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„In Tschechien gibt es keine naturnahe Forstwirtschaft“ – Interview mit Professor Fanta
Der Streit um die Bekämpfung des Borkenkäfers im Böhmerwald spitzt sich
zu. Seit vergangener Woche blockieren Umweltaktivisten eine Stelle im
dortigen Nationalpark, wo rund 3000 Bäume gefällt werden sollen, die vom
Käfer befallen wurden. Es geht aber nicht nur um diesen Fall, sondern
allgemein darum, ob in den strengsten Schutzzonen des Parks der Wald seiner
natürlichen Entwicklung überlassen werden soll, oder ob auch gefällt
werden darf. Denn seit einigen Jahren schon stehen sich beide Seiten fast
unversöhnlich gegenüber: die Regionalpolitiker und die Holz verarbeitende
Industrie auf der einen Seite sowie die Wissenschaftler und Naturschützer
auf der anderen Seite. Der neue Nationalpark-Leiter Jan Stráský hat den
Konflikt erneut angeheizt. Er will nämlich fällen lassen, auch wenn
Umweltminister Chalupa dafür Auflagen stellt. Über das Thema sprach Radio
Prag mit dem Forstwissenschaftler Professor Josef Fanta. mehr...
Wachtelkönig oder Skipiste: Soll das Altvatergebirge Nationalpark werden?
Insgesamt vier Nationalparks bestehen bisher in Tschechien. Es gibt indes
Initiativen, um noch weitere geschützte Gebiete des Landes aufzuwerten.
Zum Beispiel die Gegend um die Burg Křivoklát in Mittelböhmen, für die
noch der ehemalige Umweltminister Bursík von den Grünen geworben hatte.
In den letzten Monaten sind wiederum Stimmen laut geworden, die im
Altvatergebirge die Einrichtung eines Nationalparks fordern. Die Reihen der
Befürworter wachsen, neben Prominenten können sich auch immer mehr
Wirtschaftsvertreter für den Gedanken erwärmen. Kritiker warnen hingegen
vor Problemen mit dem Borkenkäfer infolge des höheren Naturschutzes. mehr...
„In Tschechien gibt es keine naturnahe Forstwirtschaft“
Neben der Politik wurde in Tschechien zuletzt ein Thema besonders hoch
gekocht: die Bekämpfung des Borkenkäfers im Böhmerwald. Hier stehen sich
seit einigen Jahren zwei Parteien fast unversöhnlich gegenüber: die
Regionalpolitiker und Beschäftigten der Holz verarbeitenden Industrie auf
der einen sowie die Wissenschaftler und Naturschützer auf der anderen
Seite. Seit der Ernennung des neuen Nationalpark-Leiters Jan Stráský
spitzte sich der Konflikt in den vergangenen Wochen noch weiter zu. Am
Gründonnerstag hat Umweltminister Chalupa dann entschieden, die rasanten
Pläne von Stráský etwas zu stutzen. Doch an dem Vorhaben, vom
Borkenkäfer befallene Bäume auch in den strengsten Schutzzonen zu
fällen, hat sich nicht viel geändert. Über das Thema sprach Radio Prag
mit Professor Josef Fanta.
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Minister Chalupa: Bekämpfung des Borkenkäfers nur manuell erlaubt
Zu Ostern sind in Tschechien für gewöhnlich der Osterhase und das
Osterlamm in aller Munde. Vor dem diesjährigen Frühlingsfest hat ihnen
aber ein anderes Tierchen – zumindest medial – den Rang abgelaufen: der
Borkenkäfer. Das vermehrte Auftreten des Käfers im Böhmerwald hat
nämlich eine breite und hitzige Debatte darüber entzündet, in welcher
Form das als Schädling wahrgenommene Insekt zu bekämpfen sei. Deshalb
geriet auch Umweltminister Tomáš Chalupa immer mehr unter Druck, alsbald
eine Entscheidung in dieser Frage zu fällen. Am Gründonnerstag hat er
seinen Standpunkt verkündet.
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Umweltschützer und Ex-Minister warnen: Borkenkäfer-Bekämpfung könnte zur Blamage werden
Der Borkenkäfer spielt eine wichtige Rolle im Stoffkreislauf des
Ökosystems Wald. Wahrgenommen werden die Borkenkäfer jedoch zumeist nur
durch die starken Schäden, die einige Arten von ihnen nach
Massenvermehrungen in Wäldern anrichten können. Wie im Böhmerwald.
Deshalb will der neue Direktor der Verwaltung des Nationalparks Šumava
(Böhmerwald), Jan Stráský, den Schädling Borkenkäfer aktiv
bekämpfen.
Die von ihm geplanten Maßnahmen reichen von der konsequenten Abholzung
vom
Borkenkäfer befallener oder auch nur bedrohter Bäume bis hin zum
Versprühen von Insektenvernichtungsmitteln. Gegen diese drastischen
Maßnahmen aber regt sich immer größerer Widerstand. mehr...
Ex-Premier Stráský leitet Nationalpark Böhmerwald - Naturschützer sind entsetzt
Der Nationalpark Böhmerwald hat einen neuen Chef. Umweltminister Tomáš
Chalupa hat ihn am Montag vorgestellt und am Mittwoch dann ernannt. Es ist
der ehemalige tschechoslowakische Premier Jan Stráský. Bei den
Naturschützern stößt die Wahl auf harte Kritik.
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Die magischen Steinreihen von Kounov
Manche Forscher schreiben ihnen magische Kräfte zu. Doch die Steinreihen
von Kounov / Kaunowa ziehen Forscher und Touristen schon allein deswegen
an, weil ihr Ursprung Rätsel aufgibt. Wie, wann, von wem und wozu wurden
diese Steinreihen angelegt? Vieles liegt auch heute noch im Dunkeln rund um
die 1500 Steinblöcke aus Quarzit auf der Anhöhe Rovina bei dem
mittelböhmischen Ort. Gewiss ist nur eines: Die Steinblöcke traten nicht
auf natürliche Weise aus dem Boden hervor, sondern Menschen haben sie
hingeschafft. Die Bürgermeisterin von Kounov, Dana Bechynská, führte
Maria Hammerich-Maier durch das rätselhafte Steinfeld.
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Zerstörte Landschaft in Tschechien: Wie der Mensch dem Hochwasser geholfen hat
In den letzten Jahren hat Tschechien immer wieder unter Hochwasser zu
leiden, zuletzt war dies am zweiten Augustwochenende in Nordböhmen der
Fall. Da schoss das Wasser einfach die kleinen Flüsse und Bäche runter
und riss fast alles mit, was ihm in den Weg kam. Fünf Menschen kamen in
den Fluten ums Leben und die Schäden an Häusern, Brücken, Straßen und
Eisenbahnlinien betragen nach ersten Schätzungen umgerechnet 260 Millionen
Euro. Das ist tragisch, doch wir Menschen sind auch selbst Schuld, dass wir
so heimgesucht werden. Denn wir hätten die Landschaft extrem beschädigt
seit Beginn der Industrialisierung, behaupten Umweltexperten.
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Eisbären versus Veitsdom: Der Prager Zoo ist beliebter als die Burg
Eine aktuelle Studie der tschechischen Tourismus-Agentur Czech Tourism hat
ergeben, dass im vergangenen Jahr der Prager Zoo die Touristenattraktion
Nummer eins in Tschechien war – noch vor der Prager Burg. Radio Prag hat
vor Ort nachgefragt: Was hat der Prager Zoo, was die Prager Burg nicht hat?
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Naturschützer weiter gegen geplanten Elbe-Ausbau
Tschechien hält am Ausbau der Elbe zur internationalen Wasserstraße fest.
Dagegen protestieren Umweltschützer auf beiden Seiten der Grenze. Wir
haben bereits ausführlich darüber berichtet. Die vor kurzem angetretene
neue Regierung hat den Elbausbau nun zu einer ihrer Prioritäten erklärt
und will bis zu 800 Millionen Euro in den Bau von zwei Staustufen im
tschechisch-deutschen Grenzgebiet investieren. Radio Prag hat sich vor Ort
ein Bild gemacht.
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