Archiv: Sport | Sportgeschichte Sportgeschichte

Dana Zátopková: Vor 60 Jahren genoss ich in Helsinki das pure Glück

11-07-2012 17:11 | Lothar Martin

Dana Zátopková Am 27. Juli beginnen in London die XXX. Olympischen Sommerspiele. Drei Tage davor feiert die älteste noch lebende tschechische Olympiasiegerin, die ehemalige Speerwerferin Dana Zátopková, das Jubiläum ihres größten sportlichen Erfolges: Am 24. Juli 1952 gewann sie in ihrer Disziplin die olympische Goldmedaille. Die Spiele von Helsinki vor 60 Jahren aber waren auch die Sternstunde ihres im November 2000 verstorbenen Gatten Emil Zátopek – der einstige Wunderläufer wurde Olympiasieger auf den Langstrecken über 5000 und 10.000 Meter sowie im Marathonlauf. Emils Witwe Dana, die im September ihren 90. Geburtstag feiert, erinnert sich noch sehr gut an das gemeinsame Karriere-Highlight. mehr...

Fußball-EM: Rosický hofft auf Wiederholung des Turnierverlaufs von 1996

13-06-2012 17:12 | Lothar Martin

Tomáš Rosický (Foto: ČTK) Seit sechs Tagen zieht sie nicht nur Fußballverrückte und sportinteressierte Menschen in ihren Bann: die Endrunde der Fußball-Europameisterschaft 2012, die dieser Tage in Polen und der Ukraine ausgetragen wird. Für diese EM hat sich auch die tschechische Nationalmannschaft qualifiziert. Und das zum fünften Mal in Folge seit der Teilung der Tschechoslowakei im Jahr 1993. Seitdem kehrte das tschechische Team bei jeder zweiten Endrunde mit einer Medaille nach Hause. Und diesmal? Schon in den Gruppenspielen zeigte sich, dass die Trauben für Čech, Rosický und Co. bei dieser EM besonders hoch hängen. mehr...

„Nun waren sie alle Bergleute“ - Josef Haslingers Roman „Jáchymov“ über Eishockey, Politik und Zwangsarbeit

02-06-2012 02:01 | Marco Zimmermann

Im vergangenen Jahr erschien das Buch „Jáchymov“ von Josef Haslinger. Der österreichische Schriftsteller geht in diesem Roman auf ein dunkles Kapitel der tschechischen Geschichte ein – nämlich auf die politischen Prozesse der 1950er Jahre und die Zwangsarbeit politischer Gefangener in den Uranminen in und um Jáchymov. Haslinger wählt eine besondere Person, um die Ereignisse zu schildern: den berühmten Eishockeytorwart Bohumil Modrý, der mitsamt der gesamten Eishockeymannschaft 1950 verurteilt wurde und im kommunistischen Gefängnis- und Lagersystem verschwand. mehr...

Olympiasieger Armin Hary: „Zátopek war ein wunderbarer Mensch“

06-12-2011 16:55 | Lothar Martin

Emil Zátopek (Foto: Roger Rössing, Deutsche Fotothek, CC 3.0) Wer kennt ihn noch, den ersten Sprinter der Welt, der die 100 Meter in exakt 10,0 Sekunden lief? Es war der Deutsche Armin Hary, der neben seinem Zehn-Sekunden-Lauf 1960 in Zürich im selben Jahr auch Olympiasieger in Rom wurde. Seitdem hat man von dem einstigen Sprint-Genie nicht mehr allzu viel gehört. Radio Prag aber hat den heute 74-Jährigen in diesem Jahr bei einem Besuch in Prag getroffen. Armin Hary war mit einer kleinen Gruppe deutscher Unternehmer in der Moldaustadt, um sich unter anderem erstmals ein Eishockeyspiel in Tschechien anzusehen.  mehr...

„Nun waren sie alle Bergleute.“ Josef Haslingers Roman „Jáchymov“ über Eishockey, Politik und Zwangsarbeit

03-12-2011 02:01 | Marco Zimmermann

Im Sommer dieses Jahres erschien das Buch „Jáchymov“ des österreichischen Schriftstellers Josef Haslinger. Er geht in diesem Roman auf ein dunkles Kapitel der tschechischen Geschichte ein – nämlich auf die politischen Prozesse der 1950er Jahre und die Zwangsarbeit politischer Gefangener in den Uranminen in und um Jáchymov. Haslinger wählt eine besondere Person, um die Ereignisse zu schildern: den berühmten Eishockeytorwart Bohumil Modrý, der mitsamt der gesamten Eishockeymannschaft 1950 verurteilt wurde und im kommunistischen Gefängnis- und Lagersystem verschwand. mehr...

Ex-Fußballprofi Lokvenc: Tschechien muss Nachwuchsarbeit nach deutschem Vorbild ausrichten

19-10-2011 18:03 | Lothar Martin

Vratislav Lokvenc Unverhofft kommt oft. Die Deutsch-Tschechische Industrie- und Handelskammer (DTIHK) und die Repräsentanz des Freistaates Bayern in Tschechien veranstalteten am vergangenen Samstag das erste Oktoberfest der bayerischen Art in Prag. Unter den Teilnehmern waren auch einige illustre Gäste, darunter der ehemalige Fußballprofi der deutschen und österreichischen Bundesliga, Vratislav Lokvenc. Lothar Martin ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen, mit dem 38-jährigen Tschechen ins Gespräch zu kommen.  mehr...

„Um 180 Grad gedreht“ – Sporthistoriker Waic zum deutschen Sport in der Tschechoslowakei

03-09-2011 | Till Janzer

Pepi Bican (Foto: Slavia Prag) Die Tschechoslowakei war bei ihrer Gründung am Ende des Ersten Weltkriegs ein multiethnischer Staat. Der moderne Sport indes und besonders die Turnbewegung sind eher national geprägt. In der Tschechoslowakei lebten auch mehr als drei Millionen Deutsche. Ihr sportliches Aushängeschild war vor allem der Skilauf. In welchem Verhältnis standen aber der tschechische und der deutsche Sport in der Tschechoslowakei zueinander? Wie wurden die Nationalmannschaften zusammengesetzt? Der Sporthistoriker Marek Waic von der Prager Karlsuniversität antwortet im Folgenden auf diese und weitere Fragen. mehr...

Tschechiens Leichtathleten wollen die WM 2009 in Daegu vergessen machen

24-08-2011 17:28 | Lothar Martin

Tomáš Dvořák (Foto: Finneye, CC BY-SA 2.0) Alle zwei Jahre steht in der Sportwelt der Monat August im Blickpunkt der Leichtathleten. Dann nämlich messen die besten von Ihnen ihre Kräfte bei einer Weltmeisterschaft. Dieses Ereignis steht unmittelbar vor der Tür, denn ab kommendem Wochenende wird in Daegu die aktuelle WM ausgetragen. mehr...

Štěpánek feiert tolles Comeback – Kulhavý bestätigt seine Extraklasse

10-08-2011 17:15 | Lothar Martin

Radek Štěpánek (Foto: ČTK) Die Schwimm-Weltmeisterschaften in Shanghai sind schon wieder Geschichte, die Leichtathletik-WM im südkoreanischen Daegu dagegen steht noch aus. Zwischen diesen beiden Höhepunkten der Sommersport-Saison aber schwingt „König Fußball“ wieder kräftig das Zepter. Aus tschechischer Sicht erfreulich, dass am vergangenen Wochenende zudem Erfolge aus den olympischen Sportarten Tennis und Mountainbiking vermeldet wurden.  mehr...

Der freche Elfmeter und seine Akteure: Panenka und Maier 35 Jahre nach dem EM-Finale

29-06-2011 19:04 | Till Janzer

Antonín Panenka (Mitte) und Sepp Maier (rechts) in der Deutschen Botschaft (Foto: Marc Bader) Es gibt viele, die Antonín Panenka nachahmen wollten. Immer wieder hat sich einer beim Elfmeterschuss am berühmten Lupfer versucht, der den tschechischen Mittelfeldspieler schlagartig berühmt gemacht hat – und sein Gegenüber Sepp Maier ziemlich blamierte. Doch niemand verwandelte so sicher wie er. Im EM-Finale von Belgrad standen sich der Tscheche und der deutsche Torhüter am 20. Juni 1976 beim entscheidenden Schuss im Elfmeterdrama gegenüber. Und als sich Panenkas Lupfer ins Tor senkte, war die Tschechoslowakei zum ersten und einzigen Mal Europameister. Auf der anderen Seite hatte nicht nur Maier, sondern die ganze favorisierte Elf aus der Bundesrepublik das Nachsehen. Vergangene Woche sind sich Spieler aus beiden Fußballteams von damals nach 35 Jahren erneut begegnet: bei einer von der Friedrich-Ebert-Stiftung initiierten Talkshow in der Deutschen Botschaft in Prag. Maier und Panenka antworteten dabei auch auf die Fragen von Radio Prag.  mehr...

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