Archiv: Wirtschaft | Finanzen Finanzen
„Einfrierung ist Aufwärmübung“ – Koalition erlebt ersten handfesten Streit
1,1 Milliarden Euro werden in diesem Jahr zusätzlich in der tschechischen
Staatskasse fehlen. Der Grund: Ausfälle bei den Steuereinnahmen und der
Sozialversicherung. Die Reaktion des Finanzministers: Mit einer Ausnahme
muss jedes Ministerium pauschal an Betriebskosten sparen. Der kleinste
Koalitionspartner, die Partei der öffentlichen Angelegenheiten (VV),
fühlt sich ungerecht behandelt und droht mit einem Veto für den gesamten
Haushaltsentwurf. Christian Rühmkorf über das Knirschen im
Koalitionsgebälk.
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Belastungstest: ausländische Muttergesellschaften tschechischer Banken stabil
Ende der vergangenen Woche veröffentlichte die Europäische Union das
Ergebnis des Banken-Belastungstestes. Sieben von 91 Banken in Europa haben
den so genannten Stresstest nicht bestanden. In Tschechien selbst wurden
zwar keine Banken getestet, die ausländischen Muttergesellschaften der
größten tschechischen Geldinstitute bestanden den Test aber ohne
Probleme.
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Es könnte schwieriger werden: Schulabsolventen suchen Arbeit
Das Schuljahr 2009/2010 ist vorbei und damit taucht wieder das alte Problem
auf: Neue Absolventen von Mittel-, Fach-, und Hochschulen betreten den
Arbeitsmarkt. Vor wenigen Tagen hat die Tageszeitung Lidové noviny mit
einer Schlagzeile für Aufmerksamkeit gesorgt: „47 000 Absolventen ohne
Arbeit“, hieß es da. Das Blatt berief sich auf Analysen des Nationalen
Instituts für Fachausbildung. Dieses hat auf Anfrage von Radio die Angabe
der Lidové noviny relativiert.
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Topmanager Jahn: „Die tschechische Industrie will den Euro“
Die neue tschechische Regierung von Premier Nečas ist zwar noch nicht
vereidigt, doch schon jetzt wartet ein Riesenberg an Aufgaben auf sie. Erst
neulich hat der größte Arbeitgeberverband des Landes, der Verband für
Industrie und Verkehr, klar gemacht, was die Regierung nach Meinung der
Unternehmen zu tun habe, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der
tschechischen Wirtschaft zu sichern. Dazu hat der Verband einen
Zehn-Punkte-Plan vorgelegt. Dazu ein Interview mit dem Vizechef des
Verbandes, Martin Jahn.
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Topmanager Jahn: Regierung muss viel für Wettbewerbsfähigkeit der tschechischen Wirtschaft tun
Die Koalitionsverhandlungen sind noch im Gange, die neue tschechische
Regierung ist noch nicht ernannt. Die tschechische Wirtschaft aber steht
schon in den Startlöchern, um das zukünftige Kabinett an notwendige
Reformen zu erinnern. Dazu hat der größte Arbeitgeberverband, der Verband
für Industrie und Verkehr, am Donnerstag einen Zehn-Punkte-Plan vorgelegt.
Radio Prag hat mit dem Vizechef des Verbandes, Martin Jahn, über die
Forderungen der Arbeitgeber gesprochen:
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Tschechische Extrawurst: hierzulande keine Bankensteuer
Am Wochenende geht im kanadischen Toronto der Gipfel der 20 stärksten
Wirtschaftsnationen der Welt über die Bühne. Die Europäische Union will
bei diesem G20-Gipfel erstmals mit einer einzigen Stimme sprechen und ein
gemeinsames Konzept zur Überwindung der Finanz- und Wirtschaftskrise
präsentieren. Doch auf dem EU-Gipfel vergangene Woche hat ausgerechnet
Tschechien dem Vorhaben einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht.
Premier Fischer hat sich nämlich gegen die von der EU geplante Einführung
einer Bankensteuer gewehrt. Mit Erfolg, denn Tschechien hat eine Ausnahme
gewährt bekommen. Christian Rühmkorf im Gespräch mit
Radio-Prag-Redakteur Daniel Kortschak:
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Unternehmen erwarten Erleichterungen bei Steuern und Sozialabgaben
Die tschechischen Parlamentswahlen sind seit zehn Tagen Geschichte. Mit dem
Ergebnis kann auch die Wirtschaft sehr gut leben. Die
Koalitionsverhandlungen laufen nämlich auf eine Regierung hinaus, die sehr
wahrscheinlich aus dem Bündnis dreier Mitte-Rechts-Parteien gebildet wird.
Zu den Erwartungen der Wirtschaft an die zukünftige Regierung haben sich
führende Ökonomen geäußert. I mehr...
Rentenreform: Neue Regierung wird sie anpacken müssen
Gesundheitsreform, Schulreform, Steuerreform, Rentenreform – das sind
Evergreens der tschechischen Politik. Über letztere, nämlich die
Rentenreform, wird mindestens seit zehn Jahren ergebnislos diskutiert. Auch
in der jüngsten Wahlkampagne war sie ein Hauptthema geworden. mehr...
Hochwasserschäden: Regierung plant Sonderfinanzierung
In Polen hat die Weichsel nach einem Dammbruch 18 Ortschaften nördlich von
Warschau überflutet und auch in der polnischen Hauptstadt selbst wächst
die Sorge vor Überschwemmungen. In Tschechien hingegen hat sich die
Hochwasserlage über das Wochenende weiter entspannt. Die Aufräumarbeiten
im Nordosten des Landes laufen auf vollen Touren. Die Regierung macht indes
weiteres Geld für die Sanierung der Schäden flüssig.
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Missbrauch von EU-Geld in Süd- und Westböhmen – viele Projekte bedroht
Den tschechischen Regionen stehen eigentlich mehrere Milliarden Euro aus
EU-Fonds für vielfältige Projekte zur Verfügung. In Süd- und
Westböhmen wurden jedoch schon im März alle Projekte vorläufig gestoppt.
Der Grund: Die Polizei ermittelt wegen möglichen Betrugs bei der
Verteilung der Gelder aus Brüssel. Vielen Gemeinden und Organisationen
entstehen deshalb große finanzielle Schäden.
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