Archiv: Kultur | Theater Theater
„Hinter der Tür steht der Nullpunkt“ – Prager Straßen verwandeln sich in Theaterbühne
„Hinter der Tür steht der Nullpunkt“ – hinter diesem ungewöhnlichen
Namen verbirgt sich ein Theaterfestival, das an diesem Montag in Prag
beginnt. Ziel und Traum seiner Organisatoren sei es, die Straßen der
tschechischen Hauptstadt den Zuschauer zu öffnen und das Zentrum in eine
große Theaterbühne zu verwandeln. mehr...
Prager Quadriennale 2011: Treffpunkt von Bühnenkünstlern aus 62 Ländern
Seit vergangenem Donnerstag gilt Prag als Zentrum des Welttheaters. Zum
zwölften Mal findet hier ein weltweit führendes künstlerisches Event
statt: die Prager Quadriennale. Seit 1967 bietet sie alle vier Jahre eine
Präsentation zeitgenössischer Arbeiten in einer Vielzahl von Disziplinen
und Genres der bildenden Künste. Diesmal allerdings zum ersten Mal unter
einem neuen Titel: „Prager Quadriennale für Bühnenbild und
Theaterraum“. Teilnehmer aus 62 Staaten - eine Rekordzahl in der
Geschichte der Veranstaltung - stellen sich dem Wettbewerb um die Goldene
Triga und andere prestigeträchtige Auszeichnungen. In den Tagen vom 16.
bis 26. Juni werden insgesamt mehr als 40.000 Menschen, die im Bereich
Theater und Performance professionell arbeiten, Studierende und Besucher
aus aller Welt in Prag erwartet. Kurz vor der Eröffnung der Quadriennale
sprach Jitka Mládková mit der Exekutivdirektorin Daniela Pařízková. mehr...
Startenor José Cura begeistert von Krumau – Saison im Freilichttheater eröffnet
Das Theater mit der höchsten Decke auf der Welt wird sie genannt: die
Freilichtbühne mit dem drehbaren Zuschauerraum im südböhmischen Český
Krumlov / Krumau. Im Theater, das im Schlossgarten steht, werden dieses
Jahr erneut Opern, Schauspiele und Ballettvorstellungen gezeigt. Zum ersten
Mal aber betritt auch ein weltberühmter Sänger die Bühnenbretter: Im
August wird der argentinische Tenor José Cura in Krumau die Titelrolle in
Leoncavallos Oper „Pagliacci“ singen. mehr...
Alma, Muse der Genies
Sie gilt als Muse der Genies, als größte Femme fatale des 20.
Jahrhunderts: Alma-Mahler Werfel. Verheiratet war sie mit dem Komponisten
Gustav Mahler, dem Architekten Walter Gropius und dem Schriftsteller Franz
Werfel. Und es verband sie eine Affäre mit dem Maler Oskar Kokoschka, der
sich nach der Trennung von seiner Geliebten eine lebensgroße Alma-Puppe
anfertigen ließ, um über den Verlust hinwegzukommen. Das Theaterstück
„Alma“ des israelischen Autors Joshua Sobol, inszeniert vom
österreichischen Regisseur Paulus Manker, ist ein Mosaik ihres Lebens. Ab
Sonntag ist es im Prager Palais Martinitz (Martinický palác) zu sehen. mehr...
Kann sich Prag zwei Opernhäuser leisten? Jein, sagt der Kulturminister.
Worüber in den Medien in den letzten Monaten spekuliert wurde, steht nun
fest: Die Staatsoper Prag wird ab Anfang nächsten Jahres mit dem Prager
Nationaltheater zusammengelegt. Gegen die Pläne des Kulturministers zur
Fusion der beiden Theater protestieren vor allem die Mitarbeiter der
Staatsoper. mehr...
Mit Smetanas Oper Libuše wurde das Nationaltheater in Prag vor 130 Jahren eröffnet
Ein doppeltes Jubiläum wird am kommenden Samstag, dem 11. Juni gefeiert
– ein historisches und zugleich musikalisches Ereignis ging nämlich vor
130 Jahren über die Bühne. In Prag wurde am 11. Juni 1881 das
tschechische Nationaltheater eröffnet. Das Werk, das zu diesem Anlass
uraufgeführt wurde, war die Oper Libuše von Bedřich Smetana. mehr...
Wagners Parsifal nach fast 100 Jahren wieder auf der Bühne des Prager Nationaltheaters
Der "Parsifal" von Richard Wagner: Nach dem ausdrücklichen
Willen Wagners sollte sein letztes Bühnenwerk ausschließlich in Bayreuth
aufgeführt werden. Dieses Gebot wurde zwar kurz nach dem Tod des
Komponisten und gegen den Willen seiner Erben in einigen Theatern der Welt
verletzt. In Prag wartete man allerdings 30 Jahre ab, bis die Schutzfrist
nach dem Tod des Komponisten abgelaufen war. 1914 wurde Parsifal gleich
zweimal erstaufgeführt – in der Neuen Deutschen Oper und im
Nationaltheater. Fast einhundert Jahre hat es aber dann im ersten
tschechischen Theaterhaus am Moldau-Ufer gedauert, bis die Oper erneut
einstudiert wurde. Am Samstag war die Premiere des Parsifal im
Nationaltheater. Die Aufführung wurde zu einem großen Erfolg beim
Publikum und erhielt von den Kritikern großes Lob. Sie hören einen
Beitrag von Markéta Kachlíková. mehr...
Wie viele Opernhäuser braucht Prag?
Ein brennendes Thema bewegt zurzeit die Prager Kulturszene, nämlich die
angekündigte Reform der Theaterhäuser in der Stadt. Ersten Äußerungen
des Kulturministers zufolge drohte den beiden größten Bühnen in der
Hauptstadt sogar ein Zusammenschluss.
mehr...
Schulden und schwere Baumängel: Prager Staatsoper vor dem Aus?
Seit über 120 Jahren erklingen in dem Haus neben dem Prager Hauptbahnhof
Arien von Wagner, Mozart, Verdi und Co. Doch nun droht der Prager
Staatsoper die Schließung: Wegen Geldmangels mussten mehrere Premieren
abgesagt werden, und durch das marode Dach dringt Wasser ins Gebäude. Der
erst im vergangenen Sommer neu bestellte Operndirektor konnte sein
langfristiges Sanierungskonzept nicht durchsetzen und hat im Dezember das
Handtuch geworfen. Das Kulturministerium will dem traditionsreichen Haus
nun offenbar eine allerletzte Chance geben.
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„Světlo! – Licht!“ – Robert Wilson und Josef Svoboda im Museum Kampa
Josef Svoboda und Robert Wilson. Diese beiden Bühnenbildner sind alles
andere als gewöhnliche Vertreter ihrer Zunft. Der 69-jährige
US-Amerikaner Wilson hat im Prager Nationaltheater schon in der
Vergangenheit für Aufsehen gesorgt, zurzeit ist Karel Čapeks „Die Sache
Makropulos“ in der Regie und mit einem Bühnenbild von Wilson zu sehen.
Josef Svoboda, der im Jahr 2002 im Alter von 82 Jahren verstarb, gilt als
derjenige unter den Bühnenbildnern, der aus dem Licht als bloßes
Beleuchtungsmittel im Theater ein gezieltes Gestaltungselement gemacht hat.
Im Prager Museum Kampa gibt nun eine Ausstellung einen Überblick über das
Werk der beiden Lichtkünstler zu sehen.
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