Archiv: Wirtschaft | Finanzen Finanzen
Tschechien in guter Position: Entwicklung der Währungsunion maßgebend für Euro-Einführung
Die Griechenland-Krise ist derzeit das alles beherrschende Thema in Europa.
Sie überlagert viele andere wichtige Fragen, wie zum Beispiel: Haben
Politik und Ökonomie aus der Finanz- und Wirtschaftskrise gelernt?
Antworten unter anderem darauf versuchte eine deutsch-tschechische
Konferenz zu geben, die jedes Jahr unter dem Namen „Štiříner
Gespräche“ tagt. Am Dienstag fanden sie zum zwölften Mal auf dem
gleichnamigen Schloss unweit von Prag statt.
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Tschechien marginal am Euro-Rettungspaket beteiligt – gespart werden muss trotzdem
In der Nacht auf Montag hat die Europäische Union ein riesiges
Rettungsprogramm für gefährdete EU-Staaten beschlossen. Auch Tschechien
war bei den Verhandlungen in Brüssel vertreten, muss aber keine
Verpflichtungen übernehmen. Indirekt haben die griechische Krise und das
Rettungsprogramm dennoch Auswirkungen auf die öffentlichen Finanzen
hierzulande.
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Sparprogramm und Staatshilfe zur Rettung der Fluglinie ČSA
Die tschechische Fluglinie ČSA steckt weiter tief in den roten Zahlen.
Daran konnten im vergangenen Jahr auch ein 100-Millionen-Euro-Kredit des
Staates und drastische Lohnkürzungen nichts ändern. Der Staat als
Mehrheitseigentümer verspricht der ČSA nun weiteres Geld, verordnet dem
maroden Unternehmen aber gleichzeitig ein radikales Sparprogramm.
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Umweltschützer wollen weiter gegen Kohlekraftwerk Prunéřov vorgehen
Am Donnerstag hat die Interims-Umweltministerin Rut Bízková eine
umstrittene Entscheidung gefällt: Der tschechische Energiekonzern ČEZ
darf das Kohlekraftwerk Prunéřov II in Nordböhmen nach den vorliegenden
Plänen modernisieren. Wir haben berichtet. Umweltschützer halten die
Entscheidung für falsch und wollen die Modernisierung im weiteren
Genehmigungsprozess stoppen.
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Entlassungen bei Firma OP Prostějov treffen besonders Leute aus Jeseník hart
Die globale Krise erschüttert immer mehr auch traditionelle
Industriezweige in Tschechien. Nach der Flugzeugindustrie, der Glas- und
der Porzellanproduktion steckt nun die Textilindustrie in großen Nöten.
Wegen steigender Verluste entlässt zum Beispiel die größte
Bekleidungsfirma des Landes, OP Prostějov, bis zum Monatsende zwei
Fünftel ihrer Mitarbeiter. Darüber hinaus droht dem einstigen
Bekleidungsriesen die Insolvenz.
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Umweltministerium stimmt der Modernisierung des Kohlekraftwerkes Prunéřov II zu
Es war einer der großen Aufreger der ersten Monate des Jahres 2010. Die
Modernisierung des nordböhmischen Kohlekraftwerkes Prunéřov.
Umweltverbände und die Grünen kämpften erbittert gegen das vom
Stromkonzern ČEZ eingebrachte Projekt. Wegen angeblichen Drucks von Seiten
des mehrheitlich staatlichen Stromriesen auf die Übergangsregierung
Fischer hatten die Grünen zuletzt sogar ihre Minister aus dem
Expertenkabinett abgezogen. Am Donnerstag hat das nun von der
bürgerdemokratischen Politikerin Ruth Bízková geführte Umweltressort
seinen Standpunkt im laufenden Umweltverträglichkeitsverfahren abgegeben.
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Kritische Haushaltslage Tschechiens lässt den Euro in weite Ferne rücken
Um die tschechischen Staatsfinanzen ist es seit langem nicht gut bestellt.
Erst kürzlich warnte die Europäische Kommission, Tschechien könnte der
finanzielle Kollaps drohen, sollten die Verantwortlichen nicht bald etwas
unternehmen. Und nicht zuletzt scheint auch die Einführung der
europäischen Gemeinschaftswährung in weite Ferne zu rücken.
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DTIHK-Umfrage: Firmen kritisieren fehlende politische Stabilität in Tschechien
Der Wirtschaftsstandort Tschechien ist nach wie vor attraktiv. In
besonderem Maße auch für deutsche Firmen. Im internationalen
Konkurrenzkampf aber müssen sich die Wirtschaftsbeziehungen beider Länder
Tag für Tag aufs Neue bewähren. Die von der Deutsch-Tschechischen
Industrie- und Handelskammer (DTIHK) schon traditionell durchgeführte
Konjunkturumfrage liefert dafür stets zu Beginn des Frühjahrs eine
aktuelle Standortbestimmung. Über mehrere Aspekte der diesjährigen
Umfrage, die Ende März veröffentlicht wurde, hat Radio Prag mit dem
Leiter der Abteilung Unternehmenskommunikation bei der Kammer, Sebastian
Holtgrewe, gesprochen.
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Mikronesien, ein böhmisches Kohlekraftwerk und der Kampf gegen Klimawandel
Die tschechische Regierung wackelt. Die Grünen haben die Unterstützung
für das Übergangskabinett aufgekündigt, seit dem Wochenende drohen die
Bürgerdemokraten mit einem Boykott durch die von ihnen nominierten
Minister, und Premier Fischer versucht zu beschwichtigen. Eine
Regierungskrise mag zwar knapp zwei Monate vor den Wahlen keine wirkliche
Bedrohung für politische Stabilität in Tschechien sein, aber die
Erschütterung ist durchaus groß. Hintergrund all dessen ist der Streit um
das Kohlekraftwerk Prunéřov II am Rande des Erzgebirges. Wegen des
Kraftwerks war der von den Grünen nominierte Umweltminister Dusík
zurückgetreten und am Montag aus Loyalität auch noch Michael Kocáb als
zweiter von den Grünen nominierter Minister. Doch worum geht es beim
Streit um das Kohlekraftwerk Prunéřov?
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Abgeordnete novellieren Solarstrom-Gesetz – Umweltverbände zufrieden
Tschechien hat zuletzt beim Solarstrom einen unglaublichen Boom erlebt. Es
wurden immer weitere Solaranlagen geplant - mit einer Gesamtleistungskraft
von sage und schreibe 8000 Megawatt. Das ist das Vierfache des
Atomkraftwerks Temelín. Der Haken dabei: Viele der Anlagen gelten als
reine Spekulationsprojekte und werden wohl niemals ans Netz gehen. Ein
Gesetz, das nun vom Abgeordnetenhaus gebilligt wurde, soll wieder Ordnung
in den Solarmarkt bringen.
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