Archiv: Sport | Sportgeschichte Sportgeschichte
Olympiasieger Armin Hary: „Zátopek war ein wunderbarer Mensch“
Wer kennt ihn noch, den ersten Sprinter der Welt, der die 100 Meter in
exakt 10,0 Sekunden lief? Es war der Deutsche Armin Hary, der neben seinem
Zehn-Sekunden-Lauf 1960 in Zürich im selben Jahr auch Olympiasieger in Rom
wurde. Seitdem hat man von dem einstigen Sprint-Genie nicht mehr allzu viel
gehört. Radio Prag aber hat den heute 74-Jährigen in diesem Jahr bei
einem Besuch in Prag getroffen. Armin Hary war mit einer kleinen Gruppe
deutscher Unternehmer in der Moldaustadt, um sich unter anderem erstmals
ein Eishockeyspiel in Tschechien anzusehen. mehr...
„Nun waren sie alle Bergleute.“ Josef Haslingers Roman „Jáchymov“ über Eishockey, Politik und Zwangsarbeit
Im Sommer dieses Jahres erschien das Buch „Jáchymov“ des
österreichischen Schriftstellers Josef Haslinger. Er geht in diesem Roman
auf ein dunkles Kapitel der tschechischen Geschichte ein – nämlich auf
die politischen Prozesse der 1950er Jahre und die Zwangsarbeit politischer
Gefangener in den Uranminen in und um Jáchymov. Haslinger wählt eine
besondere Person, um die Ereignisse zu schildern: den berühmten
Eishockeytorwart Bohumil Modrý, der mitsamt der gesamten
Eishockeymannschaft 1950 verurteilt wurde und im kommunistischen
Gefängnis- und Lagersystem verschwand. mehr...
Ex-Fußballprofi Lokvenc: Tschechien muss Nachwuchsarbeit nach deutschem Vorbild ausrichten
Unverhofft kommt oft. Die Deutsch-Tschechische Industrie- und Handelskammer
(DTIHK) und die Repräsentanz des Freistaates Bayern in Tschechien
veranstalteten am vergangenen Samstag das erste Oktoberfest der bayerischen
Art in Prag. Unter den Teilnehmern waren auch einige illustre Gäste,
darunter der ehemalige Fußballprofi der deutschen und österreichischen
Bundesliga, Vratislav Lokvenc. Lothar Martin ließ sich die Gelegenheit
nicht nehmen, mit dem 38-jährigen Tschechen ins Gespräch zu kommen.
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„Um 180 Grad gedreht“ – Sporthistoriker Waic zum deutschen Sport in der Tschechoslowakei
Die Tschechoslowakei war bei ihrer Gründung am Ende des Ersten Weltkriegs
ein multiethnischer Staat. Der moderne Sport indes und besonders die
Turnbewegung sind eher national geprägt. In der Tschechoslowakei lebten
auch mehr als drei Millionen Deutsche. Ihr sportliches Aushängeschild war
vor allem der Skilauf. In welchem Verhältnis standen aber der tschechische
und der deutsche Sport in der Tschechoslowakei zueinander? Wie wurden die
Nationalmannschaften zusammengesetzt? Der Sporthistoriker Marek Waic von
der Prager Karlsuniversität antwortet im Folgenden auf diese und weitere
Fragen. mehr...
Tschechiens Leichtathleten wollen die WM 2009 in Daegu vergessen machen
Alle zwei Jahre steht in der Sportwelt der Monat August im Blickpunkt der
Leichtathleten. Dann nämlich messen die besten von Ihnen ihre Kräfte bei
einer Weltmeisterschaft. Dieses Ereignis steht unmittelbar vor der Tür,
denn ab kommendem Wochenende wird in Daegu die aktuelle WM ausgetragen. mehr...
Štěpánek feiert tolles Comeback – Kulhavý bestätigt seine Extraklasse
Die Schwimm-Weltmeisterschaften in Shanghai sind schon wieder Geschichte,
die Leichtathletik-WM im südkoreanischen Daegu dagegen steht noch aus.
Zwischen diesen beiden Höhepunkten der Sommersport-Saison aber schwingt
„König Fußball“ wieder kräftig das Zepter. Aus tschechischer Sicht
erfreulich, dass am vergangenen Wochenende zudem Erfolge aus den
olympischen Sportarten Tennis und Mountainbiking vermeldet wurden.
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Der freche Elfmeter und seine Akteure: Panenka und Maier 35 Jahre nach dem EM-Finale
Es gibt viele, die Antonín Panenka nachahmen wollten. Immer wieder hat
sich einer beim Elfmeterschuss am berühmten Lupfer versucht, der den
tschechischen Mittelfeldspieler schlagartig berühmt gemacht hat – und
sein Gegenüber Sepp Maier ziemlich blamierte. Doch niemand verwandelte so
sicher wie er. Im EM-Finale von Belgrad standen sich der Tscheche und der
deutsche Torhüter am 20. Juni 1976 beim entscheidenden Schuss im
Elfmeterdrama gegenüber. Und als sich Panenkas Lupfer ins Tor senkte, war
die Tschechoslowakei zum ersten und einzigen Mal Europameister. Auf der
anderen Seite hatte nicht nur Maier, sondern die ganze favorisierte Elf aus
der Bundesrepublik das Nachsehen. Vergangene Woche sind sich Spieler aus
beiden Fußballteams von damals nach 35 Jahren erneut begegnet: bei einer
von der Friedrich-Ebert-Stiftung initiierten Talkshow in der Deutschen
Botschaft in Prag. Maier und Panenka antworteten dabei auch auf die Fragen
von Radio Prag. mehr...
Nacht von Belgrad: Panenka und Maier trafen 35 Jahre nach EM-Finale in Prag zusammen
Die Elf des Deutschen Fußballbundes hat viele Titel gewonnen. Einer aber
entging ihr, obwohl sie der Favorit war. Am 20. Juni 1976 wurde die
Mannschaft um Franz Beckenbauer und Dieter Müller im EM-Finale von Belgrad
vom Außenseiter Tschechoslowakei auf denkwürdige Weise geschlagen: im
ersten Elfmeterschießen in einem großen Finale und durch den frechsten
Elfmeter der EM-Geschichte. Die Mannschaft der damaligen ČSSR gewann
damals ihren einzigen Europameistertitel. Held des Abends war Antonín
Panenka. Beim letzten Elfmeter besaß er die Dreistigkeit, den Ball nicht
zu schießen, sondern in die Mitte des Tores zu lupfen. Bereits am Boden
liegend konnte der deutsche Torwart Sepp Maier nur noch verdutzt zuschauen.
Am Montag, genau 35 Jahre später, sind Antonín Panenka und Sepp Maier in
Prag erneut zusammengetroffen. mehr...
Olympiasieger Armin Hary zählt Emil Zátopek zu seinen sehr guten Bekannten
Wer kennt ihn noch, den ersten Sprinter der Welt, der die 100 Meter in
exakt 10,0 Sekunden lief? Es war der Deutsche Armin Hary, der neben seinem
Zehn-Sekunden-Lauf 1960 in Zürich im selben Jahr auch Olympiasieger in Rom
wurde. Seitdem hat man von dem einstigen Sprint-Genie nicht mehr allzu viel
gehört. Radio Prag aber hat den heute 73-Jährigen erst kürzlich, am 1.
Februar, bei einem Besuch in Prag getroffen. Armin Hary war mit einer
kleinen Gruppe deutscher Unternehmer in der Moldaustadt, um sich unter
anderem erstmals ein Eishockeyspiel in Tschechien anzusehen.
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Fußballlegende Masopust: „Bei der WM 1962 haben wir es allen gezeigt“
In Argentinien wird Diego Maradona bis heute als Fußballgenie vergöttert,
in Deutschland wird Franz Beckenbauer als Lichtgestalt gepriesen. Aber auch
in Tschechien gibt es einen Fußballer, der schon zu Lebzeiten eine Legende
ist: Josef Masopust. Am 9. Februar feiert der in Střimice bei Most / Brüx
geborene Masopust seinen 80. Geburtstag. In seiner 50 Jahre währenden
Sportkarriere (25 Jahre als Spieler und 25 Jahre als Trainer) schaffte
Masopust etwas, was keinem anderen Tschechen bisher gelang: Er stand 1962
mit der Tschechoslowakei im WM-Finale, erzielte bei der 1:3-Niederlage
gegen Brasilien das Ehrentor und wurde im selbem Jahr zu Europas Fußballer
des Jahres gewählt. Wenige Tage vor seinem Lebensjubiläum führte Radio
Prag mit ihm ein Exklusivinterview.
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