Täglicher Nachrichtenüberblick Täglicher Nachrichtenüberblick

02-06-2017 14:25 | Strahinja Bućan

Umweltminister Brabec kritisiert Trump für Kündigung des Klimaabkommens

Umweltminister Richard Brabec (Partei Ano) hat US-Präsident Donald Trump für seine Entscheidung zum Klimaabkommen kritisiert. Dass die USA die Vereinbarungen von Paris aufkündigten, sei unsolidarisch, sagte Brabec in den Inlandssendungen des Tschechischen Rundfunks. Er hoffe aber, dass Washington mittelfristig seine Entscheidung überdenke, so der Umweltminister. Richard Brabec erinnerte daran, dass die Vereinigten Staaten die zweithöchsten Treibhausgasemissionen weltweit haben. Tschechische Umweltorganisationen bezeichneten die Entscheidung Trumps als schlechtes Signal für die internationale Zusammenarbeit beim Klimaschutz.

Fast 200 Staaten hatten sich Ende 2015 in Paris darauf geeinigt, die Treibhausgasemissionen zu senken. Das entsprechende Klimaabkommen wurde mittlerweile von fast 150 Ländern ratifiziert. Neben den USA lehnen nur Syrien und Nicaragua die Übereinkunft ab.

Hamáček: Beispiel Slowakei sollte Tschechen Angst vor Euro nehmen

Die Slowakei zeigt, dass man keine Angst vor dem Euro haben muss. Dies sagte der Präsident des Abgeordnetenhauses, Jan Hamáček (Sozialdemokraten), nach einem Treffen mit seinem slowakischen Amtskollegen Andrej Danko am Freitag. Hamáček verwies auf die Vorteile der Gemeinschaftswährung, vor allem im Hinblick auf die Gefahr in einem Europa mehrerer Geschwindigkeiten abgehängt zu werden. Premier Bohuslav Sobotka (Sozialdemokraten) forderte erst kürzlich, einen Termin für den tschechischen Euro-Beitritt festzulegen.

Posselt: Tschechen sollen selbst über Aufhebung der Beneš-Dekrete entscheiden

Im Vorfeld des Sudetendeutschen Tages in Augsburg hat sich der Bundesvorsitzende der Sudetendeutschen Landsmannschaft, Bernd Posselt, versöhnlich geäußert. Es sei an den Tschechen selbst, über eine Aufhebung der Beneš-Dekrete zu entscheiden, so der CSU-Politiker. Dennoch hoffe er auf aber auf eine Revidierung der Verordnungen. Beim diesjährigen Sudetendeutschen Tag werden Vizepremier Pavel Bělobrádek und Kulturminister Daniel Herman als Vertreter der Christdemokraten vertreten sein. Er verstehe, wenn andere Politiker aus wahltaktischen Gründen von einer Teilnahme absehen, so Posselt.

Statistikamt bestätigt Wirtschaftswachstum von 2,9 Prozent

Die tschechische Wirtschaft ist im ersten Quartal dieses Jahres um 2,9 Prozent gewachsen. Dies gab das Statistikamt am Freitag bekannt und bestätigte damit seine Schätzungen von Mitte Mai. Gegenüber dem letzten Quartal 2016 bedeutete dies ein Plus von 1,3 Prozent. Eine ähnlich hohe Steigerung hatte es zuletzt vor zwei Jahren gegeben. Zum positiven Konjunkturergebnis trug laut den Statistikern vor allem die Nachfrage aus dem Ausland bei. Zudem stieg auch der Verbrauch im Inland.

Regierungsbericht: Tschechien fehlen weiter Kindergartenplätze

In Tschechien fehlen weiter Kindergartenplätze. Im aktuellen Schuljahr haben die vorschulischen Einrichtungen insgesamt 32.000 Aufnahmeanträge abgelehnt, wie aus dem neuen Regierungsbericht über die Gleichstellung von Frauen und Männern hervorgeht. Vor vier Jahren hatte es noch etwa doppelt so viele Ablehnungen gegeben. Dennoch bezeichnete der Bericht die aktuelle Ziffer als zu hoch angesichts der Tatsache, dass die Kinder geburtenstarker Jahrgänge mittlerweile auf die Schulen wechselten. Derzeit gehen rund 363.000 Kinder hierzulande in Kindergärten.

Tschechischer Fußballverband wählt neuen Vorsitzenden

Der tschechische Fußballverband will am Freitag bei seiner Generalversammlung eine neue Führung bestimmen. Dies war nötig geworden, da der bisherige Vorsitzende, Miroslav Pelta, wegen dem laufenden Fördergeld-Skandal in Untersuchungshaft sitzt. Als heißeste Anwärter auf den Posten gelten die Funktionäre Petr Fousek, Martin Malík und Libor Duba.

Das Wetter am Samstag, den 3. Juni

Am Samstag bleibt es weitgehend sonnig und wolkenlos in Tschechien. Nur im Südwesten des Landes zieht es gegen Abend hin zu und es kann zu Schauern und Gewittern kommen. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 24 bis 28 Grad Celsius.