Was fällt Ihnen zu Tschechien ein? Haben Sie Tschechien besucht, und was waren Ihre Eindrücke? Wer ist Ihr liebster Tscheche oder Ihre liebste Tschechin? Schildern Sie uns Ihre Erlebnisse und Gedanken!
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Tschechien hat mir wirklich sehr gefallen!

Illustrationsfoto: StockSnap, Pixabay / CC0Illustrationsfoto: StockSnap, Pixabay / CC0 Meine Frau und ich sind 2013 das erste Mal ins Ausland gefahren, und wir haben uns gleich für Tschechien entschieden. Damals war es in Russland sehr beliebt, eine Reise nach Thailand, Ägypten oder in die Türkei zu buchen. Wir wollten aber etwas sehen, das viel schöner und unserem Herzen viel näher war. So haben wir uns dann auf den Weg nach Tschechien gemacht.
Gleich nach unserer Ankunft ist uns ins Auge gesprungen, dass alle Straßen trotz des Regens sauber und in gutem Zustand waren. Auch nach einer Woche waren unsere Schuhe nicht schmutzig. Es war April, und das Wetter wurde von Tag zu Tag besser – bei uns lag zu der Zeit ja immer noch Schnee. Die Luft duftete in Tschechien.
Die Menschen hierzulande schienen uns freundlich, warmherzig und höflich. Uns wunderte nur ein bisschen, dass sie auch bei Temperaturen von 10 oder 12 Grad Celsius in Shorts, Unterhemden oder T-Shirts umherliefen.
Da ich Bauingenieur und Projektant bin, war ich von der Prager Architektur begeistert. Unser Urlaub in Tschechien war phantastisch, wir haben ihn sehr genossen. Gerne würden wir irgendwann nach Prag zurückkommen und uns die Dinge anschauen, die wir damals verpasst haben. Hoffentlich schaffen wir das schon bald.

Igor Wiktorowitsch Rodenko, Russland

 

Gemeindehaus in Prag (Foto: Thomas Ledl, CC BY-SA 4.0)Gemeindehaus in Prag (Foto: Thomas Ledl, CC BY-SA 4.0) Prag ist eine Stadt, in der die Kunst allgegenwärtig ist – vom Jugendstil, über den Kubismus bis hin zum Rondokubismus… Das ist das Erste, was mir zu Prag einfällt. Tschechien kann wirklich stolz darauf sein, in allen Bereichen große Künstler hervorgebracht zu haben. Außerdem bietet Prag ein angenehmes Lebensgefühl und viel Geselligkeit. Leider bin ich nur wenig aufs tschechische Land gefahren. Wenn ich es aber doch einmal geschafft habe, dann war ich begeistert von der wunderschönen Landschaft und den freundlichen Menschen.

Michel Appriou, Frankreich

 

Monique Rigault (Foto: Archiv von Monique Rigault)Monique Rigault (Foto: Archiv von Monique Rigault) Bevor wir das erste Mal in die Tschechoslowakei gefahren sind, hat mir meine Mutter vom „Heidelbeeren-Kämmen“ erzählt. Ich war damals noch ein kleines Mädchen, kann mich aber noch ganz gut daran erinnern. Tatsächlich wurden hier die Heidelbeeren mit Kämmen vom Strauch geholt, das kam mir wirklich komisch vor. Nach meinem ersten Besuch im Jahr 1965 kannte ich eigentlich nur Prag, diese zauberhaft schöne Stadt mit ihren vielen Türmen und düsteren Denkmälern. Ich habe die Karlsbrücke und die Moldau gesehen und hatte dabei die gleichnamige Symphonie von Smetana im Ohr.
Ich bin erst 2010 wieder nach Prag gekommen. Da glänzte die Stadt schon wieder nach den ganzen Renovierungen und hatte sich zugleich ihren alten architektonischen Charme bewahrt. Bei diesem Besuch wollte ich wieder mit meinen Cousins hier in Kontakt kommen und Mariánské Lázně / Marienbad erkunden. Seitdem habe ich immer wieder das Bild dieser Kurstadt im Kopf und der bunt beleuchtenden und singenden Springbrunnen dort. Ebenso erinnere ich mich gern an die Waldspaziergänge mit meiner Familie und wie schnell wir dabei viele Pilze gefunden haben.
Monique Rigault (Foto: Archiv von Monique Rigault)Monique Rigault (Foto: Archiv von Monique Rigault) Ich denke aber auch oft daran, was ich noch gerne alles entdecken würde in Tschechien. Zum Beispiel das Riesengebirge oder die merkwürdigen Felsen aus den Filmen „Wie man einem Wal den Backenzahn zieht“ und „Wie man den Vater in die Besserungsanstalt bekommt“ von Marie Poledňáková. Seit ich das wunderbare Buch „Wie ich den Fischen begegnete“ von Ota Pavel gelesen habe, träume ich auch immer mehr von den tschechischen Dörfern. Man sagt ja von dem Buch, dass es wie kein anderes die tschechische Seele spiegle. Ich habe das Gefühl, dass mich die Lektüre dem Leben und der Seele meiner Vorfahren nähergebracht hat. Diese sind für mich immer noch große Fragezeichen. Ich weiß nur so viel, dass mein Großvater im Ersten Weltkrieg irgendwo auf den Schlachtfeldern Frankreichs ums Leben gekommen ist.
In mir wird der Wunsch immer größer, den Kontakt mit dem tschechischen Teil meiner Familie zu pflegen. Die Sprachbarriere ist zwar immer noch groß, aber ich arbeite fleißig an meinem Tschechisch. Auf jeden Fall muss ich in diesem Jahr wieder hierher kommen.

Monique Rigault, Frankreich

 

Hugo Longhi vor dem „Tanzenden Haus“ (Foto: Archiv von Hugo Longhi)Hugo Longhi vor dem „Tanzenden Haus“ (Foto: Archiv von Hugo Longhi) Wie sieht es mit einem kleinen Tänzchen in Prag aus?
Dazu reicht es auch, durch die ganzen herrlichen Straßen und Gassen der Hauptstadt zu schlendern. Im Reiseführer steht, dass dieses Gebäude hier „Tanzendes Haus“ heißt, auf Spanisch also La Casa Danzante. Für mich, genauso wie für viele Tschechen, werden das aber immer Ginger und Fred bleiben.
Jeder kommt bei einem Spaziergang entlang der Moldau an dieser schönen und originellen Silhouette vorbei. Dieses Gebäude weckte schon immer meine Phantasie. Er hält sie in der Hüfte und dreht sie wie einen Kreisel. Die Musik dazu kann sich jeder selbst auswählen, denn sie ist aus jedem Prager Fenster zu hören.
Ich konnte es einfach nicht lassen, das Gebäude aus allen möglichen Winkeln zu fotografieren. Leider habe ich es noch nie von innen gesehen, das bleibt mir für meinen nächsten Besuch. Das will ich aber jedem ans Herz legen, der in der nächsten Zeit in Prag ist.

Hugo Longhi, Argentinien

 

Mácha-See (Foto: CzechTourism)Mácha-See (Foto: CzechTourism) Seit mehr als zwanzig Jahren fahre ich regelmäßig in den Urlaub nach Tschechien. Erst mit der Familie zum Camping an den Mácha-See und seit 2013 mindestens einmal im Jahr nach Prag und von dort kreuz und quer mit dem Zug durch Tschechien. Beeindruckt hat mich am meisten die abwechslungsreiche Landschaft. Außerdem sind Städte wie Hradec Králové, České Budějovice, Liberec und Plzeň immer eine Reise wert. Ich habe bei den Ausflügen die Tschechen als lebenslustige, freundliche und sehr herzliche Menschen kennen gelernt, die meine spärlichen Sprachkenntnisse trotzdem hoch anrechneten und immer mit einem Lächeln quittierten. Vieles gibt es noch zu entdecken und deswegen freue ich mich auf viele Tage und Wochen in diesem bezaubernden Land.

David Karlick, BRD

 

Foto: Archiv des Tschechischen Rundfunks - Radio PragFoto: Archiv des Tschechischen Rundfunks - Radio Prag „Ich habe Prag seit 2011 mehr als 20 Mal besucht – entweder auf dem Weg in die Slowakei oder um Tschechien zu bereisen. Ich mag Prag. Oft bin ich bei meinen Besuchen in unterschiedlichen Unterkünften, um verschiedene Teile der Stadt zu erkunden. Ich fahre viel mit der Metro und möchte die Bereiche besuchen, die ich bisher verpasst habe. Mittlerweile helfe ich anderen Touristen am Flughafen oder auf dem Weg in die Stadt, wenn sie sich nicht orientieren können. Prag-Besucher sollten auch eine Fahrt nach Olmütz, Liberec oder Budweis in Betracht ziehen! Toll finde ich, dass Katzencafés im Kommen sind. Sieben solche Cafés habe ich bereits gefunden – ich hoffe, es werden noch mehr in diesem Jahr!"
Nigel

 

Prag (Foto: Ondřej Tomšů)Prag (Foto: Ondřej Tomšů) „Ich war während des Colleges für ein halbes Jahr in Prag. Das war noch einige Jahre, bevor Tschechien ein eigenständiger Staat wurde. Ich habe sofort alles hier liebgewonnen. Die Menschen, das Essen, das Bier, die Kunst, die Geschichte – alles hat mich tief berührt. Bis heute träume ich häufig von Prag und möchte an diesen für mich liebsten Platz der Erde zurückkehren. Ich spüre eine enge Verbundenheit mit dem Land und seinen Leuten. Ein Stück meines Herzens wird immer dort sein.“
Avery Kennedy, US-Marinepilot

 
„Ich denke, niemand kann so herzlich lachen wie die Tschechen“, Gjurses Siderov, Bulgarien.

Gjurses Siderov (Foto: Klára Stejskalová)Gjurses Siderov (Foto: Klára Stejskalová)

 
„Dass man sich in der Öffentlichkeit schnäuzt, hat mich in Tschechien geschockt“, Pascal Rakatomizao, Madagaskar.

Pascal Rakotomizao, foto: Klára StejskalováPascal Rakotomizao, foto: Klára Stejskalová

 
„Wir lieben Prag. Moskau ist eine Megapolis, eine wilde Stadt, die viel Energie kostet. Hier ist es ruhig, die Menschen sind angenehm, die Seele kann ausruhen“, Maxim Fjodorow, Russland.

Maxim Fjodorow (Foto: Klára Stejskalová)Maxim Fjodorow (Foto: Klára Stejskalová)

 
„Die Tschechen sind ruhige, pragmatisch denkende Menschen, die sich keine Sorgen um Details machen. Und sie sind auch aufrichtig“, Carlos Sarbona, Spanien.

Carlos Arbona (Foto: Klára Stejskalová)Carlos Arbona (Foto: Klára Stejskalová)

Ab Sonntag bis zum darauf folgenden Samstag können Sie abstimmen, welcher Song aus der Woche Ihnen am meisten gefallen hat. (mehr...)