Täglicher Nachrichtenüberblick Täglicher Nachrichtenüberblick

01-09-2017 14:44 | Martina Schneibergová

Lehrerprotest: kritische finanzielle Lage an allen Bildungsstufen

In Tschechien gibt es an allen Bildungsstufen eine kritische finanzielle Lage, die sich noch verschlechtern kann. Dies führte der Rektor der Karlsuniversität, Tomáš Zima, am Freitag in Prag an. Er eröffnete eine Protestversammlung, zu der etwa 500 Menschen, überwiegend Lehrer, in der Betlehem-Kapelle zusammenkamen. Sie unterstützten die Forderungen der Gewerkschaften, die Lehrergehälter in kleineren Städten und Gemeinden sowie die Entlohnung der Hochschullehrer um 15 Prozent aufzustocken.

Falls die Regierungskoalition am Montag die Forderungen nicht erfüllen wird, werden die Lehrergewerkschaften die Streikbereitschaft ausrufen.

Mutmaßlicher Betrug mit EU-Geldern: Parteiführung unterstützt Ano-Chef Babiš

Die Führung der Ano-Partei hat ihren Parteichef Andrej Babiš und Fraktionschef Jaroslav Faltýnek unterstützt. Es gebe keinen Grund zur Aufhebung der Immunität von den beiden Abgeordneten, sagte der stellvertretende Ano-Chef Richard Brabec am Donnerstagabend nach einer Sitzung des Parteiausschusses. Laut ihm ist die Causa politisch motiviert.

Die Polizei hatte in den vergangenen Wochen beantragt, die Immunität beider Abgeordneten aufzuheben. Gegen sie soll wegen mutmaßlichen Betrugs mit EU-Geldern im Fall des Luxus-Ressorts Storchennest weiter ermittelt werden.

Premier als Zeuge im Fall des Kohleförderers OKD

Premier Bohuslav Sobotka (Sozialdemokraten) erklärte, es tue ihm leid, dass im Fall der Privatisierung der Kohleförderfirma OKD nicht derjenige vor Gericht steht, der 1996 darüber entschied, dass der Staat den Mehrheitsanteil an der Firma verloren hatte. Zudem sollten diejenigen vor Gericht gestellt werden, die 2004 „den Kohleförderer um große finanzielle Summen gebracht hatten“, so Sobotka. Das sagte der Premier am Freitag gegenüber den Medien, als er den Gerichtssaal verließ, wo er als Zeuge ausgesagt hat.

Sobotka wollte keine konkreten Namen nennen, er erwähnte jedoch die Regierung von Václav Klaus.

Wirtschaftswachstum liegt bei 4,7 Prozent

Die tschechische Wirtschaft ist im zweiten Quartal dieses Jahres um 4,7 Prozent gewachsen. Dies gab das Statistikamt am Freitag bekannt und korrigierte damit seine Schätzungen vom August.

Laut Analysten handelt es sich um das schnellste Steigerung seit anderthalb Jahren. Zum positiven Konjunkturergebnis trugen vor allem die hohe Investitionsaktivität und der Verbrauch der Haushalte bei. Zudem stieg auch der Verbrauch im Inland.

Budweiser Budvar braut Sonderbier für Papst Franziskus

Die Brauerei Budějovický Budvar wird einen Sondersud für Papst Franziskus brauen. Eine Delegation aus České Budějovice / Budweis wird dem Papst 122 Flaschen Sonderbier bei der Adventaudienz am 13. Dezember bringen. Dies teilte der Sprecher des Bistums in České Budějovice, Miroslav Bina, am Freitag mit.

Für die Brauerei sei es eine Prestigeangelegenheit, erklärte der Sprecher von Budweiser Budvar, Petr Samec. Es sei zum ersten Mal, dass die Brauerei Bier für den Papst braue, so Samec.

In Zlín hatte Kabarettstück „Ovčáček miláček“ Premiere

Im Stadttheater im mährischen Zlín fand am Donnerstag die Premiere des Kabarettstücks „Ovčáček miláček“ statt. Das Stück knüpft an das erfolgreiche „unkorrekte Kabarett“ vom vergangenen Jahr mit dem Titel „Ovčáček čtveráček“ an. Auch das neue Stück nimmt die Polit-Elite aufs Korn. Das Publikum belohnte die Schauspieler mit lange anhaltendem Beifall.

Das Kabarett entstand spontan genauso wie das erste Stück, die Schauspieler hatten nur sechs Proben. Den Großteil des Textes ist aus wirklichen Ansprachen der Politiker, Gesprächen und Tweets zusammengestellt.

Das Wetter am Samstag, den 2. September

Am Samstag ist es in Tschechien überwiegend bedeckt, in Böhmen örtlich und in Mähren und in Schlesien vereinzelt mit Regenschauern. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 14 bis 18 Grad Celsius, in Mähren bei 20 Grad Celsius. In Höhenlagen um 1000 Meter liegen die Höchstwerte bei 9 Grad Celsius.