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„In Tschechien gibt es keine naturnahe Forstwirtschaft“
Neben der Politik wurde in Tschechien zuletzt ein Thema besonders hoch
gekocht: die Bekämpfung des Borkenkäfers im Böhmerwald. Hier stehen sich
seit einigen Jahren zwei Parteien fast unversöhnlich gegenüber: die
Regionalpolitiker und Beschäftigten der Holz verarbeitenden Industrie auf
der einen sowie die Wissenschaftler und Naturschützer auf der anderen
Seite. Seit der Ernennung des neuen Nationalpark-Leiters Jan Stráský
spitzte sich der Konflikt in den vergangenen Wochen noch weiter zu. Am
Gründonnerstag hat Umweltminister Chalupa dann entschieden, die rasanten
Pläne von Stráský etwas zu stutzen. Doch an dem Vorhaben, vom
Borkenkäfer befallene Bäume auch in den strengsten Schutzzonen zu
fällen, hat sich nicht viel geändert. Über das Thema sprach Radio Prag
mit Professor Josef Fanta.
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Minister Chalupa: Bekämpfung des Borkenkäfers nur manuell erlaubt
Zu Ostern sind in Tschechien für gewöhnlich der Osterhase und das
Osterlamm in aller Munde. Vor dem diesjährigen Frühlingsfest hat ihnen
aber ein anderes Tierchen – zumindest medial – den Rang abgelaufen: der
Borkenkäfer. Das vermehrte Auftreten des Käfers im Böhmerwald hat
nämlich eine breite und hitzige Debatte darüber entzündet, in welcher
Form das als Schädling wahrgenommene Insekt zu bekämpfen sei. Deshalb
geriet auch Umweltminister Tomáš Chalupa immer mehr unter Druck, alsbald
eine Entscheidung in dieser Frage zu fällen. Am Gründonnerstag hat er
seinen Standpunkt verkündet.
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Umweltschützer und Ex-Minister warnen: Borkenkäfer-Bekämpfung könnte zur Blamage werden
Der Borkenkäfer spielt eine wichtige Rolle im Stoffkreislauf des
Ökosystems Wald. Wahrgenommen werden die Borkenkäfer jedoch zumeist nur
durch die starken Schäden, die einige Arten von ihnen nach
Massenvermehrungen in Wäldern anrichten können. Wie im Böhmerwald.
Deshalb will der neue Direktor der Verwaltung des Nationalparks Šumava
(Böhmerwald), Jan Stráský, den Schädling Borkenkäfer aktiv
bekämpfen.
Die von ihm geplanten Maßnahmen reichen von der konsequenten Abholzung
vom
Borkenkäfer befallener oder auch nur bedrohter Bäume bis hin zum
Versprühen von Insektenvernichtungsmitteln. Gegen diese drastischen
Maßnahmen aber regt sich immer größerer Widerstand. mehr...
Ex-Premier Stráský leitet Nationalpark Böhmerwald - Naturschützer sind entsetzt
Der Nationalpark Böhmerwald hat einen neuen Chef. Umweltminister Tomáš
Chalupa hat ihn am Montag vorgestellt und am Mittwoch dann ernannt. Es ist
der ehemalige tschechoslowakische Premier Jan Stráský. Bei den
Naturschützern stößt die Wahl auf harte Kritik.
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Die magischen Steinreihen von Kounov
Manche Forscher schreiben ihnen magische Kräfte zu. Doch die Steinreihen
von Kounov / Kaunowa ziehen Forscher und Touristen schon allein deswegen
an, weil ihr Ursprung Rätsel aufgibt. Wie, wann, von wem und wozu wurden
diese Steinreihen angelegt? Vieles liegt auch heute noch im Dunkeln rund um
die 1500 Steinblöcke aus Quarzit auf der Anhöhe Rovina bei dem
mittelböhmischen Ort. Gewiss ist nur eines: Die Steinblöcke traten nicht
auf natürliche Weise aus dem Boden hervor, sondern Menschen haben sie
hingeschafft. Die Bürgermeisterin von Kounov, Dana Bechynská, führte
Maria Hammerich-Maier durch das rätselhafte Steinfeld.
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Zerstörte Landschaft in Tschechien: Wie der Mensch dem Hochwasser geholfen hat
In den letzten Jahren hat Tschechien immer wieder unter Hochwasser zu
leiden, zuletzt war dies am zweiten Augustwochenende in Nordböhmen der
Fall. Da schoss das Wasser einfach die kleinen Flüsse und Bäche runter
und riss fast alles mit, was ihm in den Weg kam. Fünf Menschen kamen in
den Fluten ums Leben und die Schäden an Häusern, Brücken, Straßen und
Eisenbahnlinien betragen nach ersten Schätzungen umgerechnet 260 Millionen
Euro. Das ist tragisch, doch wir Menschen sind auch selbst Schuld, dass wir
so heimgesucht werden. Denn wir hätten die Landschaft extrem beschädigt
seit Beginn der Industrialisierung, behaupten Umweltexperten.
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Eisbären versus Veitsdom: Der Prager Zoo ist beliebter als die Burg
Eine aktuelle Studie der tschechischen Tourismus-Agentur Czech Tourism hat
ergeben, dass im vergangenen Jahr der Prager Zoo die Touristenattraktion
Nummer eins in Tschechien war – noch vor der Prager Burg. Radio Prag hat
vor Ort nachgefragt: Was hat der Prager Zoo, was die Prager Burg nicht hat?
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Naturschützer weiter gegen geplanten Elbe-Ausbau
Tschechien hält am Ausbau der Elbe zur internationalen Wasserstraße fest.
Dagegen protestieren Umweltschützer auf beiden Seiten der Grenze. Wir
haben bereits ausführlich darüber berichtet. Die vor kurzem angetretene
neue Regierung hat den Elbausbau nun zu einer ihrer Prioritäten erklärt
und will bis zu 800 Millionen Euro in den Bau von zwei Staustufen im
tschechisch-deutschen Grenzgebiet investieren. Radio Prag hat sich vor Ort
ein Bild gemacht.
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Hochwasser im zweiten Anlauf
In den letzten Tagen hat es in Tschechien erneut ausgiebig geregnet. In
zahlreichen Gebieten des Landes sind die Pegel von Bächen und Flüssen
gestiegen. An einigen Orten traten sie über die Ufer. In der
Mährisch-schlesischen Region passiert dies binnen kurzer Zeit bereits zum
zweiten Mal.
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Akademie der Wissenschaften für Erhalt der Schutzzonen im Böhmerwald
Eingreifen oder nicht eingreifen? Das ist die Frage im südböhmischen
Nationalpark Šumava / Böhmerwald. Um die richtige Antwort wird schon seit
Jahren gestritten. Denn in der Šumava treibt der Borkenkäfer sein
Unwesen. Und in den ökologisch wertvollsten Gebieten des Nationalparks,
den so genannten „Nicht-Eingriffszonen“ lässt man ihn gewähren. Die
Forstwirtschaft fürchtet die Ausbreitung der Käfer und fordert daher ihre
intensive Bekämpfung. Naturschützer hingegen setzen auf die natürliche
Selbsterneuerung des Waldes. Sie haben nun Rückendeckung erhalten von
einer Expertenkommission der Tschechischen Akademie der Wissenschaften.
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