Archiv: Sport | Sportgeschichte Sportgeschichte

Tschechen, Böhmen und der olympische Gedanke

28-07-2012 02:01 | Till Janzer

Am Freitag wurden in London die 30. Olympischen Sommerspiele eröffnet. Mit dabei sind auch 133 tschechische Athleten. Sie führen damit eine lange Tradition bei den neuzeitlichen Spielen fort: Bereits 1900 haben tschechische Sportler teilgenommen – und das sogar als selbständige Nation. Doch wie kam es dazu und warum es keine gemeinsame Mannschaft des Habsburger Reiches? mehr...

Erster Olympischer Fackellauf 1936: Durch Prag nur unter Polizeischutz

27-07-2012 16:16 | Marco Zimmermann

Foto: Bundesarchiv Das olympische Feuer wird traditionell vom letzten Teilnehmer des olympischen Staffellaufs entzündet, indem er die Fackel in das Stadion trägt. Millionen Menschen verfolgen jedes Mal das Spektakel am Fernseher und live vor Ort. Diese Tradition des Staffellaufs wurde erst 1936 bei den Olympischen Spielen in Nazi-Deutschland eingeführt. Der erste Lauf vor 76 Jahren aus dem antiken Olympia nach Berlin führte auch durch die damalige Tschechoslowakei. Die Gegner der Nationalsozialisten aber wollten die Stafette unterbrechen. mehr...

Ex-Olympionikin Zátopková: Spiele von London haben mein Leben geprägt

27-07-2012 16:16 | Lothar Martin

Dana Zátopková London ist zum dritten Mal nach 1908 und 1948 Austragungsort von Olympischen Sommerspielen. Viele der Medaillengewinner der ersten Spiele nach dem Zweiten Weltkrieg leben nicht mehr. In der tschechischen Hauptstadt Prag aber fiebert noch eine rüstige Dame den bevorstehenden Wettbewerben entgegen, die 1948 dabei war und vier Jahre später in Helsinki Olympiasiegerin im Speerwerfen wurde. Es ist die 89-jährige Dana Zátopková, die Witwe des berühmten Langstreckenläufers Emil Zátopek. mehr...

Dana Zátopková: Vor 60 Jahren genoss ich in Helsinki das pure Glück

11-07-2012 17:11 | Lothar Martin

Dana Zátopková Am 27. Juli beginnen in London die XXX. Olympischen Sommerspiele. Drei Tage davor feiert die älteste noch lebende tschechische Olympiasiegerin, die ehemalige Speerwerferin Dana Zátopková, das Jubiläum ihres größten sportlichen Erfolges: Am 24. Juli 1952 gewann sie in ihrer Disziplin die olympische Goldmedaille. Die Spiele von Helsinki vor 60 Jahren aber waren auch die Sternstunde ihres im November 2000 verstorbenen Gatten Emil Zátopek – der einstige Wunderläufer wurde Olympiasieger auf den Langstrecken über 5000 und 10.000 Meter sowie im Marathonlauf. Emils Witwe Dana, die im September ihren 90. Geburtstag feiert, erinnert sich noch sehr gut an das gemeinsame Karriere-Highlight. mehr...

Fußball-EM: Rosický hofft auf Wiederholung des Turnierverlaufs von 1996

13-06-2012 17:12 | Lothar Martin

Tomáš Rosický (Foto: ČTK) Seit sechs Tagen zieht sie nicht nur Fußballverrückte und sportinteressierte Menschen in ihren Bann: die Endrunde der Fußball-Europameisterschaft 2012, die dieser Tage in Polen und der Ukraine ausgetragen wird. Für diese EM hat sich auch die tschechische Nationalmannschaft qualifiziert. Und das zum fünften Mal in Folge seit der Teilung der Tschechoslowakei im Jahr 1993. Seitdem kehrte das tschechische Team bei jeder zweiten Endrunde mit einer Medaille nach Hause. Und diesmal? Schon in den Gruppenspielen zeigte sich, dass die Trauben für Čech, Rosický und Co. bei dieser EM besonders hoch hängen. mehr...

„Nun waren sie alle Bergleute“ - Josef Haslingers Roman „Jáchymov“ über Eishockey, Politik und Zwangsarbeit

02-06-2012 02:01 | Marco Zimmermann

Im vergangenen Jahr erschien das Buch „Jáchymov“ von Josef Haslinger. Der österreichische Schriftsteller geht in diesem Roman auf ein dunkles Kapitel der tschechischen Geschichte ein – nämlich auf die politischen Prozesse der 1950er Jahre und die Zwangsarbeit politischer Gefangener in den Uranminen in und um Jáchymov. Haslinger wählt eine besondere Person, um die Ereignisse zu schildern: den berühmten Eishockeytorwart Bohumil Modrý, der mitsamt der gesamten Eishockeymannschaft 1950 verurteilt wurde und im kommunistischen Gefängnis- und Lagersystem verschwand. mehr...

Olympiasieger Armin Hary: „Zátopek war ein wunderbarer Mensch“

06-12-2011 16:55 | Lothar Martin

Emil Zátopek (Foto: Roger Rössing, Deutsche Fotothek, CC 3.0) Wer kennt ihn noch, den ersten Sprinter der Welt, der die 100 Meter in exakt 10,0 Sekunden lief? Es war der Deutsche Armin Hary, der neben seinem Zehn-Sekunden-Lauf 1960 in Zürich im selben Jahr auch Olympiasieger in Rom wurde. Seitdem hat man von dem einstigen Sprint-Genie nicht mehr allzu viel gehört. Radio Prag aber hat den heute 74-Jährigen in diesem Jahr bei einem Besuch in Prag getroffen. Armin Hary war mit einer kleinen Gruppe deutscher Unternehmer in der Moldaustadt, um sich unter anderem erstmals ein Eishockeyspiel in Tschechien anzusehen.  mehr...

„Nun waren sie alle Bergleute.“ Josef Haslingers Roman „Jáchymov“ über Eishockey, Politik und Zwangsarbeit

03-12-2011 02:01 | Marco Zimmermann

Im Sommer dieses Jahres erschien das Buch „Jáchymov“ des österreichischen Schriftstellers Josef Haslinger. Er geht in diesem Roman auf ein dunkles Kapitel der tschechischen Geschichte ein – nämlich auf die politischen Prozesse der 1950er Jahre und die Zwangsarbeit politischer Gefangener in den Uranminen in und um Jáchymov. Haslinger wählt eine besondere Person, um die Ereignisse zu schildern: den berühmten Eishockeytorwart Bohumil Modrý, der mitsamt der gesamten Eishockeymannschaft 1950 verurteilt wurde und im kommunistischen Gefängnis- und Lagersystem verschwand. mehr...

Ex-Fußballprofi Lokvenc: Tschechien muss Nachwuchsarbeit nach deutschem Vorbild ausrichten

19-10-2011 18:03 | Lothar Martin

Vratislav Lokvenc Unverhofft kommt oft. Die Deutsch-Tschechische Industrie- und Handelskammer (DTIHK) und die Repräsentanz des Freistaates Bayern in Tschechien veranstalteten am vergangenen Samstag das erste Oktoberfest der bayerischen Art in Prag. Unter den Teilnehmern waren auch einige illustre Gäste, darunter der ehemalige Fußballprofi der deutschen und österreichischen Bundesliga, Vratislav Lokvenc. Lothar Martin ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen, mit dem 38-jährigen Tschechen ins Gespräch zu kommen.  mehr...

„Um 180 Grad gedreht“ – Sporthistoriker Waic zum deutschen Sport in der Tschechoslowakei

03-09-2011 | Till Janzer

Pepi Bican (Foto: Slavia Prag) Die Tschechoslowakei war bei ihrer Gründung am Ende des Ersten Weltkriegs ein multiethnischer Staat. Der moderne Sport indes und besonders die Turnbewegung sind eher national geprägt. In der Tschechoslowakei lebten auch mehr als drei Millionen Deutsche. Ihr sportliches Aushängeschild war vor allem der Skilauf. In welchem Verhältnis standen aber der tschechische und der deutsche Sport in der Tschechoslowakei zueinander? Wie wurden die Nationalmannschaften zusammengesetzt? Der Sporthistoriker Marek Waic von der Prager Karlsuniversität antwortet im Folgenden auf diese und weitere Fragen. mehr...

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