Archiv: Kultur | Tanz Tanz
Kein Ei wie das andere: österliche Brauchtumspflege in Tschechien
Das Bemalen von Ostereiern habe in keinem Land eine so starke Tradition wie
in Tschechien. Davon sind die Mitglieder der Vereinigung der Osterei-Maler
und Malerinnen überzeugt. Ihren Sitz hat die Vereinigung im
nordböhmischen Libotenice, einem Dorf am Elbufer unweit von Leitmeritz /
Litoměřice. Rund 150 Mitglieder aus ganz Tschechien gehören ihr an. Die
Osterei-Maler arbeiten mit Volkskundlern zusammen. Sie bemalen die
Ostereier nicht irgendwie, sondern pflegen bewusst nur die
althergebrachten, volkstümlichen Techniken und Stile. Zu Ostern engagieren
sich Mitglieder der Vereinigung bei zahlreichen Ausstellungen in ganz
Tschechien. Maria Hammerich-Maier hat eine davon besucht.
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Mit „Angélique“ und Gott über´s Prager Opernparkett
Der erste Operball fand Anfang des 18. Jahrhunderts in Paris statt. Dennoch
gilt noch heute: Ein Opernball, das ist eine Wiener, eine
österreichisch-ungarische Angelegenheit. Und das ist auch einer der
Gründe, weshalb immer wieder versucht wird, die Tradition des Prager
Opernballs aufrecht zu erhalten. 1948 war das so, dann kam der Kommunismus,
und erst 1992 hat der deutsche Dirigent Friedemann Riehle die Sache wieder
in die Hand genommen. Obwohl immer noch keine ununterbrochene Tradition
entstanden ist – in diesem Jahr findet er wieder statt, der Prager
Operball. Christian Rühmkorf traf Friedemann Riehle in einem Prager Café.
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Faustballett – ein Tanz mit den Teufeln
Am Wochenende feierte im Prager Nationaltheater Goethes wohl bekannteste
Tragödie Premiere: „Faust“. Wer nun jedoch den Klassiker erwartet,
der
irrt. Regisseur Libor Vaculík inszeniert modernes Ballett und nimmt eine
ganz eigene Faust-Interpretation vor. Die Tänzer auf der Bühne befinden
sich auf der Schattenseite des 20. Jahrhunderts, zwischen Nazi-Regime und
kommunistischer Diktatur. Was erleben die Zuschauer dort und wie reagieren
sie auf
den untraditionellen Faust? mehr...
Sieben Tage lang - „Der Halbmond über Prag“
Laut Statistik leben in Tschechien 10.000 bis 12.000 Muslime, davon mehr
als die Hälfte in Prag. Die Mehrheit von ihnen stammt aus arabischen
Ländern. Die tschechische Mehrheitsgesellschaft weiß im Allgemeinen sehr
wenig über diese Menschen, sieht man einmal von den zahlreicher gewordenen
gastronomischen Einrichtungen ab, die orientalische Gerichte anbieten. Um
diesen bescheidenen Rahmen zu erweitern, wurde in Prag ein neues Festival
der orientalischen Kultur gegründet.
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„Der Halbmond über Prag“ – erstes Festival orientalischer Kultur in Tschechien
Seit Freitag vergangener Woche ist „Der Halbmond über Prag“
aufgegangen. Nur virtuell natürlich und nur für sieben Tage im Rahmen des
gleichnamigen Festival der orientalischen Kultur. Informationen aus
„erster Hand“ hat sich Jitka Mládková von Lucie Němečková, der
Festivaldirektorin und -initiatorin, geholt.
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Weltweit berühmte Laterna magika kämpft nach 50 Jahren ums Überleben
Über dem Schicksal des ersten multimedialen Theaters auf der Welt, das am
9. Mai dieses Jahres den 50. Jahrestag seiner offiziellen Eröffnung
feierte, schwebt das Damoklesschwert. Gemeint ist die Prager Laterna
magika. Am 30. Juni ist der Mietvertrag ausgelaufen, auf dessen Grundlage
die Laterna magika bereits vor vielen Jahren ihr Domizil in der Prager
Neuen Bühne des Nationaltheaters gefunden hat. Am Mittwoch dieser Woche
verhandelte Theaterdirektor Petr Tošovský mit Kulturminister Václav
Riedlbauch. Ein weiteres Treffen ist für die kommende Woche vorgesehen.
Bis dahin seien mehrere Varianten im Spiel – bei der unbarmherzigen
Schließung angefangen bis hin zur Suche einer neuen Form der Laterna
magika, informierte der Kulturminister. mehr...
Tod dem Winter – die Tradition der „Smrtholka“ in Hradec Králové
Draußen ist es bereits angenehm warm geworden. Vielleicht hängt es ja
damit zusammen, dass vor kurzem nach slawischer Mythologie in vielen Orten
Tschechiens die so genannte Morena ins Wasser geworfen oder verbrannt
wurde. Morena ist eine in alte Kleider gehüllte Strohpuppe und
symbolisiert Winter, Nacht und Tod. Dieses Brauchtum halten heute noch vor
allem Folkloregruppen aufrecht. mehr...
U2 auf südmährisch: Zimbeltrio Rivus
Das Lied „U muziky“ habe ich vor ein paar Jahren bei einem Winzerfest
in Velké Pavlovice gehört. Es war ein mährisches Volkslied, aber etwas
anders gespielt, als ich es zuvor kannte. So habe ich das Ensemble Rivus
kennen gelernt. Rivus besteht aus drei Musikern, die alle ein Musikstudium
hinter sich haben. Die Seele des Ensembles ist Zimbalist Roman Veverka,
die
Geige spielt Ladislav Švidroň und Kontrabassist Jan Hajný spielt nicht
nur mit Rivus, sondern auch in der Brünner Philharmonie. mehr...
Carmen einmal anders: Mats Ek im Prager Nationaltheater
Er ist eine Persönlichkeit, die in den letzten dreißig Jahren die
Tanzkunst in der ganzen Welt stark beeinflusst hat. Dies sagte der Leiter
des Ballettensembles des Prager Nationaltheaters, Petr Zuska, als er den
schlanken grauhaarigen Mann vor kurzem den Journalisten vorstellte. Sein
Name ist auch für die Prager Ballettliebhaber seit Jahren ein Begriff,
bislang hatten sie jedoch nicht die Möglichkeit, ihn bei der Theaterarbeit
in Prag live zu erleben.
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Folklore: Soldatenwerbung als Inspiration für Tanzentstehung
In der neuen Ausgabe unserer Rubrik MusikCzech können Sie sich mit Jitka
Mládková in die Zeit vor über 100 Jahren zurückversetzen, als junge
Männer für das kaiserliche Heer angeworben wurden. In der südmährischen
Gemeinde Tupesy hat man sich am vergangenen Wochenende das gleiche gemacht.
Mit viel Musik und Tanz, wie es in der gesamten südmährischen Region
üblich ist. Schließlich ist gerade dort der speziphisch mährische Tanz
mit dem Namen „verbuňk“, von Gesang des Tänzers selbst begleitet,
entstanden. Seit über zwei Jahren tschechisches Kulturgut auf der
UNESCO-Liste.
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