Täglicher Nachrichtenüberblick Täglicher Nachrichtenüberblick

19-07-2017 14:42 | Till Janzer

Kampf gegen Terrorismus: Visegrad-Staaten wollen mit Israel kooperieren

Die vier Visegrad-Staaten wollen beim Kampf gegen den Terrorismus enger mit Israel zusammenarbeiten. Unter anderem soll eine gemeinsame Arbeitsgruppe dazu gebildet werden. Dies ist das Ergebnis eines Treffens der Regierungschefs aus Tschechien, Polen, Ungarn und der Slowakei mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu in Budapest. Der tschechische Premier Bohuslav Sobotka (Sozialdemokraten) merkte genauso wie Netanjahu an, dass auch die EU als Ganzes und Israel ihre gemeinsamen Beziehungen intensivieren sollten. Dies sei im beiderseitigen Interesse, so Sobotka. Beide Regierungschefs nannten dabei technologische Innovationen als weiteres Feld.

Städte und Gemeinden erhalten künftig mehr von der Mehrwertsteuer

Tschechische Städte und Gemeinden werden wohl künftig wieder mehr Geld von den Mehrwertsteuer-Einnahmen erhalten. Der Senat billigte am Mittwoch eine entsprechende Gesetzesnovelle. Sie muss nur noch von Staatspräsident Zeman unterschrieben werden. Demnach steigt der Anteil der Kommunen an den Einnahmen von derzeit 21,4 auf fast 23,6 Prozent. Insgesamt sind dies 8,5 Milliarden Kronen (knapp 330 Millionen Euro) im Jahr zusätzlich. Im Jahr 2012 hatte die damalige rechtsliberale Regierung den Mehrwertsteuer-Anteil der Städten und Gemeinden heruntergesetzt.

Ex-Präsident Klaus vermutet Zensur in Deutschland

Der ehemalige tschechische Präsident Václav Klaus hat sich über angebliche Zensur in Deutschland beklagt. Demnach sei ein gegenüber der EU und Flüchtlingsquoten kritisches Video des konservativen Politikers auf der deutschen Seite der Plattform Youtube gelöscht worden. Grund dafür sei das neue deutsche Gesetz gegen Hasskommentare im Internet, so eine Sprecherin des Prager Václav-Klaus-Instituts. Das erst kürzlich vom Bundestag beschlossene Gesetz droht Internetkonzernen mit Millionenstrafen, falls sie Hasskommentare auf ihren Seiten nicht konsequent löschen sollten. Die Bestimmung tritt aber erst zum 1. Oktober in Kraft.

Erster direkter Güterzug aus Prag nach China

In Prag ist am Mittwoch der erste direkte Güterzug nach China losgefahren. Ziel ist die Stadt Yiwu im Osten der Volksrepublik. In Zukunft sollen regelmäßig Containerzüge zwischen Tschechien und China verkehren. Yiwu ist der wichtigste Umschlagplatz für Schienengüter aus Europa.

Mit dem aktuellen Zug mit 40 Waggons werden Güter im Wert von fünf Millionen Dollar transportiert. Dazu gehören Autobaukomponenten, Bier, böhmisches Kristall und weitere typisch tschechische Produkte, gaben die Zugbetreiber bekannt. Zudem sind Güter aus anderen EU-Ländern geladen.

Tschechische Polizei hebt Cannabisbande aus

Die tschechische Polizei hat einen internationalen Drogenring zerschlagen. Dabei stellte sie Cannabis-Pflanzen mit einem Schwarzmarktwert von mehr als zwei Millionen Euro sicher. Insgesamt 16 Beschuldigte seien in Untersuchungshaft genommen worden, teilte eine Polizeisprecherin am Dienstag mit. Die Hintermänner stammen den Angaben zufolge aus Ex-Jugoslawien – laut der Polizei handelt es sich dabei um eine neue Entwicklung. Im Großraum Prag wurden demnach elf Cannabis-Plantagen ausgehoben, die mit modernster Technik ausgestattet gewesen seien. In welchem Umfang die Drogen auch nach Deutschland verkauft wurden, war nicht bekannt.

Fußball: Wechsel von Patrik Schick zu Juventus geplatzt

Der tschechische Fußballnationalspieler Patrik Schick wechselt doch nicht von Sampdoria Genua zu Juventus Turin. Wie beide Vereine am Dienstag bekanntgaben, konnten sie sich nicht über die Bedingungen für den Transfer des Stürmers einigen. Patrik Schick gilt derzeit als eines der größten Talente des tschechischen Fußballs. Juventus war bereit, 30 Millionen Euro für den 21-Jährigen zu zahlen. Damit wäre Schick nach Pavel Nedvěd der bisher zweitteuerste tschechische Spieler geworden. Beim Medizincheck wollen die Ärzte in Turin aber bestimmte Unregelmäßigkeiten festgestellt haben.

Das Wetter am Donnerstag, 20. Juli

Am Donnerstag kulminiert die neue Hitzewelle in Tschechien. Meist ist es zunächst sonnig bis heiter, nur in Westböhmen sind schon zu Beginn die Wolken dicht. Im Laufe des Tages zieht es dann auch in anderen Landesteilen zu, mit Schauern und vereinzelt Wärmegewittern. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 29 bis 33 Grad Celsius, in Südmähren örtlich auch bis zu 35 Grad.