Archiv: Sport | Sportgeschichte Sportgeschichte

Olympiasieger Armin Hary: „Zátopek war ein wunderbarer Mensch“

06-12-2011 16:55 | Lothar Martin

Foto: Focus Wer kennt ihn noch, den ersten Sprinter der Welt, der die 100 Meter in exakt 10,0 Sekunden lief? Es war der Deutsche Armin Hary, der neben seinem Zehn-Sekunden-Lauf 1960 in Zürich im selben Jahr auch Olympiasieger in Rom wurde. Seitdem hat man von dem einstigen Sprint-Genie nicht mehr allzu viel gehört. Radio Prag aber hat den heute 74-Jährigen in diesem Jahr bei einem Besuch in Prag getroffen. Armin Hary war mit einer kleinen Gruppe deutscher Unternehmer in der Moldaustadt, um sich unter anderem erstmals ein Eishockeyspiel in Tschechien anzusehen. mehr...

„Nun waren sie alle Bergleute.“ Josef Haslingers Roman „Jáchymov“ über Eishockey, Politik und Zwangsarbeit

03-12-2011 02:01 | Marco Zimmermann

Im Sommer dieses Jahres erschien das Buch „Jáchymov“ des österreichischen Schriftstellers Josef Haslinger. Er geht in diesem Roman auf ein dunkles Kapitel der tschechischen Geschichte ein – nämlich auf die politischen Prozesse der 1950er Jahre und die Zwangsarbeit politischer Gefangener in den Uranminen in und um Jáchymov. Haslinger wählt eine besondere Person, um die Ereignisse zu schildern: den berühmten Eishockeytorwart Bohumil Modrý, der mitsamt der gesamten Eishockeymannschaft 1950 verurteilt wurde und im kommunistischen Gefängnis- und Lagersystem verschwand. mehr...

Ex-Fußballprofi Lokvenc: Tschechien muss Nachwuchsarbeit nach deutschem Vorbild ausrichten

19-10-2011 18:03 | Lothar Martin

Vratislav Lokvenc Unverhofft kommt oft. Die Deutsch-Tschechische Industrie- und Handelskammer (DTIHK) und die Repräsentanz des Freistaates Bayern in Tschechien veranstalteten am vergangenen Samstag das erste Oktoberfest der bayerischen Art in Prag. Unter den Teilnehmern waren auch einige illustre Gäste, darunter der ehemalige Fußballprofi der deutschen und österreichischen Bundesliga, Vratislav Lokvenc. Lothar Martin ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen, mit dem 38-jährigen Tschechen ins Gespräch zu kommen.  mehr...

„Um 180 Grad gedreht“ – Sporthistoriker Waic zum deutschen Sport in der Tschechoslowakei

03-09-2011 | Till Janzer

Pepi Bican (Foto: Slavia Prag) Die Tschechoslowakei war bei ihrer Gründung am Ende des Ersten Weltkriegs ein multiethnischer Staat. Der moderne Sport indes und besonders die Turnbewegung sind eher national geprägt. In der Tschechoslowakei lebten auch mehr als drei Millionen Deutsche. Ihr sportliches Aushängeschild war vor allem der Skilauf. In welchem Verhältnis standen aber der tschechische und der deutsche Sport in der Tschechoslowakei zueinander? Wie wurden die Nationalmannschaften zusammengesetzt? Der Sporthistoriker Marek Waic von der Prager Karlsuniversität antwortet im Folgenden auf diese und weitere Fragen. mehr...

Tschechiens Leichtathleten wollen die WM 2009 in Daegu vergessen machen

24-08-2011 17:28 | Lothar Martin

Tomáš Dvořák Alle zwei Jahre steht in der Sportwelt der Monat August im Blickpunkt der Leichtathleten. Dann nämlich messen die besten von Ihnen ihre Kräfte bei einer Weltmeisterschaft. Dieses Ereignis steht unmittelbar vor der Tür, denn ab kommendem Wochenende wird in Daegu die aktuelle WM ausgetragen. mehr...

Štěpánek feiert tolles Comeback – Kulhavý bestätigt seine Extraklasse

10-08-2011 17:15 | Lothar Martin

Radek Štěpánek (Foto: ČTK) Die Schwimm-Weltmeisterschaften in Shanghai sind schon wieder Geschichte, die Leichtathletik-WM im südkoreanischen Daegu dagegen steht noch aus. Zwischen diesen beiden Höhepunkten der Sommersport-Saison aber schwingt „König Fußball“ wieder kräftig das Zepter. Aus tschechischer Sicht erfreulich, dass am vergangenen Wochenende zudem Erfolge aus den olympischen Sportarten Tennis und Mountainbiking vermeldet wurden.  mehr...

Der freche Elfmeter und seine Akteure: Panenka und Maier 35 Jahre nach dem EM-Finale

29-06-2011 19:04 | Till Janzer

Elfmeterschießen: Antonín Panenka und Sepp Maier Es gibt viele, die Antonín Panenka nachahmen wollten. Immer wieder hat sich einer beim Elfmeterschuss am berühmten Lupfer versucht, der den tschechischen Mittelfeldspieler schlagartig berühmt gemacht hat – und sein Gegenüber Sepp Maier ziemlich blamierte. Doch niemand verwandelte so sicher wie er. Im EM-Finale von Belgrad standen sich der Tscheche und der deutsche Torhüter am 20. Juni 1976 beim entscheidenden Schuss im Elfmeterdrama gegenüber. Und als sich Panenkas Lupfer ins Tor senkte, war die Tschechoslowakei zum ersten und einzigen Mal Europameister. Auf der anderen Seite hatte nicht nur Maier, sondern die ganze favorisierte Elf aus der Bundesrepublik das Nachsehen. Vergangene Woche sind sich Spieler aus beiden Fußballteams von damals nach 35 Jahren erneut begegnet: bei einer von der Friedrich-Ebert-Stiftung initiierten Talkshow in der Deutschen Botschaft in Prag. Maier und Panenka antworteten dabei auch auf die Fragen von Radio Prag. mehr...

Nacht von Belgrad: Panenka und Maier trafen 35 Jahre nach EM-Finale in Prag zusammen

22-06-2011 16:51 | Till Janzer

Elfmeterschießen: Antonín Panenka und Sepp Maier Die Elf des Deutschen Fußballbundes hat viele Titel gewonnen. Einer aber entging ihr, obwohl sie der Favorit war. Am 20. Juni 1976 wurde die Mannschaft um Franz Beckenbauer und Dieter Müller im EM-Finale von Belgrad vom Außenseiter Tschechoslowakei auf denkwürdige Weise geschlagen: im ersten Elfmeterschießen in einem großen Finale und durch den frechsten Elfmeter der EM-Geschichte. Die Mannschaft der damaligen ČSSR gewann damals ihren einzigen Europameistertitel. Held des Abends war Antonín Panenka. Beim letzten Elfmeter besaß er die Dreistigkeit, den Ball nicht zu schießen, sondern in die Mitte des Tores zu lupfen. Bereits am Boden liegend konnte der deutsche Torwart Sepp Maier nur noch verdutzt zuschauen. Am Montag, genau 35 Jahre später, sind Antonín Panenka und Sepp Maier in Prag erneut zusammengetroffen. mehr...

Olympiasieger Armin Hary zählt Emil Zátopek zu seinen sehr guten Bekannten

15-02-2011 18:01 | Lothar Martin

Foto: Focus Wer kennt ihn noch, den ersten Sprinter der Welt, der die 100 Meter in exakt 10,0 Sekunden lief? Es war der Deutsche Armin Hary, der neben seinem Zehn-Sekunden-Lauf 1960 in Zürich im selben Jahr auch Olympiasieger in Rom wurde. Seitdem hat man von dem einstigen Sprint-Genie nicht mehr allzu viel gehört. Radio Prag aber hat den heute 73-Jährigen erst kürzlich, am 1. Februar, bei einem Besuch in Prag getroffen. Armin Hary war mit einer kleinen Gruppe deutscher Unternehmer in der Moldaustadt, um sich unter anderem erstmals ein Eishockeyspiel in Tschechien anzusehen.  mehr...

Fußballlegende Masopust: „Bei der WM 1962 haben wir es allen gezeigt“

09-02-2011 17:16 | Lothar Martin

Josef Masopust In Argentinien wird Diego Maradona bis heute als Fußballgenie vergöttert, in Deutschland wird Franz Beckenbauer als Lichtgestalt gepriesen. Aber auch in Tschechien gibt es einen Fußballer, der schon zu Lebzeiten eine Legende ist: Josef Masopust. Am 9. Februar feiert der in Střimice bei Most / Brüx geborene Masopust seinen 80. Geburtstag. In seiner 50 Jahre währenden Sportkarriere (25 Jahre als Spieler und 25 Jahre als Trainer) schaffte Masopust etwas, was keinem anderen Tschechen bisher gelang: Er stand 1962 mit der Tschechoslowakei im WM-Finale, erzielte bei der 1:3-Niederlage gegen Brasilien das Ehrentor und wurde im selbem Jahr zu Europas Fußballer des Jahres gewählt. Wenige Tage vor seinem Lebensjubiläum führte Radio Prag mit ihm ein Exklusivinterview.  mehr...

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