Archiv: Wirtschaft | Finanzen Finanzen
Wirtschaftsjurist Braun: Tschechische Firmen haben zugelegt, aber Chancen auf deutschem Markt noch nicht ausgereizt
Seit mehr als 16 Jahren hat der deutsche Rechtsanwalt Arthur Braun seine
beruflichen Zelte in Prag aufgeschlagen. Als Experte für Wirtschaftsrecht
berät er von der Moldau aus grenzüberschreitend sowohl deutsche als auch
tschechische Geschäftsleute und Unternehmen. In dieser Zeit hat sich
folglich ein reichhaltiger Fundus an Erfahrungen bei ihm angesammelt. Ein
Grund mehr für Radio Prag, mit ihm ins Gespräch zu kommen, um zu
erfahren, wie erfolgreich sich inzwischen die tschechischen Unternehmer und
Firmen auf dem deutschen Markt behaupten können. mehr...
Regierung stellt neue Exportstrategie vor: weniger EU-Abhängigkeit
Tschechien ist ein extrem exportorientiertes Land. Mehr als vier Fünftel
des tschechischen Bruttoinlandsprodukts generiert sich aus Exporten, der
gefeierte Exportweltmeister Deutschland kommt nur auf etwa 50 Prozent. Und
die Höhe der tschechischen Ausfuhren wächst dabei beharrlich. Die
vorläufigen Zahlen für das vergangene Jahr verweisen auf einen neuen
Rekord: Tschechische Firmen sollen Güter für umgerechnet insgesamt 120
Milliarden Euro exportiert haben. Nun haben Premier Petr Nečas und
Industrie- und Handelsminister Martin Kuba eine neue Exportstrategie
vorgestellt. mehr...
„Schwarzenberg wird zurücktreten“ – Politologe Schuster zum Streit um die Fiskalunion
Auf den Tag genau vor einer Woche weigerte sich Tschechiens Regierungschef
Petr Nečas beim EU-Gipfel in Brüssel dem geplanten Fiskalpakt der
Europäischen Union beizutreten. Die Tschechen sind damit, neben den
Briten, die einzigen, die dem Abkommen fern bleiben. Während allerdings
London schon früher sein Nein signalisiert hat, sorgte die Haltung Prags
für ziemliches Unverständnis. Was in Europa Kopfschütteln hervorrief,
entfachte in Tschechien einen neuen Konflikt innerhalb der ohnehin schon
fragilen bürgerlichen Regierungskoalition. Außenminister Karel
Schwarzenberg griff Regierungschef Nečas öffentlich scharf an, indem er
ihn bezichtigte, “dem national-sozialistischen Flügel” in seiner
eigenen Partei nachgegeben zu haben. Nečas schoss wiederum ebenso scharf
zurück und bezeichnete die Äußerungen des Außenministers als “Gerede,
wie auf einem ländlichen Tanzfest”. Nichtsdestotrotz wollen beide
Spitzenpolitiker am Dienstag zusammenkommen und über ihre
unterschiedlichen Standpunkte diskutieren. Den Konflikt um die tschechische
Europapolitik analysiert unser Mitarbeiter, der Politikwissenschaftler
Robert Schuster: mehr...
MUS-Affäre: Tschechien wartet vorerst Schweizer Berufungsentscheid ab
In Fragen der internationalen Gerichtsbarkeit hat Tschechien offensichtlich
immer noch Nachholbedarf. Seit ihrer Gründung vor 19 Jahren hat die junge
Republik bei internationalen Schiedsgerichten schon mehrere Verfahren
verloren, und auch in einem neuen Fall glänzt die tschechische Justiz
nicht gerade mit Bestnoten. Die Rede ist von der der Affäre um die
tschechische Kohlegesellschaft Mostecká uhelná společnost (MUS), bei der
sich der tschechische Staat in einem Strafprozess, der seit Oktober vorigen
Jahres in der Schweiz geführt wird, auch einmal einige Milliarden Kronen
zurückholen könnte. Nach unnötigen Versäumnissen der hiesigen
Staatsanwaltschaft aber unternimmt die Regierung Nečas nun einiges, um
retten, was zu retten ist. mehr...
Tschechien streitet und zögert in Sachen Euro-Rettung
Dass die Tschechische Republik von seinen Exporten in die Länder der
Eurozone profitiert, ist weitgehend unbestritten. Doch ob sich das Land,
auch wenn es noch nicht den Euro eingeführt hat, an der Stabilisierung der
Gemeinschaftswährung beteiligen soll, darüber herrscht Streit in der
tschechischen Politik. mehr...
Jahr 2012 begann in Tschechien mit Teuerungen und sozialen Einschnitten
Das Jahr 2012 hat gerade erst begonnen, die Tschechen aber wissen es schon
jetzt: Dieses Jahr wird kein Zuckerschlecken! Mit Wirkung vom 1. Januar
mussten sie nämlich bereits eine ganze Reihe von Teuerungen und sozialen
Kürzungen hinnehmen, die vom Staat entgegengebrachten Kompensationen aber
können die gestiegene Inflation bei weitem nicht decken. Radio Prag gibt
einen Überblick, welche der Veränderungen sich nachhaltig in der
Kostenabrechnung von Firmen beziehungsweise im privaten Geldbeutel
bemerkbar machen. mehr...
MUS-Privatisierung: Tschechiens Politiker wollen Milliarden aus der Schweiz zurückholen
Lange Zeit haben sich die tschechischen Politiker nicht dafür
interessiert, was Ende der 90er Jahre bei der Privatisierung der
Braunkohlefördergesellschaft Most (MUS) so alles geschah. Doch seitdem
bekannt ist, dass im Zuge der Privatisierung zwölf Milliarden Kronen auf
Bankkonten in der Schweiz geparkt wurden, die der tschechische Staat
eventuell zurückerhalten könnte, platzen sie schier vor Tatendrang. mehr...
US-Anwalt Fagan fordert 10 Milliarden wegen historischer Anleihen aus Karlsbad
Die Stadt Karlsbad wird derzeit von der Geschichte eingeholt. 1924 hatte
der bekannte Kurort in Westböhmen Anleihen ausgegeben. Nun hat sich der
amerikanische Anwalt Ed Fagan an Karlsbad sowie das tschechische
Finanzministerium gewandt und fordert im Namen seiner Klienten 10
Milliarden Kronen (400 Millionen Euro) für die Schuldscheine. Stadt und
Ministerium halten die Ansprüche für verjährt, doch Fagan beteuert
gegenüber Radio Prag, dass diese Ansicht falsch sei. mehr...
Düstere Aussichten: Finanzministerium veröffentlicht neue Konjunkturprognose 2012
Die Krise in der Eurozone, sie macht sich nun auch in Tschechien bemerkbar:
So hat das Finanzministerium die Konjunkturaussichten für kommendes Jahr
deutlich nach unten korrigiert. mehr...
Tschechische Meinungen zum Krisengipfel: Abschlag für tschechische Banken kein Problem
Der mit Spannungen erwartete EU-Krisengipfel wurde in der Nacht auf
Donnerstag beendet. Nach langem Tauziehen haben sich die führenden
Politiker der Eurozone in Brüssel auf ein Maßnahmenpaket geeinigt, das
die Schuldenkrise eindämmen soll. mehr...
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