„Ab und zu bin ich in Prag, leider zu selten…“

Ihre beliebten Orte in Tschechien, Ihre Besuche im Nachbarland, das tschechische Bier und auch die diesjährige QSL-Kartenserie von Radio Prag. Darum geht es im heutigen Hörerforum.

Maria TheresiaMaria Theresia In den folgenden Minuten erhalten Sie wieder das Wort, liebe Hörerinnen und Hörer. Zunächst möchten wir uns für Ihre Briefe, Postkarten, E-Mails und Empfangsberichte herzlich bedanken. Wir haben heute zwar schon den 13. Juni, dennoch ist es die erste Ausgabe des Hörerforums in diesem Monat. Wir beginnen daher mit dem regelmäßigen Monatsquiz von Radio Prag. Ein kleines Geschenk für die richtige Antwort im Mai geht an Manfred Neumann aus Deutschland. Unsere Frage lautete: Welche Herrscherin, die vor 300 Jahren geboren wurde, hat in den böhmischen Ländern die Schulpflicht eingeführt? Und die richtige Antwort ist: Maria Theresia. Auch bei der aktuellen Preisfrage geht es um Geschichte, und erneut wird ein Name gesucht, allerdings ein Ortsname. Also:

Am 10. Juni waren 75 Jahre seit der Zerstörung einer Ortschaft nahe Prag vergangen. Ihr Name ist zu einem Symbol für die nationalsozialistischen Verbrechen auf tschechischem Boden geworden. Wie heißt dieser Ort?

Schicken Sie uns Ihre Antwort an: cr@radio.cz.

Eine interessante Zuschrift ist vor einigen Wochen von Gabriela Fleer aus der Schweiz gekommen. Sie hat ihre E-Mail an meine Kollegin Martina Schneibergová adressiert, die über einen neuen Dokumentarfilm zur südböhmischen Grenzregion Nové Hrady / Gratzen berichtet hat.

„Gerade eben entdecke ich Ihren neuen Beitrag über den Zauber des Gratzener Berglandes. Ich bin fasziniert. So wunderbar, wie Sie das beschreiben. Ich selbst liebe die Böhmische Schweiz, das „alte“ Prag, Mähren und die kleinen Naturparks in der Slowakei hinter Žilina. Wenn ich beschreiben sollte, warum ich das so sehr liebe, kann ich nur sagen, dass mein Herz sich so sehr angesprochen fühlt. Und dass ich mich sehr beschämt fühle, was die Geschichte der letzten 80 Jahre betrifft, obwohl ich Niederländerin bin, von Haus aus mit Wurzeln mütterlicherseits nach Masuren. Ich finde es wunderbar, was Sie schreiben und was den neuen Film von Lenka Ovčáčková betrifft.“

„Es lässt sich nichts verdrängen, nicht wirklich.“

Frau Fleer selbst ist Coach, Beraterin und Mentorin:

„Ich habe viel mit Menschen zu tun, deren Vorfahren mit Vertreibung, Flucht und Ähnlichem aus Nazi-Deutschland zu tun hatten. Und die heutigen Nachkommen, sie mögen beruflich so erfolgreich sein wie sie wollen, haben enorme Probleme. Es lässt sich nichts verdrängen, nicht wirklich. Auf jeden Fall bin ich auch Eishockey-Fan von Sparta Prag. Ab und zu bin ich in Prag, leider zu selten.“

Foto: Martina SchneibergováFoto: Martina Schneibergová Auch Karl-Heinz Grüttner aus Nobitz schreibt über seine Besuche in Tschechien, allerdings vor vielen Jahren. Anlass dazu gab ein Beitrag über das tschechische Bier und die Brauereien:

„Der erwähnte Trend, dass auch in Tschechien immer mehr Bürger das geliebte Bier immer öfter zu Hause trinken statt in den Restaurants und Kneipen, ist in Deutschland (Ost) schon lange genauso. Das wird wohl in erster Linie an den Preisen liegen. Zu DDR-Zeiten zahlte man in einem besseren Restaurant für ein Glas Bier so ca. 0,70 bis 1,05 Mark der DDR. In einer einfachen Kneipe kostete ein Glas Bier 0,50 Mark der DDR. Das konnte sich einfach jeder leisten. Das ist wohl in Tschechien nicht viel anders geworden. Tschechisches Bier ist gut, in Deutschland weiterhin beliebt, und war auch zu DDR-Zeiten sehr begehrt. Eine Reise in die ČSSR war oft mit dem Einkauf des guten tschechischen Bieres für zu Hause verbunden.“

„Jedes Mal, wenn ich in die Stadt komme, sehe ich Erneuerungen und Verbesserungen.“

Dieter Feltes aus Pyrbaum in der Oberpfalz hat erst vor kurzem unser Land besucht und uns geschrieben.

„Vielen Dank für die laufenden Informationen. Am Vatertag waren meine Frau, meine Tochter und ich in Tschechien. Wir verbrachten dort wieder einen schönen Tag. Unser Anlaufpunkt war Cheb. Wir gingen über die Fußgängerzone. Es waren viel Menschen unterwegs. Viele Deutsche nutzen den Ausflug nach Tschechien, um dort einzukaufen. Jedes Mal, wenn ich in die Stadt komme, sehe ich Erneuerungen und Verbesserungen.“

Wie aus der Schilderung von Herrn Feltes herauszulesen ist, haben sich manche Gewohnheiten nicht verändert. Jenseits der Grenze einzukaufen, ist überall sehr populär. Im deutsch-tschechischen Grenzgebiet ist es nicht anders, nur kauft man heute wahrscheinlich mehr ein als nur das tschechische Bier. In Anspielung auf einen Beitrag von Radio Prag schreibt Dieter Feltes weiter:

Foto: Martina SchneibergováFoto: Martina Schneibergová „Auch bei uns ist es ein Problem mit den Zecken. Meine Familie und ich gehen schon nicht mehr in den Wald, um Beeren und Pilze zu suchen. Wir lassen uns jedes Jahr impfen, aber die Spritze bezahlt unsere Kasse. Trotzdem gehen nur wenige zur Impfung. Weil wir einen großen Garten haben mit viel Wiese und Hecken, ist es schon sinnvoll, vorzusorgen. Ich wünsche Ihnen einen zeckenfreien Sommer und alles Gute.

Vielen Dank, Herr Feltes.

Horst und Monika Kuhn aus Hamburg haben uns über einen TV-Bericht zur Industrie in Tschechien geschrieben, den sie in Deutschland gesehen haben. Sie beschreiben den Inhalt ausführlich. Aus dem Brief geht aber nicht ganz klar hervor, ob sich das Ehepaar Kuhn für den Bericht die Zusendung einer QSL-Karte von Radio Prag wünscht. Dies ist leider nicht möglich. Entschuldigen Sie bitte, aber wir belohnen mit einer QSL-Karte nur Empfangsberichte, die die Sendungen und Beiträge von Radio Prag betreffen.

„Die diesjährige QSL-Kartenserie ist ja wohl eher etwas für die männliche Hörerschaft.“

Zum Thema QSL-Karten hat uns auch Stefan Druschke aus Kerpen geschrieben. Zum Bildermotiv der historischen Verkehrsmittel merkt er an:

Straßenbahn T2110 , Foto: Stanislav Peška, ČTKStraßenbahn T2110 , Foto: Stanislav Peška, ČTK „Die diesjährige QSL-Kartenserie ist ja wohl eher etwas für die männliche Hörerschaft, und für mich natürlich auch ein Anreiz, weitere Empfangsberichte zu verfassen und zu versenden. Es gab aber auch schon andere interessante Serien über tschechische Flugzeuge, Eisenbahnen, Landschaften und Kulturstätten, sogar Karten mit Dias habe ich noch in meiner Sammlung aus den späten 70er Jahren, soweit ich mich erinnere. Unter welchen Kriterien werden solche QSL-Serien bei Radio Prag eigentlich für das Folgejahr ausgewählt?

Die Wahl wird in der Produktionsabteilung von Radio Prag getroffen. Wichtig dabei ist, immer etwas ein bisschen Neues zu bringen. Und wie Sie richtig schreiben, die Motive kommen aus verschiedenen Bereichen des heutigen Lebens und der Geschichte Tschechiens. Ein wichtiges Kriterium ist auch die Zugänglichkeit und Qualität der Abbildungen, die auf den Postkarten dargestellt werden. Nicht alle Bilder, die man sich gerne als QSL-Karten vorstellen könnte, stehen für diesen Zweck zur Verfügung.

Und das war es für heute im Hörerforum. Wenn Sie weitere QSL-Karten von uns bekommen wollen, aber auch wenn Sie Fragen, Beschwerden, Wünsche oder Anregungen haben, dann schreiben Sie uns an folgende Adresse: Radio Prag, Vinohradská 12, 120 99 Prag 2, Tschechische Republik. Sie können uns natürlich auch eine E-Mail schicken an: cr@radio.cz. Machen Sie's gut. Auf Wiederhören bis zum nächsten Mal.