Archiv: Wirtschaft | Industrie Industrie
RWE-Manager: Nationale Energiepolitiken stehen grundlegender Energieversorgung im Weg
Durch deutschen Ökostrom, der auf dem Weg von den Windrädern im Norden
nach Süddeutschland auch durch das tschechische Netz geleitet wird, war es
in jüngerer Vergangenheit wiederholt zu einer Netz-Überlastung in
Tschechien gekommen. Politiker in Tschechien malten deshalb auch schon
einmal die Gefahr eines Black-outs an die Wand. Bundeskanzlerin Angela
Merkel versicherte aber bei ihrem jüngsten Prag-Besuch, dass Deutschland
dem Nachbarland bei der Stärkung seines Hochspannungsnetzes helfen werde.
Mit E.ON und RWE sind zwei starke deutsche Energiekonzerne zudem schon
länger auf dem tschechischen Markt. Und auf einer Konferenz in Prag wurde
auch darüber debattiert, worin die eigentlichen Probleme in der
europäischen Energieversorgung der Gegenwart liegen. mehr...
Mehrere Baufirmen in Tschechien kämpfen ums nackte Überleben
Das tschechische Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im vergangenen Jahr im
Vergleich zum Vorjahr 2010 um 1,7 Prozent gestiegen. Einen großen Anteil
daran hatte die verarbeitende Industrie, die einen Zuwachs von 9,8 Prozent
verzeichnete. Im Gegensatz dazu wies das Bauwesen ein Minus von 7,1 Prozent
gegenüber dem Vorjahr aus. Die Baubranche ist bereits seit drei Jahren im
Abwärtstrend. mehr...
Vierter Netzbetreiber und virtuelle Anbieter sollen Telefonkosten senken helfen
In Tschechien ist das Telefonieren am teuersten in Europa. Das will der
Minister für Industrie und Handel, Martin Kuba, ändern. Um das Ziel zu
erreichen, sollen ein vierter Mobilfunkbetreiber und so genannte virtuelle
Mobilfunkanbieter auf den Markt drängen. Zudem sollen Sendefrequenzen auf
einer Auktion zu Jahresende versteigert werden. mehr...
Hartes Jahr für Arbeitnehmer: 2012 sollen Löhne kaum steigen und Entlassungen drohen
Die Erschütterungen der letzten Jahre – angefangen mit der Bankenkrise
bis hin zur Schuldenkrise in der Eurozone – haben die tschechische
Politik und Wirtschaft sensibilisiert. Am Montag verkündete die Regierung,
wegen ausbleibenden Wirtschaftswachstums für dieses und das nächste Jahr
Haushaltseinsparungen in Milliardenhöhe vorzunehmen. In der Wirtschaft
wiederum will einer Umfrage zufolge jede elfte Firma in diesem Jahr
Arbeitnehmer entlassen. Und die von den Beschäftigten erhofften
Lohnerhöhungen wird es wohl auch nicht geben. mehr...
Regierung plant höhere Mehrwertsteuer und Stopp der Rentenanpassung
Die tschechische Regierung sorgt sich wieder einmal um den Haushalt. Nun
sollen zwei Sparmaßnahmen dazu beitragen, dass das Haushaltsdefizit in den
nächsten zwei Jahren unter drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts bleibt:
eine weitere Erhöhung der Mehrwertsteuer sowie eine Beschränkung der
Rentenanpassung. Darauf haben sich die Minister der wirtschaftlichen
Ressorts am Montag geeinigt. Für das laufende Jahr 2012 wurden bereits
Kürzungen bei den Ausgaben beschlossen. mehr...
Stromnetze: Tschechien überlegt von Deutschland Transitgebühren zu verlangen
Seit vielen Jahren schon kritisieren tschechische Politiker, dass das
Energienetz ihres Landes immer wieder Strom aus deutschen Windkraftwerken
aufnehmen muss und dabei an seine Belastungsgrenzen gerät. Nach
tschechischen Berechnungen sollen diese Fälle noch zugenommen haben, seit
im Nachbarland der Atomausstieg eingeleitet wurde. Hintergrund ist, dass
Deutschland selbst beim Ausbau seines Stromnetzes nicht hinterherkommt. Im
Herbst hatten die Politiker in Prag deswegen den Einbau so genannter
Phasenschieber erwogen. Doch nun gibt es eine neue Idee. mehr...
Experte Papež: Tourismus wird in Tschechien leider zu gering geschätzt
Die Erhöhung des unteren Mehrwertsteuersatzes zu Beginn des Jahres hat
viele Wirtschaftszweige getroffen. Auch die Tourismusbranche fürchtet
größere Absatzschwierigkeiten als zuletzt. Die Reisebüros, Hoteliers,
Restaurantbesitzer und Eventveranstalter in Tschechien sind aber nicht nur
deshalb von ihrer Regierung enttäuscht. Sie hadern mit der
stiefmütterlichen Behandlung durch die Politik. Und sie können nicht
verstehen, dass nichts gegen den Sinkflug der staatlichen Fluggesellschaft
ČSA unternommen wird. Über diese und andere Sorgen der Tourismusbranche
hat Radio Prag mit dem Vizechef der Assoziation der Reisebüros beim
Tourismusverband (ACK SOCR), Jan Papež, gesprochen. mehr...
Marketingprojekt SVV öffnet tschechischen Firmen Tür zu den Weltmärkten
Es ist ein offenes Geheimnis: Die tschechische Wirtschaft ist stark
exportorientiert, ein großer Teil der Ausfuhren geht in die Länder der
Europäischen Union. Um sich aber im internationalen Konkurrenzkampf
behaupten zu können, müssen die tschechischen Firmen und Unternehmer
wiederholt auf sich und ihre Qualitätsprodukte aufmerksam machen. Dazu
hilft ihnen das Projekt „Gemeinsame Teilnahme an spezialisierten Messen
und Ausstellungen im Ausland“, das vom Ministerium für Industrie und
Handel, der staatlichen Agentur CzechTrade und der nationalen Handelskammer
betreut wird. mehr...
MUS-Affäre: Tschechien wartet vorerst Schweizer Berufungsentscheid ab
In Fragen der internationalen Gerichtsbarkeit hat Tschechien offensichtlich
immer noch Nachholbedarf. Seit ihrer Gründung vor 19 Jahren hat die junge
Republik bei internationalen Schiedsgerichten schon mehrere Verfahren
verloren, und auch in einem neuen Fall glänzt die tschechische Justiz
nicht gerade mit Bestnoten. Die Rede ist von der der Affäre um die
tschechische Kohlegesellschaft Mostecká uhelná společnost (MUS), bei der
sich der tschechische Staat in einem Strafprozess, der seit Oktober vorigen
Jahres in der Schweiz geführt wird, auch einmal einige Milliarden Kronen
zurückholen könnte. Nach unnötigen Versäumnissen der hiesigen
Staatsanwaltschaft aber unternimmt die Regierung Nečas nun einiges, um
retten, was zu retten ist. mehr...
Škoda Auto trägt mit Rekordergebnis zum Aufstieg von VW bei
In Tschechien sind im vergangenen Jahr knapp 1,2 Millionen Pkw hergestellt
worden; das ist ein Produktionsplus von 9,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Den Löwenanteil an dieser Steigerung verbuchte das einheimische
Unternehmen Škoda Auto, das es allein auf knapp 880.000 produzierte Wagen
gebracht hat. In der Bilanz sind das rund 15 Prozent mehr als im Jahr 2010,
so der Škoda-Vorstandsvorsitzende Winfried Vahland am Dienstag am
Firmensitz im mittelböhmischen Mladá Boleslav / Jungbunzlau. mehr...
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