Archiv: Wirtschaft | Finanzen Finanzen
Tschechen heizen wieder mehr mit Holz
Der Dauerfrost der zurückliegenden Tage hat sich in Tschechien nicht nur
draußen, auf den Straßen, den Schienen und Flugplätzen bemerkbar
gemacht, sondern auch in den Büro- und Wohngebäuden. In den Räumen wird
nämlich derzeit verstärkt geheizt. Wir sagen Ihnen, worauf die Tschechen
bei der Beheizung ihrer Häuser oder Wohnungen dabei besonders setzen.
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Premier Nečas: Priorität haben Schuldentilgung, Energiesicherheit und Wettbewerbsfähigkeit
Vor einer Woche, am letzten Novembertag, hatte die Deutsch-Tschechische
Industrie- und Handelskammer (DTIHK) ihre Mitglieder zum vierten
Wirtschaftsgespräch geladen. Ehrengast der Veranstaltung war der
Ministerpräsident des Landes, Petr Nečas. Er sprach mit den
Wirtschaftsvertretern über den Industriestandort Tschechien und die
Bedeutung Deutschlands als Handelspartner. Hauptthemen der Diskussionsrunde
in einem Prager Hotel waren die Euro-Einführung, die Flexibilisierung des
Arbeitsmarkts und die Planungssicherheit für Investitionen in Tschechien.
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Sonnenfinsternis für die Solarbranche – Präsident Klaus strahlt
Für die Betreiber von Solaranlagen geht in Tschechien die Sonne unter –
die gepfefferte Abschlagssteuer auf ihren Strom hat das Abgeordnetenhaus
passiert. Strom soll sich daher nur um fünf Prozent verteuern. Die
Verbraucher atmen auf. Und auch Präsident Klaus wittert Morgenluft.
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Steuerschraube gegen teuren Solarstrom – Photovoltaik-Branche aufgebracht
Am Anfang stand die Milliardenförderung für Solarenergie – und am Ende
eine könnte es eine gesalzene Stromrechnung für die Verbraucher geben.
Darüber wird seit einigen Tagen in Deutschland diskutiert, in Tschechien
ist es schon länger ein Thema. Am Mittwoch hat die Regierung Nečas nun
ein Maßnahmenpaket dagegen festgezurrt. Die Photovoltaikbranche droht
indes mit Sammelklagen.
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Mit Sondersteuer für Photovoltaik gegen Strompreissteigerungen
Tschechien erlebt derzeit einen richtigen Solarboom: Allein im vergangenen
Jahr stieg die Leistungskraft der Solaranlage hierzulande um geschlagene
800 Prozent. Große Flächen mit Photovoltaikanlagen findet man nicht nur
in der Umgebung großer Städte, aber auch inmitten der Landschaft in den
Bergen. Das hat seine negativen Seiten: Die Kosten für die
Einspeisevergütung drohen die Strompreise in die Höhe zu treiben. Um eine
massive Erhöhung der Strompreise zu verhindern, hat sich das
Regierungskabinett am Mittwoch auf einige Maßnahmen verständigt.
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Ende nach über 100 Jahren: 50-Kronen-Schein hat ausgedient
Seit über 100 Jahren tragen ihn die Einwohner von Böhmen, Mähren und
Mährisch-Schlesien in ihren Geldbörsen: den 50-Kronen-Schein. Im
kommenden Frühjahr hat er ausgedient und wird durch die schon jetzt weit
verbreiteten Münzen ersetzt.
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Energie-Aufsichtsbehörde: Strom wird im kommenden Jahr erheblich teurer
Elektrische Energie wird in Tschechien im kommenden Jahr deutlich teurer.
Soviel steht fest. Schuld daran ist die hohe Einspeisevergütung für Strom
aus erneuerbaren Energiequellen. Doch wie tief Haushalte und Unternehmen im
kommenden Jahr tatsächlich in die Tasche greifen müssen, darüber wird
seit gut zwei Monaten heftig diskutiert. Der staatliche Stromriese ČEZ
spricht von einem Preisanstieg bis zu 20 Prozent, Vertreter der
Ökostromlobby hingegen prognostizieren eine Verteuerung um die fünf
Prozent. Nun hat das staatliche Energie-Regulierungsamt (ERÚ) seine
Schätzungen veröffentlicht.
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Geld mit Biss
Es gibt in Tschechien noch immer die Krone als Zahlungsmittel. Und zwar in
Banknoten und Münzen, wie in jedem anderen Land der Welt auch. Banknoten
gibt es in sieben verschiedenen Wertigkeiten, von 50-Kronen-Scheinen bis
hin zu 5000er-Scheinen.
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Debatte über Solarstrom wird hitziger und wendet sich gegen ČEZ
Tschechien erlebt einen nie gekannten Boom in der Solarenergie. Während es
2008 nur einige Hundert Photovoltaik-Anlagen im Land gab, waren es Anfang
September bereits über 10.000 Anlagen. Wegen der staatlichen Zuschüsse
für den Solarstrom droht aber, dass der Preis für Elektrizität im
kommenden Jahr in die Höhe schießt. Darüber hatten wir bereits
berichtet. Nun ist es im Streit um die Förderung alternativer Energie noch
hitziger geworden. Denn die Photovoltaik-Branche bezweifelt die Zahlen
über die Teuerung der Energiepreise. Und aus der Regierung wurden neue
Pläne laut.
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Vizepremier John will Reiche stärker besteuern, Finanzminister Kalousek ist skeptisch
15 Prozent. So lautet der einheitliche Einkommensteuersatz für alle in
Tschechien. Doch durch komplizierte Berechnungsmethoden und verschiedene
„Beitragsdeckel“ bei der Sozial- und der Krankenversicherung gerät das
System in Schieflage – zugunsten der Spitzenverdiener, die deutlich
weniger Abgaben bezahlen als Bezieher eines Durchschnittslohn. Vizepremier
Radek John von der Partei der Öffentlichen Angelegenheiten will das nun
ändern. Finanzminister Miroslav Kalousek zeigt sich skeptisch.
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