Archiv: Wirtschaft | Finanzen Finanzen
Statistische Analyse: Tschechien ist von griechischen Verhältnissen weit entfernt
Das tschechische Statistikamt (ČSÚ) hat vor knapp einer Woche eine
umfangreiche Analyse vorgelegt zu der Frage: Wie hat sich die hiesige
Wirtschaft in den vergangenen fünf Jahren im Vergleich zu den anderen
EU-Staaten entwickelt? Auf diese Analyse war man auch deshalb sehr
gespannt, weil die Konservativen in der tschechischen Politik schon im
Wahljahr 2010 die Alarmglocken schrillen ließen mit der Aufforderung, man
müsse alles tun, um in Tschechien „griechische Verhältnisse“ zu
verhindern. Dieser Aufschrei zeigte Wirkung, denn er hat den
Bürgerdemokraten (ODS) wie auch der Partei Top 09 zu einem guten
Wahlergebnis verholfen. Doch drohte oder droht solch ein Absturz
überhaupt? mehr...
Unregelmäßigkeiten gefährden Förderung der Projekte des ROP Severozápad
Die Tschechische Republik hat in Brüssel sehr viel Kredit verspielt. Grund
dafür ist die Misswirtschaft mit EU-Geldern, die in Tschechien
offensichtlich größere Ausmaße hat, als bisher angenommen. Dass dies nun
in den Fokus geraten ist, hängt auch mit dem Fall des ehemaligen
Kreishauptmanns von Mittelböhmen und Abgeordneten David Rath zusammen. Er
sitzt wegen Korruptionsverdachts im Zusammenhang mit der mutmaßlichen
Abzweigung von EU-Subventionen in Untersuchungshaft. Nun stehen auch
mehrere EU-geförderte Projekte in Nordwestböhmen auf dem Prüfstand. Hier
soll es ebenso zu erheblichen Unregelmäßigkeiten gekommen sein. mehr...
Regierung hält an Sparplänen fest – nächste Steuererhöhung beschlossen
Die Regierung von Premier Petr Nečas hat sich am Mittwoch bei ihrer
Sitzung auf weitere Sparmaßnahmen geeinigt. Unbeeindruckt von den
öffentlichen Protesten beschloss die Regierung, die Mehrwertsteuer weiter
anzuheben und einige Steuererleichterungen zu streichen. Ziel ist, das
Haushaltsdefizit auf unter drei Prozent zu senken. mehr...
Keine staatlichen Anreize – 60 Prozent aller Autos in Tschechien sind älter als zehn Jahre
Wer durch die Straßen von tschechischen Städten spaziert, sieht eine
Menge Autos. Denn ähnlich wie die deutsche Gesellschaft ist auch die
tschechische in hohem Maße motorisiert. Hierzulande fallen aber die vielen
älteren Modelle auf. Zwar verschwinden langsam die ganz alten Schätzchen
von den Straßen, wie zum Beispiel der Škoda 120. Durchschnittlich aber
haben die Autos in Tschechien ein Alter von 14 Jahren. Nun gibt es eine
Diskussion um das Fahrzeugalter: Die Hersteller wollen die Umwelt schützen
und mehr Neuwagen absetzen, die Kunden aber lieber Geld sparen. mehr...
Traktoren gegen Sparpläne: Landwirte wollen Steuerermäßigungen nicht aufgeben
In Tschechien wird am Mittwoch wieder einmal protestiert. Die Regierung hat
nämlich vor, die Ermäßigung für Landmaschinendiesel zu streichen. Das
soll Einsparungen bringen. Die Landwirte wollen sich das
selbstverständlich nicht gefallen lassen und fahren schweres Gerät auf.
Mit ihren Traktoren blockieren sie am Mittwoch die Fernstraßen in der
gesamten Tschechischen Republik. mehr...
Regierung will Weinsteuer einführen, Winzer sind dagegen
Eine der Sparmaßnahmen – oder besser: eine der neuen Einnahmequellen
für den Staat – soll eine spezielle Steuer auf Wein sein. Gemeint ist
der so genannte stille Wein, der im Gegensatz zum Schaumwein bisher nicht
besteuert wird. Die Gesetzesvorlage dazu soll demnächst ins Parlament
eingebracht werden. Die Idee von Finanzminister Kalousek ist dabei auch,
über bestimmte Ausnahmen von der Steuer die tschechischen Winzer vor der
ausländischen Konkurrenz zu schützen. Doch die Winzer befürchten, dass
das Gegenteil der Fall sein wird. mehr...
Der schlaue Hans soll Kleinanleger ins Investment einführen
In Tschechien sparen die Menschen lieber, als dass sie investieren. Einer
Untersuchung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und
Entwicklung (OECD) zufolge sind zwei Drittel dieser Investitionen zudem
finanziell bescheiden. Nun aber wurde eine Geschäftsidee losgetreten, dank
der mehr Bewegung in den tschechischen Investitionsmarkt kommen soll. Es
geht um den Kauf von Investitionsprodukten via Internet ohne
Inanspruchnahme eines Finanzberaters. mehr...
Regierung setzt Weg mit schwerem Rucksack fort: Hartes Sparprogramm für alle
Was am Dienstag vor Ostern mit einem lauten Paukenschlag begann, endete nur
eine Woche später mit einem braven Schlussakkord, bei dem alle drei
Interpreten wieder die gleichen Töne spielten: Die Rede ist von der Krise
der tschechischen Regierung, die am Mittwoch offiziell beigelegt wurde. Das
wurde möglich, weil sich die Drei-Parteien-Koalition schon einen Tag zuvor
auf die Fortsetzung ihrer eisernen Sparpolitik geeinigt habe, erklärte
Premier Petr Nečas. Einer Sparpolitik, die jetzt noch forciert wurde und
bei der der hiesige Bürger die Zeche zahlen wird. mehr...
Mehrere Baufirmen in Tschechien kämpfen ums nackte Überleben
Das tschechische Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im vergangenen Jahr im
Vergleich zum Vorjahr 2010 um 1,7 Prozent gestiegen. Einen großen Anteil
daran hatte die verarbeitende Industrie, die einen Zuwachs von 9,8 Prozent
verzeichnete. Im Gegensatz dazu wies das Bauwesen ein Minus von 7,1 Prozent
gegenüber dem Vorjahr aus. Die Baubranche ist bereits seit drei Jahren im
Abwärtstrend. mehr...
Tschechien rechnet weiter mit dem Euro
Wann wird der Euro in Tschechien eingeführt? Wird er überhaupt
eingeführt? Diese Fragen sind in der letzten Zeit aufgekommen.
Staatspräsident Klaus hat die Annahme der Gemeinschaftswährung allgemein
in Frage gestellt, die Mehrheit der Bürger ist derzeit laut
Meinungsumfragen gegen den Euro. Und Premier Nečas hat kürzlich
abgelehnt, den EU-Fiskalpakt zu unterschreiben. Doch jetzt heißt es, dass
die Einführung des Euro in Tschechien mitnichten in Frage steht. mehr...
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