Archiv: Wirtschaft | Finanzen Finanzen
Hochwasserschäden: Regierung plant Sonderfinanzierung
In Polen hat die Weichsel nach einem Dammbruch 18 Ortschaften nördlich von
Warschau überflutet und auch in der polnischen Hauptstadt selbst wächst
die Sorge vor Überschwemmungen. In Tschechien hingegen hat sich die
Hochwasserlage über das Wochenende weiter entspannt. Die Aufräumarbeiten
im Nordosten des Landes laufen auf vollen Touren. Die Regierung macht indes
weiteres Geld für die Sanierung der Schäden flüssig.
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Missbrauch von EU-Geld in Süd- und Westböhmen – viele Projekte bedroht
Den tschechischen Regionen stehen eigentlich mehrere Milliarden Euro aus
EU-Fonds für vielfältige Projekte zur Verfügung. In Süd- und
Westböhmen wurden jedoch schon im März alle Projekte vorläufig gestoppt.
Der Grund: Die Polizei ermittelt wegen möglichen Betrugs bei der
Verteilung der Gelder aus Brüssel. Vielen Gemeinden und Organisationen
entstehen deshalb große finanzielle Schäden.
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Deutsche Unternehmen legen der tschechischen Politik 7-Punkteplan vor
Die Deutsch-Tschechische Industrie- und Handelskammer (DTIHK) hat den
tschechischen Spitzenpolitikern bei Treffen im Vorfeld der Wahl einen
7-Punkteplan mit wirtschaftspolitischen Handlungsfeldern vorgelegt. Der
Hintergrund: Um die Attraktivität des Standortes Tschechien für deutsche
Unternehmen langfristig zu erhalten, muss die Politik dringend handeln,
macht DTIHK-Präsident Radomír Šimek klar. Zu weiteren Einzelheiten des
7-Punkteplans hat Radio Prag mit dem Geschäftsführer der Kammer, Bernard
Bauer, gesprochen.
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Senatoren geben Grünes Licht für neues Lotteriegesetz
Die tschechische Glücksspielbranche verzeichnet seit Jahren
Milliardengewinne. In den zurückliegenden 20 Jahren hat sie ein dichtes
Netz von Spielhallen, Casinos und Wettbüros aufgebaut. Das liberale
Gesetz, das diesen Boom ermöglicht hat, ist seit Jahren Zielscheibe
heftiger Kritik. Seit Jahren ist auch die Frage seiner Novellierung wie
eine heiße Kartoffel für die tschechischen Politiker. Letztlich ist sie
zum Wahlkampfthema geworden. Die Sozialdemokraten und Kommunisten, die ihre
Gesetzesnovelle vor einigen Monaten mithilfe der Christdemokraten und der
Grünen im Abgeordnetenhaus durchgesetzt haben, konnten am Donnerstag auch
im Senat einen Erfolg feiern.
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Tschechien in guter Position: Entwicklung der Währungsunion maßgebend für Euro-Einführung
Die Griechenland-Krise ist derzeit das alles beherrschende Thema in Europa.
Sie überlagert viele andere wichtige Fragen, wie zum Beispiel: Haben
Politik und Ökonomie aus der Finanz- und Wirtschaftskrise gelernt?
Antworten unter anderem darauf versuchte eine deutsch-tschechische
Konferenz zu geben, die jedes Jahr unter dem Namen „Štiříner
Gespräche“ tagt. Am Dienstag fanden sie zum zwölften Mal auf dem
gleichnamigen Schloss unweit von Prag statt.
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Tschechien marginal am Euro-Rettungspaket beteiligt – gespart werden muss trotzdem
In der Nacht auf Montag hat die Europäische Union ein riesiges
Rettungsprogramm für gefährdete EU-Staaten beschlossen. Auch Tschechien
war bei den Verhandlungen in Brüssel vertreten, muss aber keine
Verpflichtungen übernehmen. Indirekt haben die griechische Krise und das
Rettungsprogramm dennoch Auswirkungen auf die öffentlichen Finanzen
hierzulande.
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Sparprogramm und Staatshilfe zur Rettung der Fluglinie ČSA
Die tschechische Fluglinie ČSA steckt weiter tief in den roten Zahlen.
Daran konnten im vergangenen Jahr auch ein 100-Millionen-Euro-Kredit des
Staates und drastische Lohnkürzungen nichts ändern. Der Staat als
Mehrheitseigentümer verspricht der ČSA nun weiteres Geld, verordnet dem
maroden Unternehmen aber gleichzeitig ein radikales Sparprogramm.
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Umweltschützer wollen weiter gegen Kohlekraftwerk Prunéřov vorgehen
Am Donnerstag hat die Interims-Umweltministerin Rut Bízková eine
umstrittene Entscheidung gefällt: Der tschechische Energiekonzern ČEZ
darf das Kohlekraftwerk Prunéřov II in Nordböhmen nach den vorliegenden
Plänen modernisieren. Wir haben berichtet. Umweltschützer halten die
Entscheidung für falsch und wollen die Modernisierung im weiteren
Genehmigungsprozess stoppen.
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Umweltministerium stimmt der Modernisierung des Kohlekraftwerkes Prunéřov II zu
Es war einer der großen Aufreger der ersten Monate des Jahres 2010. Die
Modernisierung des nordböhmischen Kohlekraftwerkes Prunéřov.
Umweltverbände und die Grünen kämpften erbittert gegen das vom
Stromkonzern ČEZ eingebrachte Projekt. Wegen angeblichen Drucks von Seiten
des mehrheitlich staatlichen Stromriesen auf die Übergangsregierung
Fischer hatten die Grünen zuletzt sogar ihre Minister aus dem
Expertenkabinett abgezogen. Am Donnerstag hat das nun von der
bürgerdemokratischen Politikerin Ruth Bízková geführte Umweltressort
seinen Standpunkt im laufenden Umweltverträglichkeitsverfahren abgegeben.
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Entlassungen bei Firma OP Prostějov treffen besonders Leute aus Jeseník hart
Die globale Krise erschüttert immer mehr auch traditionelle
Industriezweige in Tschechien. Nach der Flugzeugindustrie, der Glas- und
der Porzellanproduktion steckt nun die Textilindustrie in großen Nöten.
Wegen steigender Verluste entlässt zum Beispiel die größte
Bekleidungsfirma des Landes, OP Prostějov, bis zum Monatsende zwei
Fünftel ihrer Mitarbeiter. Darüber hinaus droht dem einstigen
Bekleidungsriesen die Insolvenz.
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