Archiv: Wirtschaft | Industrie Industrie
Tschechischer Mohn leidet am befleckten Ruf: Panscher verderben das Geschäft
Tschechischer Mohn ist ein Qualitätserzeugnis erster Güte. Nicht von
ungefähr ist Tschechien der weltweit größte Exporteur von
Lebensmittelmohn. Doch das kann sich schon sehr bald ändern, auch weil der
Ruf des hierzulande gezüchteten Mohns zuletzt großen Schaden genommen
hat. Der Rückgang der Qualität ist offensichtlich auf windige
Geschäftsleute zurückzuführen, die dem Lebensmittelmohn immer öfter den
billigeren, so genannten technischen Mohn beimischen. mehr...
Mehr Atom, weniger Abhängigkeit: Neues tschechisches Energiekonzept vorgestellt
Bisher geisterten immer wieder Zahlen und Angaben aus dem Energiekonzept
der Regierung Nečas durch die Medien. Am Dienstag hat Industrie- und
Handelsminister Martin Kuba das neue Energiekonzept offiziell der
Öffentlichkeit vorgestellt, Ende August soll es bei einer
Regierungssitzung besprochen werden. In der Zukunft soll der Anteil der
Kernkraft am Energiemix verdoppelt und die Förderung der erneuerbaren
Energien spürbar zurückgefahren werden. mehr...
Tschechisch-russische Handelsbeziehungen wieder im Aufwind
Die zurückliegende Wirtschaftskrise hat auch den Handel der Tschechischen
Republik mit Russland beeinträchtigt. Nach zweijähriger Stagnation aber
haben beide Länder den bilateralen Ex- und Import wieder angekurbelt.
Maßgeblich zu dieser Aufwärtsentwicklung beigetragen hat die Tatsache,
dass Russland am 16. Dezember vorigen Jahres der Welthandelsorganisation
(WTO) beigetreten ist. Auf dem russischen Markt ist andererseits aber auch
die Konkurrenz für die tschechischen Firmen gewachsen. mehr...
RWE-Manager: Nationale Energiepolitiken stehen grundlegender Energieversorgung im Weg
Durch deutschen Ökostrom, der auf dem Weg von den Windrädern im Norden
nach Süddeutschland auch durch das tschechische Netz geleitet wird, war es
in jüngerer Vergangenheit wiederholt zu einer Netz-Überlastung in
Tschechien gekommen. Politiker in Tschechien malten deshalb auch schon
einmal die Gefahr eines Black-outs an die Wand. Bundeskanzlerin Angela
Merkel versicherte aber bei ihrem jüngsten Prag-Besuch, dass Deutschland
dem Nachbarland bei der Stärkung seines Hochspannungsnetzes helfen werde.
Mit E.ON und RWE sind zwei starke deutsche Energiekonzerne zudem schon
länger auf dem tschechischen Markt. Und auf einer Konferenz in Prag wurde
auch darüber debattiert, worin die eigentlichen Probleme in der
europäischen Energieversorgung der Gegenwart liegen. mehr...
Mehrere Baufirmen in Tschechien kämpfen ums nackte Überleben
Das tschechische Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im vergangenen Jahr im
Vergleich zum Vorjahr 2010 um 1,7 Prozent gestiegen. Einen großen Anteil
daran hatte die verarbeitende Industrie, die einen Zuwachs von 9,8 Prozent
verzeichnete. Im Gegensatz dazu wies das Bauwesen ein Minus von 7,1 Prozent
gegenüber dem Vorjahr aus. Die Baubranche ist bereits seit drei Jahren im
Abwärtstrend. mehr...
Vierter Netzbetreiber und virtuelle Anbieter sollen Telefonkosten senken helfen
In Tschechien ist das Telefonieren am teuersten in Europa. Das will der
Minister für Industrie und Handel, Martin Kuba, ändern. Um das Ziel zu
erreichen, sollen ein vierter Mobilfunkbetreiber und so genannte virtuelle
Mobilfunkanbieter auf den Markt drängen. Zudem sollen Sendefrequenzen auf
einer Auktion zu Jahresende versteigert werden. mehr...
Hartes Jahr für Arbeitnehmer: 2012 sollen Löhne kaum steigen und Entlassungen drohen
Die Erschütterungen der letzten Jahre – angefangen mit der Bankenkrise
bis hin zur Schuldenkrise in der Eurozone – haben die tschechische
Politik und Wirtschaft sensibilisiert. Am Montag verkündete die Regierung,
wegen ausbleibenden Wirtschaftswachstums für dieses und das nächste Jahr
Haushaltseinsparungen in Milliardenhöhe vorzunehmen. In der Wirtschaft
wiederum will einer Umfrage zufolge jede elfte Firma in diesem Jahr
Arbeitnehmer entlassen. Und die von den Beschäftigten erhofften
Lohnerhöhungen wird es wohl auch nicht geben. mehr...
Regierung plant höhere Mehrwertsteuer und Stopp der Rentenanpassung
Die tschechische Regierung sorgt sich wieder einmal um den Haushalt. Nun
sollen zwei Sparmaßnahmen dazu beitragen, dass das Haushaltsdefizit in den
nächsten zwei Jahren unter drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts bleibt:
eine weitere Erhöhung der Mehrwertsteuer sowie eine Beschränkung der
Rentenanpassung. Darauf haben sich die Minister der wirtschaftlichen
Ressorts am Montag geeinigt. Für das laufende Jahr 2012 wurden bereits
Kürzungen bei den Ausgaben beschlossen. mehr...
Stromnetze: Tschechien überlegt von Deutschland Transitgebühren zu verlangen
Seit vielen Jahren schon kritisieren tschechische Politiker, dass das
Energienetz ihres Landes immer wieder Strom aus deutschen Windkraftwerken
aufnehmen muss und dabei an seine Belastungsgrenzen gerät. Nach
tschechischen Berechnungen sollen diese Fälle noch zugenommen haben, seit
im Nachbarland der Atomausstieg eingeleitet wurde. Hintergrund ist, dass
Deutschland selbst beim Ausbau seines Stromnetzes nicht hinterherkommt. Im
Herbst hatten die Politiker in Prag deswegen den Einbau so genannter
Phasenschieber erwogen. Doch nun gibt es eine neue Idee. mehr...
Experte Papež: Tourismus wird in Tschechien leider zu gering geschätzt
Die Erhöhung des unteren Mehrwertsteuersatzes zu Beginn des Jahres hat
viele Wirtschaftszweige getroffen. Auch die Tourismusbranche fürchtet
größere Absatzschwierigkeiten als zuletzt. Die Reisebüros, Hoteliers,
Restaurantbesitzer und Eventveranstalter in Tschechien sind aber nicht nur
deshalb von ihrer Regierung enttäuscht. Sie hadern mit der
stiefmütterlichen Behandlung durch die Politik. Und sie können nicht
verstehen, dass nichts gegen den Sinkflug der staatlichen Fluggesellschaft
ČSA unternommen wird. Über diese und andere Sorgen der Tourismusbranche
hat Radio Prag mit dem Vizechef der Assoziation der Reisebüros beim
Tourismusverband (ACK SOCR), Jan Papež, gesprochen. mehr...
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