Täglicher Nachrichtenüberblick Täglicher Nachrichtenüberblick

06-01-2016 19:24 | Markéta Kachlíková

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Tschechien verurteilt Nordkoreas mutmaßlichen Atomtest

Das tschechische Außenministerium hat den mutmaßlichen nordkoreanischen Atomtest scharf verurteilt. Sollte die Information bestätigt werden, dass Nordkorea tatsächlich eine Wasserstoffbombe getestet hat, würde es sich um eine klare Verletzung internationaler Verpflichtungen Nordkoreas handeln, heißt es in einer Stellungnahme des Ministeriums vom Mittwoch. Der angebliche Test sei eine unverantwortliche und beklagenswerte Tat, die die Stabilität und den Frieden vor allem auf der Koreanischen Halbinsel, aber auch in der ganzen Region ernsthaft gefährde, so das auswärtige Amt.

Tschechien schickt Hilfsgüter nach Griechenland

Tschechien schickt dringend benötigte Hilfsgüter für Flüchtlinge nach Griechenland. Mehrere Lastwagen mit insgesamt 2000 Decken, 500 Feldbetten, 2000 Schlafsäcken und 40 Öfen fuhren am Mittwoch in der mährischen Metropole Brno / Brünn los. Der Konvoi soll bis Ende der Woche nach mehr als 2000 Kilometern ein Verteillager bei Athen erreichen. Das teilte eine Sprecherin der Feuerwehr mit. Tschechien hat wegen der Flüchtlingswelle bereits humanitäre Hilfe nach Ungarn, Slowenien, Kroatien und Mazedonien geschickt.

Präsident Zeman und Kardinal Duka kommen zum Dreikönigstreffen zusammen

Der Staatspräsident Miloš Zeman und der Prager Erzbischof, Kardinal Dominik Duka haben sich am Dreikönigstag zu einem traditionellen gemeinsamen Mittagsessen getroffen. Beim Gespräch wurden unter anderem Details eines Abkommens über die Ausgabe mancher Gebäude auf der Prager Burg an die katholische Kirche besprochen. Dieses soll schon bald unterzeichnet werden, hieß es nach dem Treffen. Im Rahmen der Restitution erhält die Kirche den Gebäudekomplex der Neuen Propstei sowie das romanische St.-Georgskloster. Die romanische Basilika des hl. Georg bleibt weiterhin im Besitz des Staates.

Tschechische Soldaten in Afghanistan für „Einsatz gegen den Feind“ geehrt

Fünf tschechische Soldaten, die derzeit einen Auslandseinsatz in Afghanistan durchführen, sind vor Ort für ihren „Kampfkontakt mit dem Feind“ ausgezeichnet worden. Der Zwischenfall ereignete sich am 30. November in unmittelbarer Nähe des Stützpunktes Bagram in der afghanischen Provinz Parwan. Beim Wachdienst fuhr das Quintett mit seinem Militärfahrzeug auf eine mit Schrecksprengstoff präparierte Anlage auf. Das Auto wurde beschädigt, von den Soldaten aber hat sich niemand verletzt, sagte der Sprecher des Generalstabs der Tschechischen Armee, Jan Šulc, am Dienstag. Den Informationen des Sprechers zufolge haben die Soldaten ihre Auszeichnung schon im Dezember erhalten. Sie wurde ihnen vom Befehlshaber der amerikanischen TF-Einheit Matthew Y. McCulley überreicht. Dabei würdigte der US-Militär die Professionalität, mit der die tschechischen Soldaten ihren Dienst verrichtet hätten.

Zollverwaltung erreicht höchsten Verbrauchssteuer-Ertrag seit 1993

Die Zollverwaltung hat im vergangenen Jahr 148 Milliarden Kronen (5,48 Milliarden Euro) an Verbrauchssteuer eingetrieben. Das ist um neun Milliarden Kronen mehr als im Vorjahr. Dies ist gleichzeitig der höchste Verbrauchssteuer-Ertrag seit der Gründung der selbständigen Tschechischen Republik 1993, führte die Steuerverwaltung in einem Pressebericht am Mittwoch an.

Senat unterstützt Krankengeld in den ersten drei Tagen der Arbeitsunfähigkeit

Die Arbeitnehmer, die krank werden, sollen künftig von ihrem Arbeitgeber erneut auch während der ersten drei Tage ihrer Arbeitsunfähigkeit entgeltet werden. Der Senat hat am Montag der Wiederaufnahme von Krankengeldzahlungen in erster Lesung zugestimmt. Als Ersatz dafür sollen die Firmen niedrigere Summen in die Krankenversicherung zahlen. Damit wird in einer Novelle des Arbeitsgesetzbuches gerechnet, die von den Sozialdemokraten vorgelegt wurde. Laut dem gültigen Krankenversicherungsgesetz, das 2009 in Kraft trat, wird erst ab dem 4. Tag der Arbeitsunfähigkeit das Krankengeld ausgezahlt.

Schriftsteller Petr Šabach wird mit Karel-Čapek-Preis geehrt

Der Buchautor Petr Šabach wird mit dem Karel-Čapek-Preis für das Jahr 2016 ausgezeichnet. Den Preis – eine Bronzeplastik des großen tschechischen Schriftstellers in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts – wird Šabach am Donnerstag in der Residenz des Prager Oberbürgermeisters entgegennehmen. Die Auszeichnung wird zum wiederholten Male vom Tschechischen Zentrum des internationalen PEN-Klubs in Prag vergeben. Die Jury hat Šabach den Preis zugesprochen, weil es der Schriftsteller in seinen Werken wie kein Zweiter verstehe, eine Brücke zu bauen zwischen seinen eigenen Äußerungen und den Gedanken seiner Leser, hieß es.

Winterwetter: Verletzte Kinder nach Busunglück in Tschechien

Neue Schneefälle haben in Tschechien zahlreiche Verkehrsunfälle ausgelöst. Ein mit rund 40 Kindern und Jugendlichen aus Weißrussland besetzter Reisebus kam im Norden des Landes von einer Landstraße ab und stürzte eine Böschung hinab. Beim Unglück wurden 13 Kinder und eine Frau leicht bis mittelschwer verletzt. Ein 15-jähriger Junge musste allerdings von den Rettungskräften vor Ort wiederbelebt und danach mit einem Hubschrauber in kritischem Zustand ins Krankenhaus gebracht werden, wie die Agentur ČTK am Mittwoch berichtete. Die Polizei ging von zu hoher Geschwindigkeit als Unfallursache aus. Vielerorts sorgte das Winterwetter für Behinderungen. Auf der Autobahn D10 bei Turnov (Turnau) blockierte ein umgestürzter Lastwagen stundenlang die Fahrbahn. In der Nähe von Prag blieb ein Auto nach einer Kollision mit einem anderen Fahrzeug auf einem Bahnübergang liegen. Die schwangere Fahrerin wurde mit Prellungen in eine Klinik gebracht, wie die Rettungskräfte mitteilten.

Tschechischer Skifahrer von Lawine in französischen Alpen getötet

Bei Lawinenabgängen in den französischen Alpen sind am Dienstag zwei Männer getötet worden – ein 37-jähriger Spanier und ein 30-jähriger Tscheche. Beide Skifahrer waren abseits der markierten Pisten unterwegs. Den Tschechen hat die Lawine in Saint-Colomban-des-Villards unweit des Wintersportzentrums Sybelles erfasst. Er konnte nur noch tot geborgen werden. Allein im Skigebiet von Courchevel, wo der Spanier tödlich verunglückte, musste der Bergrettungsdienst am Dienstag zu acht Lawinen ausrücken. Im vergangenen Winter sind in den Lawinen der Savoyer Alpen 45 Menschen gestorben.

Eishockey: Elfmaliger Champion Bronislav Danda verstorben

Das tschechische Eishockey hat einen großen Meister seines Fachs verloren. Im Alter von 85 Jahren ist am Silvestertag 2015 in Brno / Brünn der ehemalige Nationalspieler und spätere Trainer Bronislav Danda nach längerer Krankheit gestorben. Danda gehörte zu den schnellsten tschechoslowakischen Stürmern seiner Zeit, mit seinem Club Roter Stern (später ZKL) Brünn hat er elf nationale Meistertitel gewonnen. Danda nahm an sechs Weltmeisterschaften (1952-1956 und 1960) sowie an drei olympischen Turnieren (1952, 1956, 1960) teil. Er bestritt 80 Länderspiele, in denen er 45 Tore erzielte.

Danda wurde 1930 in der Elbestadt Hradec Králové / Königgrätz geboren. Seine Eishockey-Karriere begann er 1944 im benachbarten Pardubice, bevor er 1951 nach Brünn zu Zbrojovka und zwei Jahre darauf zu Roter Stern wechselte. Beim späteren Serienmeister bildete er mit Vlastimil Bubník und Slavomír Bartoň (später Václav Pantůček) eine starke Angriffsreihe, die von jedem Gegner gefürchtet wurde. Seine Spielerkarriere beendete er 1968/69 beim italienischen HC Auronzo. Nach seiner aktiven Zeit arbeitete Danda als Trainer in Brünn, in Italien und Jugoslawien. Zudem war er ein ganz passabler Fußballer. Für Brünn absolvierte er 20 Erstligaspiele, erzielte drei Tore und bestritt eine Begegnung im europäischen Wettbewerb der Pokalsieger.

Rallye Dakar: Tscheche Kolomý gewinnt erstmals Etappe in Lkw-Wertung

Der Tscheche Martin Kolomý hat zum ersten Mal in seiner Rennfahrer-Karriere eine Etappe der berühmten Rallye Dakar gewonnen. Mit seinem Tatra war er am Dienstag der Schnellste in der Lkw-Wertung. Der dritte Tagesabschnitt, den er als Sieger beendete, hatte das Peloton in Argentinien über 350 Kilometer von Termas de Rio Hondo nach San Salvador de Jujuy geführt. Kolomý verbesserte sich damit in der Lkw-Gesamtwertung auf den siebten Platz, er hat etwas über zehn Minuten Rückstand auf den führenden Niederländer Hans Stacey, der auf MAN unterwegs ist. Nur einen Platz hinter Kolomý liegt sein Landsmann Aleš Loprais, der einen Lkw Iveco fährt.

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