Täglicher Nachrichtenüberblick Täglicher Nachrichtenüberblick

29-03-2018 14:46 | Martina Schneibergová

Gelände der Schweinemast in Lety wird dem Staat übergeben

Die Firma Agpi wird am 3. April das Grundstück, auf dem der Schweinemastbetrieb in Lety bei Písek stand, dem Staat übergeben. Bis 16. April bekommt die Firma, die Eigentümer der Schweinefarm war, vom Staat 80 Prozent der Kaufsumme. Diese betrug 450,8 Millionen Kronen (17,6 Millionen Euro). Dies teilte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende von Agpi, Jan Čech, am Donnerstag.

Am Ort, wo die Schweinemast stand, befand sich während des Zweiten Weltkriegs ein Roma-KZ. Das Museum für Roma-Kultur, dessen Vertreter am 3. April auch nach Lety kommen, wird eine Roma-Gedenkstätte in Lety errichten.

Opposition zum Entwurf für Erweiterung der Militäreinsätze im Ausland

Den Vorschlag zur Aufstockung der Zahlen der Soldaten, die sich an den Einsätzen im Ausland in den nächsten zwei Jahren beteiligen werden, soll erst ein Regierungskabinett vorlegen, das das Vertrauen des Abgeordnetenhauses genießt. Das sagten die Vertreter der Bürgerdemokraten, der Partei Top 09 und der Piraten am Donnerstag auf der Sitzung des Verteidigungsausschusses des Abgeordnetenhauses. Auch die Christdemokraten sind einer ähnlichen Meinung.

Die Erweiterung der Militäreinsätze wird von der Partei „Freiheit und direkte Demokratie“ (SPD) kritisiert. Die Kommunisten lehnen Jahre lang die Auslandseinsätze ohne UN-Mandat ab. Die geschäftsführende Verteidigungsministerin Karla Šlechtová (parteilos) unterbreitete den Vorschlag, die Zahl der in Afghanistan, im Irak und in Mali stationierten Soldaten noch in diesem Jahr um etwa 270 aufzustocken.

CzechInvest: Auslandsinvestitionen für Industrie 4.0

Der Staat müsse technologisch hochentwickelte Auslandsinvestitionen bevorzugen, die an die Industrie 4.0 gebunden sind und Mehrwert bringen. Das sagte die neue Generaldirektorin der staatlichen Investitionsagentur CzechInvest Silvana Jirotková am Donnerstag vor Journalisten in Prag.Tschechien solle nicht nur wegen der Zahl der Arbeitsplätze Investoren locken, sondern auch darauf zielen, dass es sich um Beschäftigungsplätze für qualifizierte Arbeitnehmer handle, so Jirotková.

In den ersten Wochen im Amt will sie eine neue Investitionsstrategie ausarbeiten. Die Agentur soll ihr zufolge die Zusammenarbeit dreier Gruppen fördern, und zwar der Auslandsinvestoren, der kleinen und mittleren Firmen aus Tschechien und der Start-Ups.

Maschinenwerke Vítkovice entlassen 550 Angestellte

Die Maschinenwerke Vítkovické strojírny in Nordmähren entlassen mehr als 550 Angestellte. Dies wurde von der Firmenleitung am Donnerstag bekanntgegeben. Laut Angaben von Lubomír Mišun vom Gewerkschaftsverband KOVO reagieren die Arbeitnehmer darauf mit Kündigungen wegen nicht ausgezahlter Löhne. Im Fall, dass sie selbst kündigen, wird das Arbeitsamt ihnen die Löhne kompensieren.

Die Firma mit etwa 600 Beschäftigten hat im März Insolvenz beantragt. Damit steht einer der ehemals wichtigsten Industriebetriebe im Raum Ostrava / Ostrau vor dem Aus. Seit Januar zahlt das Unternehmen keine Löhne mehr aus. Im Unternehmen bleiben nur noch 30 Mitarbeiter eines Liquidationsteams, wie Generaldirektor Bohuslav Fajmon am Donnerstag mitteilte.

Budweiser Bischof Josef Hlouch wird seliggesprochen

Der ehemalige Bischof von České Budějovice / Budweis, Josef Hlouch, kann seliggesprochen werden. Der Vatikan hat dafür seine Zustimmung erteilt, wie der jetzige Bischof von Budweis Vlastimil Kročil mitteilte. Er hat im vergangenen Jahr den Antrag im Vatikan eingereicht.Der Prozess der Seligsprechung beginnt mit einer feierlichen Messe in der Bischofskirche des heiligen Nikolaus in Budweis an diesem Donnerstag.

Hlouch gilt als Symbol des Widerstandes gegen die totalitäre Macht. In den 1950er Jahren wurde er interniert, weil er sich wehrte, ein Amtseid gegenüber der sozialistischen Republik zu leisten. Erst 1968 durfte er in die Diözese von Budweis zurückkehren.

Bohuslav-Martinů-Zentrum bekommt 100 Briefe des Komponisten

Das Bohuslav-Martinů-Zentrum in Polička hat am Donnerstag eine Sammlung von rund 100 Briefen bekommen, die der Komponist seinem Freund Frank Rybka geschrieben hatte. Rybkas Nachkommen, die in den USA leben, entschieden sich die Briefe dem Stadtmuseum in Polička zu schenken. Die Sammlung von Briefen brachte der tschechische Botschafter in den USA, Hynek Kmoníček, am Donnerstag nach Polička.

Die Briefe des Komponisten stammen aus den Jahren 1940 bis 1959. Sie werden Bestandteil der Sammlung von Handschriften des namhaften tschechischen Komponisten in dessen Geburtsstadt sein.

Das Wetter am Karfreitag, den 30. März

Am Karfreitag ist es in Tschechien überwiegend wolkig, im westlichen Teil des Landes am Abend mit Regenschauern. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 9 bis 13 Grad Celsius.