Archiv: Wirtschaft | Arbeit Arbeit
Wie viele Facharbeiter braucht das Land? Tschechien diskutiert über sein Bildungssystem
In Tschechien wird seit geraumer Zeit darüber diskutiert, dass die Zahl
qualifizierter Facharbeiter sinkt. Vertreter der Wirtschaft rufen immer
lauter nach Änderungen in der schulischen Fachausbildung. Ihrer
Vorstellung nach sollte dieser Bildungszweig gestärkt werden. Vom
Bildungsminister verlangen sie deutliche Eingriffe, und der Ressortchef
hat
auch bereits reagiert. Doch gibt es auch viele Kritiker an diesem Weg. mehr...
ČSA-Piloten wehren sich gegen Entlassungen mit Bummelstreik
In der tschechischen Fluggesellschaft ČSA brennt derzeit die Luft. Nicht
im Flieger, aber umso mehr in den Personalbüros. Denn die Piloten sind
höchst ungehalten über die fortschreitende Umstrukturierung des
Unternehmens, in deren Folge auch ihnen eine zweite Entlassungswelle droht.
Sie wollen darauf mit einem Bummelstreik reagieren, was wiederum zu
Verspätungen oder sogar zur Streichung von Flügen führen könnte. mehr...
Regierung billigt Haushalt und Einheitsmehrwertsteuer – VV-Partei aber weiter unzufrieden
Das tschechische Regierungskabinett hat am Mittwoch den Haushaltsentwurf
für das kommende Jahr verabschiedet. Teil der Entscheidung war auch ein
Votum zur Höhe der künftigen Einheitsmehrwertsteuer ab dem Jahr 2013.
Finanzminister Kalousek hatte einen Satz von 19 Prozent vorgeschlagen, die
Partei der öffentlichen Angelegenheiten (VV) bestand jedoch auf dem
ursprünglich im Koalitionsvertrag fixierten Satz von 17,5 Prozent.
Letztlich konnte sich die VV-Partei durchsetzen – zwei ihrer Minister
stimmten dennoch nicht für den Haushaltsentwurf. mehr...
Tschechien drohen Ausgleichszahlungen an slowakische Rentner in Milliardenhöhe
Das tschechische Rentensystem ist seit langem schon durch den
demographischen Wandel gefährdet. Viel Zeit wurde mit Diskussionen vertan.
Doch die Regierung Nečas ist nun dabei, ihre Rentenreform durchzusetzen.
Am Mittwoch stimmte das Abgeordnetenhaus dem Reformvorhaben in erster
Lesung zu. Während also der Gesetzgeber versucht, die Folgen des
demographischen Wandels aufzufangen, droht dem tschechischen Rentensystem
ein weiteres, aber hausgemachtes Malheur: Es könnten Milliarden Kronen
fällig werden, um die Rentenbezüge von slowakischen Staatsbürgern aus
der Zeit des gemeinsamen tschechoslowakischen Staates aufzubessern. mehr...
Ein Viertel aller Tschechen geht offiziell einem Gewerbe nach
Die Tschechische Republik ist ein Land der Unternehmer. Zu Ende vergangenen
Jahres überstieg die Zahl der hierzulande ausgegebenen Gewerbescheine
bereits die Grenze von drei Millionen. Das ist bemerkenswert, schließlich
leben im Land nur rund zehn Millionen Menschen. Mehr über das Phänomen
nun von Lothar Martin in unserem Wirtschaftsmagazin. Sie hören eine
Wiederholung vom Januar dieses Jahres. mehr...
Streit um Rente mit 67: Gewerkschaftsprotest macht Regierung nachdenklich
Die tschechischen Arbeitnehmer gehen meist vorzeitig in Rente. Kaum einer
erreicht die vorgesehene Altersgrenze, im Schnitt verlassen sie bereits mit
57 Jahren den produktiven Prozess. Und das ist selbst im europäischen
Vergleich ziemlich früh. Leisten kann sich das Tschechien aber nicht: Das
Durchschnittsalter der Bevölkerung steigt enorm und die Finanzierung der
Renten ist schon heute nicht mehr gesichert. Nun ist die
liberal-konservative tschechische Regierung von Premier Petr Nečas dabei,
im Rahmen der so genannten kleinen Rentenreform eine Erhöhung des
Renteneinstiegsalters durchzusetzen. Gewerkschaften und linksgerichtete
Opposition sind aufgebracht. mehr...
„Bürger, wir streiken auch für Euch!“ - Gewerkschaften wollen den Verkehr lahm legen
Angekündigt hatten sie es schon vor 8 Tagen, als abermals keine Einigung
zwischen Regierung und Gewerkschaften über die Reformpolitik erzielt
worden war. Den Gewerkschaften ist nun die Geduld ausgegangen: Am Montag
nächster Woche wird so schnell niemand pünktlich seinen Arbeitsplatz
erreichen – es gibt Streik. mehr...
Regierung beschließt einheitliche Mehrwertsteuer – Kritik von Opposition und Ökonomen
Die tschechische Regierung hat eine Reform der Mehrwertsteuer
verabschiedet. Ab dem Jahr 2013 soll dabei ein einheitlicher
Mehrwertsteuersatz von 17,5 Prozent gelten. Die Zusammenführung des
unteren und des oberen Steuersatzes erfolgt schrittweise. So wird im
kommenden Jahr erst einmal die untere Mehrwertsteuer von 10 auf 14 Prozent
angehoben. Der obere Wert bleibt aber noch ein Jahr lang bei 20 Prozent.
Während die Regierung am Mittwoch dies einstimmig entschied, sind
Wirtschaftsfachleute gespaltener Meinung. Klare Ablehnung äußerten die
Opposition und die Gewerkschaften. mehr...
Rentenreform: Gewerkschaften, Arbeitgeber und Fachleute kritisieren Regierungspläne
Symbolisch fünf Minuten vor zwölf Uhr startete am vergangenen Samstag
eine von den Gewerkschaften organisierte Demonstrationen gegen die Reformen
der bürgerlichen Regierung von Premier Petr Nečas. Zu den zentralen
Kritikpunkten gehört dabei insbesondere die vorgesehene Reform der
Rentensysteme. mehr...
Arbeit ohne Arbeitserlaubnis: Ende der Übergangsfrist für neue EU-Länder
Im Jahr 2004 sind die Tschechische Republik und weitere sieben Länder der
Europäischen Union beigetreten. Sieben Jahre lang verwehrten danach
Deutschland und Österreich den Arbeitnehmern dieser Länder den freien
Zugang auf ihren Arbeitsmarkt. Am Sonntag, zum 1. Mai 2011 sind die
Beschränkungen aufgehoben worden. Was das für Arbeitnehmer und Firmen aus
Tschechien bedeutet, fasst Markéta Kachlíková zusammen. mehr...

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