Archiv: Wirtschaft | Arbeit Arbeit
Kampf der Krise – mit einem nationalen Wirtschaftsrat und Finanzreserven
Was machen gegen die weltweite Finanzkrise? Das ist eine der wichtigsten
Fragen, die sich der tschechischen EU-Ratspräsidentschaft stellen. Aber es
ist auch immer mehr ein Thema für die eigene Wirtschaftspolitik der
tschechischen Regierung.
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Regierung unterstützt Exportwirtschaft und Autoindustrie
Sie ist seit Wochen in aller Munde und sorgt in Ministerbüros, Redaktionen
und Unternehmen stets für Nachschub an schlechten Nachrichten. Die Rede
ist von der weltweiten Finanzkrise. Erst am Mittwoch musste der
tschechische Finanzminister einräumen, dass auch die Wirtschaft
hierzulande im nächsten Jahr weit weniger wachsen wird als erwartet. Damit
ist auch der Haushaltsentwurf in Gefahr: Das Budgetdefizit wird 2009 aller
Voraussicht nach weit stärker steigen als geplant. Wir haben darüber
ausführlich berichtet. Auch immer mehr tschechische Unternehmen kommen
durch die Finanzkrise in Bedrängnis. Die Regierung versucht nun,
gegenzusteuern.
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Finanzkrise hat Tschechien erreicht: Hohe Exportverluste und mehr Arbeitslose
In der Wirtschaft werden seit Wochen alle Fragen von nur einem Thema
überlagert: die weltweite Finanzmarktkrise. Zurzeit kann eigentlich kein
Wirtschaftsexperte genau vorhersagen, wie lange sie dauern und welche
Folgen sie haben wird. Tschechien galt noch bis vor kurzem als fast
krisensicher. Mittlerweile machen sich die Auswirkungen der Krise aber auch
hierzulande bemerkbar.
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Lohnzuwächse in Tschechien fallen immer geringer aus
Die weltweite Finanzmarktkrise – diese derzeit ständig hör- und lesbare
Wortgruppe wird mit großer Wahrscheinlichkeit das „Wort des Jahres“
werden. Oder vielmehr, für viele nahe liegend, das „Unwort des
Jahres“. Denn auch in Tschechien schlägt sie sich in immer mehr
Bereichen nieder. Zum Beispiel in der Lohnentwicklung. Nach Meinung von
Finanzexperten wird die Krise den Lohnanstieg im nächsten Jahr sogar noch
stärker bremsen als in diesem Jahr.
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Internationale Finanzkrise gefährdet Budgetentwurf und Autoindustrie
Die internationale Finanzkrise zeigt auch in Tschechien immer stärkere
Auswirkungen. Zwar betonen Politiker und Experten immer wieder, der
Bankensektor sei gesund. Doch der Budgetentwurf für das Jahr 2009 ist
mittlerweile ein gutes Stück von der wirtschaftlichen Realität entfernt.
Und auch einer der wichtigsten tschechischen Wirtschaftszweige, die
Automobilindustrie, kommt immer mehr unter Druck.
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Krise in der Glasholding: Staat beschließt Hilfe für entlassene Beschäftigte
Die tschechische Regierung hat sich entschlossen, den Regionen zu helfen,
die vom Konkurs des Glasfabrikanten Bohemia Crystalex Trading (BCT)
betroffen sind. Das Geld soll den Angestellten helfen, die ihren
Arbeitsplatz verloren haben oder verlieren werden. Eine Finanzspritze für
das Konkursunternehmen selbst wird es jedoch nicht geben.
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Dem steigenden Lohn ist die Inflation hart auf den Fersen
Die Verdienstmöglichkeiten in Tschechien werden immer besser. Allein im
ersten Quartal dieses Jahres ist der durchschnittliche Lohn im Land auf
etwas mehr als 22.500 Kronen brutto (ca. 920 Euro) angestiegen. Das sind
zehn Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die hohe
Inflation aber relativiert das Ganze. Nach Abzug der diesjährigen
Inflationsrate haben die Tschechen reell gesehen nur drei Prozent mehr im
Portemonnaie. mehr...
Gewerkschaften: mehr Lohn und keine Liberalisierung der Arbeitsgesetze
Im Juni noch hatten die Gewerkschaftsverbände jede Woche gegen die
Regierungsreformen protestiert. Dann war Ruhe: Politik und Protest hatten
sich in die Sommerferien verabschiedet. Nun scheint aber der Regierung ein
heißer Herbst zu drohen. Am Donnerstag gab der Gewerkschaftsdachverband
ČMKOS eine Pressekonferenz, bei der er weitere Proteste ankündigte.
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Ende mit Anstand: Siemens und Gewerkschafter einigen sich auf hohe Abfindungen
Vor einem Monat hatte der deutsche Technologiekonzern Siemens bekannt
gegeben, dass er im Rahmen einer größeren Umstrukturierung auch sein
Schienenfahrzeugwerk in Prag bis Mitte nächsten Jahres schließen oder
aber verkaufen werde. Das hat zur Folge, dass die knapp 1000 Beschäftigen
des Werks ab Juli 2009 womöglich ohne Arbeit dastehen werden. Mit
Sicherheit aber nicht mit leeren Händen, wie die Verhandlungen zwischen
der Prager Firmenleitung und der Gewerkschaft am Montag ergeben haben.
Lothar Martin mit den Einzelheiten.
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Green Card kommt – Parlament beschließt Einführung ab Anfang 2009
Auf dem tschechischen Arbeitsmarkt besteht ein Mangel an Arbeitskräften,
insbesondere an gering qualifizierten. Zur Lösung des Problems hat die
Regierung die Einführung von so genannten Green Cards vorgeschlagen, um
die offenen Stellen mit Arbeitssuchenden aus dem Ausland zu besetzen. Im
Parlament wurde nun darüber abgestimmt. Patrick Gschwend berichtet. mehr...
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