Archiv: Wirtschaft | Finanzen Finanzen
Finanzkrise: Tschechische Politiker beruhigen
Es waren die Großen Vier Europas, die am Samstag in Paris vor die Presse
traten, um eine gemeinsame Stellungnahme zur weltweiten Finanzkrise zu
abzugeben. Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien hatten sich
zuvor auf eine Kompromissformel geeinigt: Hilfe für angeschlagene Banken
will man untereinander abstimmen, einen gemeinsamen europäischen
Hilfsfonds soll es jedoch nicht geben. Offiziell war der Pariser Gipfel
keine EU-Veranstaltung, sein Ergebnis aber ist auch für die anderen 23
Mitgliedstaaten der EU von Bedeutung. Zum Beispiel für Tschechien.
Hierzulande aber wird die Diskussion über die Krise einstweilen eher
unaufgeregt geführt. Politiker und Experten warnen vor Panikmache und sind
damit vorerst erfolgreich.
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Gute Zeiten sind vorbei, schlechte Zeiten bleiben angeblich aus
Die globale Finanzkrise, die aus den USA bereits nach Europa
übergeschwappt
ist, wird die tschechische Wirtschaft wie auch die tschechischen
Bankhäuser nicht direkt bedrohen. Darauf einigten sich am Donnerstag drei
Kapitäne der tschechischen Politik und Wirtschaft bei einem Treffen.
Zumindest vor laufenden Kameras, als sie der Nation ihre offizielle
Position zum derzeitigen weltpolitischen Problem ersten Ranges
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Krise in der Glasholding: Staat beschließt Hilfe für entlassene Beschäftigte
Die tschechische Regierung hat sich entschlossen, den Regionen zu helfen,
die vom Konkurs des Glasfabrikanten Bohemia Crystalex Trading (BCT)
betroffen sind. Das Geld soll den Angestellten helfen, die ihren
Arbeitsplatz verloren haben oder verlieren werden. Eine Finanzspritze für
das Konkursunternehmen selbst wird es jedoch nicht geben.
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Geldwäscher bekommen Schwierigkeiten – Neues Gesetz in Kraft
Seit Montag gelten in Tschechien neue Regeln bei der Abwicklung von
Finanzgeschäften. Ein neues Gesetz soll erschweren, Gelder rein zu
waschen, die illegal erbeutet wurden. Die Vorschriften betreffen nun nicht
mehr nur Banken, sondern auch kleinere Finanzdienstleister und Unternehmer.
Patrick Gschwend erklärt, was neu ist.
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DTIHK: Aufwertung der Krone trifft deutsche Unternehmen hart
Seit Januar vergangenen Jahres ist die tschechische Krone um 15 Prozent
teurer geworden. Dies bekommen gerade exportorientierte Unternehmen zu
spüren. Stark betroffen sind deswegen deutsche Firmen in Tschechien, wie
die Deutsch-tschechische Industrie- und Handelskammer (DTIHK) ermittelt
hat. Ein Interview mit Sebastian Holtgrewe, Leiter der Abteilung
Unternehmenskommunikation bei der DTIHK.
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50-Heller-Münze und 20-Kronenschein bald kein Zahlungsmittel mehr
In Tschechien wird man in wenigen Tagen nur noch mit der Tschechischen
Krone bezahlen. Ab dem 1. September wird nämlich die im Wert kleinere
Münze zur Krone, der Heller, endgültig abgeschafft.
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ČNB-Direktor bestätigt: 50-Heller-Münzen verschwinden ab 1. September im Zahlungsverkehr
Tschechien ist noch eines von mehreren EU-Ländern, in denen nicht mit dem
Euro gezahlt und gehandelt wird, sondern mit der nationalen Währung. Und
das sind die Tschechische Krone, beginnend von der Ein-Kronen-Münze bis
zum Fünftausend-Kronen-Schein, und der Heller als kleine Münze mit einem
Nominalwert von unter einer Krone. Der Heller aber wird jetzt abgeschafft,
denn am 1. September soll auch sein letztes Stück, die 50-Heller-Münze
aus dem Bargeld-Zahlungsverkehr verschwinden.
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Tourismus: Ende der goldenen Zeiten
Sommerliche Hitze, Stimmengewirr in Dutzenden Sprachen. Die engen Gassen
der Prager Altstadt sind noch belebter als sonst, abends schaukeln die
Lichter der Ausflugsboote auf der Moldau. Es ist Tourismushochsaison. Und
dennoch: Prager Hoteliers ächzen – irgendwie ist alles nicht mehr so wie
früher. Zwar nimmt die Zahl der Gäste aus dem Ausland nach wie vor zu,
aber nicht so rasch wie die der Betten. Außerdem geben die Touristen immer
weniger Geld aus. Erste Zahlen über die bisherige Saison geben jedenfalls
keinen Anlass zum Jubeln.
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Krone schwächelt - Tschechische Nationalbank hat erfolgreich eingeriffen
Fifty – fifty, so sahen Wirtschaftsexperten in den vergangenen Tagen die
Chancen, dass die Tschechische Nationalbank etwas gegen den ständig
steigenden Kronenkurs unternimmt. Nach drei Jahren hat sie dann auch den
Leitzins gesenkt - auf 3,5 Prozent. Die Exporteure atmen auf. Aber für
einige Verbraucher könnten die Preise steigen.
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Katalysator Sport: Bei großen Events steigt der TV-Verkauf in Tschechien
Die Olympischen Spiele in Peking stehen unmittelbar vor der Tür. Und für
einen solchen Sportevent rüsten unzählige Tschechen ihren Hausrat auf,
was den Kassen der TV-Geräte-Händler kräftige Zugewinne sichert. Denn
die große Sportshow Olympia wollen auch Millionen Tschechen jederzeit
hautnah und live mitverfolgen.
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