Archiv: Natur | Ökologie Ökologie
Erste Borkenkäfer-Debatte blieb ergebnislos – einzig Waffenruhe vereinbart
Im Böhmerwald tobt seit einigen Wochen der Borkenkäferstreit. Die
Nationalparkverwaltung ließ in einem wertvollen Gebiet unweit der Gemeinde
Modrava / Mader in den vergangenen Wochen rund 4200 Bäume fällen. Gegen
diese intensive Borkenkäferbekämpfung protestierten Umweltschützer.
Einen Monat lang versuchten sie vor Ort, den Holzschlag zu blockieren.
Nachdem die Holzfäller ihre Arbeiten erst einmal beendet haben, wurde nun
auch die Blockade vorläufig abgebrochen. Am Montag trafen Vertreter der
Nationalparkverwaltung, der Böhmerwaldgemeinden, Wissenschaftler und
Umweltschützer zu ersten Gesprächen zusammen. Unter den Teilnehmern des
Treffens war auch Jaromír Kyzour, der bei der Umweltbewegung Duha
(Regenbogen) das Programm „Wälder“ leitet. Radio Prag hat mit Jaromír
Kyzour gesprochen. mehr...
Borkenkäferstreit: Wissenschaftler geben Öko-Aktivisten recht
Im Nationalpark Böhmerwald bemühen sich seit 18 Tagen Umweltaktivisten,
das Abholzen der vom Borkenkäfer befallenen Bäume zu verhindern. Die
Wissenschaftler geben den Umweltfreunden Recht. mehr...
Borkenkäferkrieg im Nationalpark Böhmerwald: Polizisten greifen ein
Etwa ein Hundert Bäume wurden gefällt, vier Aktivisten wurden in
Handschellen von den Polizisten abgeführt und vierzig Polizisten waren im
Einsatz. So die Bilanz des Streits um den Borkenkäfer im Böhmerwald, der
sich am Montag zuspitzte. Die Umweltschützer versuchen seit zwölf Tagen,
das Fällen der vom Borkenkäfer angefallenen Bäume in einem geschützten
Teil des Nationalparks zu verhindern. Ihren Kampf gegen das Vorhaben der
Verwaltung des Nationalparks geben die Umweltfreunde jedoch nicht auf. mehr...
Umweltaktivisten blockieren Holzschlag im Nationalpark Böhmerwald
Im Böhmerwald spitzt sich der Streit um den Borkenkäfer zu. Seit Ende
vergangener Woche verhindern Umweltaktivisten, dass vom Käfer befallene
Bäume in einem geschützten Teil des Nationalparks gefällt werden. Die
Ökologen werfen der Verwaltung des Nationalparks vor, rund 3000 Bäume
fällen zu wollen, obwohl sie keine Genehmigung dafür habe. mehr...
„In Tschechien gibt es keine naturnahe Forstwirtschaft“ – Interview mit Professor Fanta
Der Streit um die Bekämpfung des Borkenkäfers im Böhmerwald spitzt sich
zu. Seit vergangener Woche blockieren Umweltaktivisten eine Stelle im
dortigen Nationalpark, wo rund 3000 Bäume gefällt werden sollen, die vom
Käfer befallen wurden. Es geht aber nicht nur um diesen Fall, sondern
allgemein darum, ob in den strengsten Schutzzonen des Parks der Wald seiner
natürlichen Entwicklung überlassen werden soll, oder ob auch gefällt
werden darf. Denn seit einigen Jahren schon stehen sich beide Seiten fast
unversöhnlich gegenüber: die Regionalpolitiker und die Holz verarbeitende
Industrie auf der einen Seite sowie die Wissenschaftler und Naturschützer
auf der anderen Seite. Der neue Nationalpark-Leiter Jan Stráský hat den
Konflikt erneut angeheizt. Er will nämlich fällen lassen, auch wenn
Umweltminister Chalupa dafür Auflagen stellt. Über das Thema sprach Radio
Prag mit dem Forstwissenschaftler Professor Josef Fanta. mehr...
Neue Arten von Fledermäusen, Spinnen und der Schakal in Mähren entdeckt
Der Klimawandel, der seit längerer Zeit auf unserer Erde beobachtet wird,
hat vielfältige Auswirkungen. Tiere zum Beispiel müssen sich den
Veränderungen ihrer Lebensräume anpassen. Nicht selten führt das zum
Wechsel oder zur Ausdehnung ihres Verbreitungsgebiets. Veränderungen in
der Tierwelt werden mittlerweile auch in Tschechien vermehrt beobachtet. mehr...
Wachtelkönig oder Skipiste: Soll das Altvatergebirge Nationalpark werden?
Insgesamt vier Nationalparks bestehen bisher in Tschechien. Es gibt indes
Initiativen, um noch weitere geschützte Gebiete des Landes aufzuwerten.
Zum Beispiel die Gegend um die Burg Křivoklát in Mittelböhmen, für die
noch der ehemalige Umweltminister Bursík von den Grünen geworben hatte.
In den letzten Monaten sind wiederum Stimmen laut geworden, die im
Altvatergebirge die Einrichtung eines Nationalparks fordern. Die Reihen der
Befürworter wachsen, neben Prominenten können sich auch immer mehr
Wirtschaftsvertreter für den Gedanken erwärmen. Kritiker warnen hingegen
vor Problemen mit dem Borkenkäfer infolge des höheren Naturschutzes. mehr...
Erinnerung an Tschernobyl: Wir haben damals überhaupt nichts gewusst
Nicht nur in der Ukraine, sondern in der ganzen Welt, wird am Dienstag an
Tschernobyl erinnert. Vor 25 Jahren, am 26. April 1986, war es im dortigen
Atomkraftwerk bei einem Sicherheitstest zur Explosion in einem der
Reaktoren gekommen. Auch die damalige Tschechoslowakei blieb damals vom
Austritt der atomaren Strahlung nicht verschont. Dennoch genießt die
Atomenergie hierzulande eine ziemlich hohe Unterstützung, es gibt aber
ebenso Bewegungen gegen das Atom. mehr...
„In Tschechien gibt es keine naturnahe Forstwirtschaft“
Neben der Politik wurde in Tschechien zuletzt ein Thema besonders hoch
gekocht: die Bekämpfung des Borkenkäfers im Böhmerwald. Hier stehen sich
seit einigen Jahren zwei Parteien fast unversöhnlich gegenüber: die
Regionalpolitiker und Beschäftigten der Holz verarbeitenden Industrie auf
der einen sowie die Wissenschaftler und Naturschützer auf der anderen
Seite. Seit der Ernennung des neuen Nationalpark-Leiters Jan Stráský
spitzte sich der Konflikt in den vergangenen Wochen noch weiter zu. Am
Gründonnerstag hat Umweltminister Chalupa dann entschieden, die rasanten
Pläne von Stráský etwas zu stutzen. Doch an dem Vorhaben, vom
Borkenkäfer befallene Bäume auch in den strengsten Schutzzonen zu
fällen, hat sich nicht viel geändert. Über das Thema sprach Radio Prag
mit Professor Josef Fanta.
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Minister Chalupa: Bekämpfung des Borkenkäfers nur manuell erlaubt
Zu Ostern sind in Tschechien für gewöhnlich der Osterhase und das
Osterlamm in aller Munde. Vor dem diesjährigen Frühlingsfest hat ihnen
aber ein anderes Tierchen – zumindest medial – den Rang abgelaufen: der
Borkenkäfer. Das vermehrte Auftreten des Käfers im Böhmerwald hat
nämlich eine breite und hitzige Debatte darüber entzündet, in welcher
Form das als Schädling wahrgenommene Insekt zu bekämpfen sei. Deshalb
geriet auch Umweltminister Tomáš Chalupa immer mehr unter Druck, alsbald
eine Entscheidung in dieser Frage zu fällen. Am Gründonnerstag hat er
seinen Standpunkt verkündet.
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