Archiv: Wirtschaft | Business Business
Unternehmen fordern praxisnähere Ausbildung
Für viele Unternehmen in Tschechien wird es von Tag zu Tag schwieriger,
qualifizierte Arbeitskräfte zu finden. Auf dem Arbeitsmarkt herrscht vor
allem in technischen Berufen ein wachsender Fachkräftemangel. Die
Schulabgänger bringen oft nicht die notwendigen Praxiskenntnisse mit, weil
die Berufsausbildung nur selten in Unternehmen stattfindet. Deshalb hat die
Deutsch-Tschechische Industrie- und Handelskammer (DTIHK) die Ausbildung
von Fachkräften zu ihrem Thema des Jahres 2012 gemacht und einen offenen
Brief an die tschechische Regierung gerichtet. Radio Prag hat mit dem
geschäftsführenden Vorstandsmitglied der DTIHK, Bernard Bauer, über die
Initiative gesprochen. mehr...
PKS will nach Kauf von Schlecker-Filialen Marktführer in Tschechien werden
Die insolvente Drogeriekette Schlecker kämpft ums Überleben. In
Deutschland, wo Schlecker 1975 gegründet wurde, kommt die Sanierung nicht
voran. Anders sieht es da in Tschechien aus: Hier haben die 145 Filialen
der deutschen Firma seit Anfang Mai einen Käufer aus dem eigenen Land
gefunden: das Unternehmen p.k. Solvent (PKS). Der Kaufpreis wurde zwar
nicht bekanntgegeben, mit 700 Geschäften der Marke „Teta“ aber gehört
PKS zu den zweitgrößten Drogerieanbietern im Land. mehr...
Tschechisch-russische Handelsbeziehungen wieder im Aufwind
Die zurückliegende Wirtschaftskrise hat auch den Handel der Tschechischen
Republik mit Russland beeinträchtigt. Nach zweijähriger Stagnation aber
haben beide Länder den bilateralen Ex- und Import wieder angekurbelt.
Maßgeblich zu dieser Aufwärtsentwicklung beigetragen hat die Tatsache,
dass Russland am 16. Dezember vorigen Jahres der Welthandelsorganisation
(WTO) beigetreten ist. Auf dem russischen Markt ist andererseits aber auch
die Konkurrenz für die tschechischen Firmen gewachsen. mehr...
RWE-Manager: Nationale Energiepolitiken stehen grundlegender Energieversorgung im Weg
Durch deutschen Ökostrom, der auf dem Weg von den Windrädern im Norden
nach Süddeutschland auch durch das tschechische Netz geleitet wird, war es
in jüngerer Vergangenheit wiederholt zu einer Netz-Überlastung in
Tschechien gekommen. Politiker in Tschechien malten deshalb auch schon
einmal die Gefahr eines Black-outs an die Wand. Bundeskanzlerin Angela
Merkel versicherte aber bei ihrem jüngsten Prag-Besuch, dass Deutschland
dem Nachbarland bei der Stärkung seines Hochspannungsnetzes helfen werde.
Mit E.ON und RWE sind zwei starke deutsche Energiekonzerne zudem schon
länger auf dem tschechischen Markt. Und auf einer Konferenz in Prag wurde
auch darüber debattiert, worin die eigentlichen Probleme in der
europäischen Energieversorgung der Gegenwart liegen. mehr...
Regierung will Weinsteuer einführen, Winzer sind dagegen
Eine der Sparmaßnahmen – oder besser: eine der neuen Einnahmequellen
für den Staat – soll eine spezielle Steuer auf Wein sein. Gemeint ist
der so genannte stille Wein, der im Gegensatz zum Schaumwein bisher nicht
besteuert wird. Die Gesetzesvorlage dazu soll demnächst ins Parlament
eingebracht werden. Die Idee von Finanzminister Kalousek ist dabei auch,
über bestimmte Ausnahmen von der Steuer die tschechischen Winzer vor der
ausländischen Konkurrenz zu schützen. Doch die Winzer befürchten, dass
das Gegenteil der Fall sein wird. mehr...
Streit verschärft sich: Tschechien wirft Polen schlechte Informationspolitik zu Lebensmitteln vor
Tschechien und Polen sind Nachbarländer, die sich ziemlich gut verstehen
– und das nicht nur sprachlich. Ab und zu gibt es aber auch Probleme und
dann knirscht es gewaltig in der Zusammenarbeit. Ein solches Problem wird
jetzt mehr und mehr zum Zankapfel, auch weil sich die polnische Seite
bisher nur wenig kooperativ zeigt. Es geht um die jahrelange Beimengung von
Industriesalz in polnischen Lebensmitteln. Polen hat diesen Skandal zwar
zugegeben, die tschechische Seite aber immer noch nicht detailliert
darüber informiert. Deshalb will Landwirtschaftsminister Petr Bendl im
Rahmen der EU durchsetzen, dass Tschechien die Einfuhr von Lebensmitteln
aus Polen stoppen kann. mehr...
Der schlaue Hans soll Kleinanleger ins Investment einführen
In Tschechien sparen die Menschen lieber, als dass sie investieren. Einer
Untersuchung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und
Entwicklung (OECD) zufolge sind zwei Drittel dieser Investitionen zudem
finanziell bescheiden. Nun aber wurde eine Geschäftsidee losgetreten, dank
der mehr Bewegung in den tschechischen Investitionsmarkt kommen soll. Es
geht um den Kauf von Investitionsprodukten via Internet ohne
Inanspruchnahme eines Finanzberaters. mehr...
Deutsche Firmen: Tschechien ist wieder der attraktivste Standort in Mittel- und Osteuropa
Zwei Drittel der deutschen Firmen in Tschechien sehen die
Wirtschaftsaussichten in Tschechien stabil oder positiv, 65 Prozent würden
hier wieder investieren. Das geht aus einer aktuellen Konjunkturumfrage der
Deutsch-Tschechischen Industrie- und Handelskammer (DTIHK) unter über 150
Firmen hervor. Die eigene Geschäftslage bewerten die deutschen Unternehmen
mehrheitlich positiver als die allgemeine Wirtschaftsentwicklung in
Tschechien. Der Optimismus ist gegenüber dem Vorjahr deutlich abgeflaut.
Dennoch ist Tschechien aus Sicht der hiesigen Investoren der attraktivste
Investitionsstandort in Mittel- und Osteuropa. Radio Prag sprach darüber
mit dem Leiter der Abteilung Unternehmenskommunikation der DTIHK, Hannes
Lachmann.
mehr...
Mehrere Baufirmen in Tschechien kämpfen ums nackte Überleben
Das tschechische Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im vergangenen Jahr im
Vergleich zum Vorjahr 2010 um 1,7 Prozent gestiegen. Einen großen Anteil
daran hatte die verarbeitende Industrie, die einen Zuwachs von 9,8 Prozent
verzeichnete. Im Gegensatz dazu wies das Bauwesen ein Minus von 7,1 Prozent
gegenüber dem Vorjahr aus. Die Baubranche ist bereits seit drei Jahren im
Abwärtstrend. mehr...
Hartes Jahr für Arbeitnehmer: 2012 sollen Löhne kaum steigen und Entlassungen drohen
Die Erschütterungen der letzten Jahre – angefangen mit der Bankenkrise
bis hin zur Schuldenkrise in der Eurozone – haben die tschechische
Politik und Wirtschaft sensibilisiert. Am Montag verkündete die Regierung,
wegen ausbleibenden Wirtschaftswachstums für dieses und das nächste Jahr
Haushaltseinsparungen in Milliardenhöhe vorzunehmen. In der Wirtschaft
wiederum will einer Umfrage zufolge jede elfte Firma in diesem Jahr
Arbeitnehmer entlassen. Und die von den Beschäftigten erhofften
Lohnerhöhungen wird es wohl auch nicht geben. mehr...
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