechische Politik informiert. Aufmerksam wurde ich auf Sie durch meine damalige Tschechisch-Lehrerin. Mit dem Tschechisch-Lernen klappt es bei mir leider nicht gut, vermutlich aufgrund meines Alters (Jahrgang 1952). Es macht trotzdem Spaß.“

Doch der Grund, warum er schreibe, sei der Bericht über die Trennung Tschechiens und der Slowakei:

„Ich war im Jahre 1994 auf Urlaub in der Hohen Tatra, mein Gefühl war, dass manche Slowaken regelrecht Angst vor dem damaligen Regierungschef Mečiar hatten. Wirtschaftspolitisch war er das genaue Gegenteil zum damaligen tschechischen Premierminister Václav Klaus. Die Trennung der Tschechen und Slowaken erfolgte zur Zeit des Zerfalls Jugoslawiens, dort tobte der Krieg. Was ich mir überlegt habe: Könnte denn die friedliche Trennung damals kein Vorbild etwa für Spanien sein? Dass Katalonien die Unabhängigkeit gewährt wird und dadurch und trotzdem gute Beziehungen zwischen Spanien und Katalonien wiederhergestellt werden wie zwischen Tschechen und Slowaken.“

Und noch einmal erwähnt wurde der Zerfall der Tschechoslowakei von Frieder Ecke aus Euskirchen:

„Ich habe gerade Ihren Beitrag zur damaligen Trennung des tschechoslowakischen Staates gehört. Gut gelungen ist Ihnen, das Für und Wider dieser Entscheidung darzulegen, haben wir doch seinerzeit einen entgegengesetzten Weg beschritten. Maßgeblich ist und bleibt die Tatsache, dass diese Entwicklung auf beiden Seiten in friedlicher Weise vollzogen wurde. Nun bin ich gespannt, wie der zukünftige tschechische Weg innerhalb EU ausgestaltet wird.“

Astronomische Uhr am Altstädter Rathaus in Prag (Foto: Eva Turečková)Astronomische Uhr am Altstädter Rathaus in Prag (Foto: Eva Turečková) Soweit Ihre Stimmen zur Teilung der Tschechoslowakei vor 25 Jahren. Aus Euskirchen in der Eifel nun nach Eisleben am Fuße des Harz. Ralf Urbanczyk schreibt:

„Im Tagesecho erwähnten Sie mit einem kurzen, aber sehr informativen Bericht die anstehende Renovierung der Astronomischen Uhr am Altstädter Rathaus in Prag. Ein Blick auf dieses faszinierende wissenschaftlich-technische Meisterwerk aus dem Mittelalter gehört bei mir bei jedem Besuch in Prag dazu. Die Uhr offenbart, welches astronomische Wissen im 14. und 15. Jahrhundert in den Universitäten und Uhrmacherbetrieben vorhanden war. Ein wenig Hintergrundwissen zur Geschichte, zum Aufbau und zu den Legenden rund um die Uhr gibt es auch auf den Internetseiten von Radio Prag, dazu die Auflistung aller bisherigen Beiträge Ihres Senders zu diesem Thema. Das ist richtig gut gemacht. Wenn ich dann einmal anfange, die Artikel zu lesen, höre ich so schnell nicht wieder auf.“

Soweit Ralf Urbanczyk. Georg Pleschberger aus Villach in Kärnten geht auf unseren Beitrag über die Tätigkeit ausländischer Filmteams in Tschechien ein:

„Sehr interessant, dass man viele Filme wegen der Hälfte der Kosten in Tschechien dreht. Tschechien ist ja schon lange als ‚filmproduzierendes‘ Land bekannt. Ich kann mich noch gut erinnern, dass auch viele Filme für Kinder und Jugendliche in Tschechien gedreht wurden.“

Illustrationsfoto: Ian WilloughbyIllustrationsfoto: Ian Willoughby Frank Unglaube aus Hamburg hört Radio Prag fast jeden Tag. Wie er schreibt, gehört es schon zu seinem täglichen Ritual, unseren Sender einzuschalten:

„Es ist mir immer wieder eine Freude, Ihren Sender zu hören. Ich glaube, Tschechen und Deutsche sind sich gar nicht sooo verschieden. Nimmt man einmal die schrecklichen Jahre der Naziherrschaft beiseite, so findet doch wieder ein reger Austausch an Waren und Informationen zwischen unseren beiden Ländern statt. Auch kulturell tut sich hierzulande einiges. Ich finde das toll. Zeigt es doch, dass wir uns alle auf dem richtigen Weg befinden.“

Birgit Denker aus Frankfurt am Main lobt unsere Sendungen:

„Das Programm von Radio Prag ist aktuell, sehr informativ und zugleich auch stets unterhaltsam. Die knappe halbe Stunde mit Information und Musik vergeht stets wie im Fluge – viel zu schnell. Ich freue mich sehr auf die Radio-Prag-Programme in 2018.“

Foto: Khalil BaalbakiFoto: Khalil Baalbaki Siegbert Gerhard, ebenfalls aus Frankfurt am Main, hört seit nunmehr 48 Jahren Radio Prag:

„Schön, dass es das Hörerforum bei genügender Beteiligung wieder alle 14 Tage gibt. Die neuen QSL für 2018 aus der Rundfunktechnik sind eine Wucht, ich freue mich schon sehr auf jede Karte. Danke, dass es Radio Prag auf Deutsch gibt.“

Und wir danken Ihnen, dass Sie Radio Prag hören. Dieser Dank geht nicht nur an Siegbert Gerhard, sondern an alle Hörerinnen und Hörer sowie Leserinnen und Leser unserer Webseiten. Bitte bleiben Sie weiterhin dran und schreiben uns E-Mails, Briefe und Kommentare zu unseren Sendungen sowie zum aktuellen Geschehen. Dadurch helfen Sie uns unter anderem auch, das bei Ihnen beliebte Hörerforum zu gestalten. Wir warten gespannt auf ihre Zuschriften unter der Adresse: Radio Prag, Vinohradská 12, 120 99 Prag 2, Tschechische Republik. Ihre E-Mails schicken Sie uns an deutsch@radio.cz. Auf Wiederhören!