Archiv: Kultur | Tanz Tanz

Kein Ei wie das andere: österliche Brauchtumspflege in Tschechien

04-04-2010 02:00 | Maria Hammerich-Maier

Das Bemalen von Ostereiern habe in keinem Land eine so starke Tradition wie in Tschechien. Davon sind die Mitglieder der Vereinigung der Osterei-Maler und Malerinnen überzeugt. Ihren Sitz hat die Vereinigung im nordböhmischen Libotenice, einem Dorf am Elbufer unweit von Leitmeritz / Litoměřice. Rund 150 Mitglieder aus ganz Tschechien gehören ihr an. Die Osterei-Maler arbeiten mit Volkskundlern zusammen. Sie bemalen die Ostereier nicht irgendwie, sondern pflegen bewusst nur die althergebrachten, volkstümlichen Techniken und Stile. Zu Ostern engagieren sich Mitglieder der Vereinigung bei zahlreichen Ausstellungen in ganz Tschechien. Maria Hammerich-Maier hat eine davon besucht.  mehr...

Mit „Angélique“ und Gott über´s Prager Opernparkett

04-02-2010 15:09 | Christian Rühmkorf

Prager Operball (Foto: ČTK) Der erste Operball fand Anfang des 18. Jahrhunderts in Paris statt. Dennoch gilt noch heute: Ein Opernball, das ist eine Wiener, eine österreichisch-ungarische Angelegenheit. Und das ist auch einer der Gründe, weshalb immer wieder versucht wird, die Tradition des Prager Opernballs aufrecht zu erhalten. 1948 war das so, dann kam der Kommunismus, und erst 1992 hat der deutsche Dirigent Friedemann Riehle die Sache wieder in die Hand genommen. Obwohl immer noch keine ununterbrochene Tradition entstanden ist – in diesem Jahr findet er wieder statt, der Prager Operball. Christian Rühmkorf traf Friedemann Riehle in einem Prager Café.  mehr...

Faustballett – ein Tanz mit den Teufeln

08-12-2009 16:57 | Sina Stach

Am Wochenende feierte im Prager Nationaltheater Goethes wohl bekannteste Tragödie Premiere: „Faust“. Wer nun jedoch den Klassiker erwartet, der irrt. Regisseur Libor Vaculík inszeniert modernes Ballett und nimmt eine ganz eigene Faust-Interpretation vor. Die Tänzer auf der Bühne befinden sich auf der Schattenseite des 20. Jahrhunderts, zwischen Nazi-Regime und kommunistischer Diktatur. Was erleben die Zuschauer dort und wie reagieren sie auf den untraditionellen Faust? mehr...

Sieben Tage lang - „Der Halbmond über Prag“

25-10-2009 02:01 | Jitka Mládková

Laut Statistik leben in Tschechien 10.000 bis 12.000 Muslime, davon mehr als die Hälfte in Prag. Die Mehrheit von ihnen stammt aus arabischen Ländern. Die tschechische Mehrheitsgesellschaft weiß im Allgemeinen sehr wenig über diese Menschen, sieht man einmal von den zahlreicher gewordenen gastronomischen Einrichtungen ab, die orientalische Gerichte anbieten. Um diesen bescheidenen Rahmen zu erweitern, wurde in Prag ein neues Festival der orientalischen Kultur gegründet.  mehr...

„Der Halbmond über Prag“ – erstes Festival orientalischer Kultur in Tschechien

14-10-2009 17:02 | Jitka Mládková

Seit Freitag vergangener Woche ist „Der Halbmond über Prag“ aufgegangen. Nur virtuell natürlich und nur für sieben Tage im Rahmen des gleichnamigen Festival der orientalischen Kultur. Informationen aus „erster Hand“ hat sich Jitka Mládková von Lucie Němečková, der Festivaldirektorin und -initiatorin, geholt.  mehr...

Weltweit berühmte Laterna magika kämpft nach 50 Jahren ums Überleben

05-07-2009 02:55 | Jitka Mládková

Über dem Schicksal des ersten multimedialen Theaters auf der Welt, das am 9. Mai dieses Jahres den 50. Jahrestag seiner offiziellen Eröffnung feierte, schwebt das Damoklesschwert. Gemeint ist die Prager Laterna magika. Am 30. Juni ist der Mietvertrag ausgelaufen, auf dessen Grundlage die Laterna magika bereits vor vielen Jahren ihr Domizil in der Prager Neuen Bühne des Nationaltheaters gefunden hat. Am Mittwoch dieser Woche verhandelte Theaterdirektor Petr Tošovský mit Kulturminister Václav Riedlbauch. Ein weiteres Treffen ist für die kommende Woche vorgesehen. Bis dahin seien mehrere Varianten im Spiel – bei der unbarmherzigen Schließung angefangen bis hin zur Suche einer neuen Form der Laterna magika, informierte der Kulturminister. mehr...

Tod dem Winter – die Tradition der „Smrtholka“ in Hradec Králové

12-04-2009 02:55 | Martin Karlík

Foto: Autor Draußen ist es bereits angenehm warm geworden. Vielleicht hängt es ja damit zusammen, dass vor kurzem nach slawischer Mythologie in vielen Orten Tschechiens die so genannte Morena ins Wasser geworfen oder verbrannt wurde. Morena ist eine in alte Kleider gehüllte Strohpuppe und symbolisiert Winter, Nacht und Tod. Dieses Brauchtum halten heute noch vor allem Folkloregruppen aufrecht. mehr...

U2 auf südmährisch: Zimbeltrio Rivus

14-01-2009 14:08 | Martina Schneibergová

Roman Veverka (Foto: Autorin) Das Lied „U muziky“ habe ich vor ein paar Jahren bei einem Winzerfest in Velké Pavlovice gehört. Es war ein mährisches Volkslied, aber etwas anders gespielt, als ich es zuvor kannte. So habe ich das Ensemble Rivus kennen gelernt. Rivus besteht aus drei Musikern, die alle ein Musikstudium hinter sich haben. Die Seele des Ensembles ist Zimbalist Roman Veverka, die Geige spielt Ladislav Švidroň und Kontrabassist Jan Hajný spielt nicht nur mit Rivus, sondern auch in der Brünner Philharmonie. mehr...

Carmen einmal anders: Mats Ek im Prager Nationaltheater

23-06-2008 17:10 | Martina Schneibergová

Carmen (Foto: Roman Sejkot, Národní divadlo) Er ist eine Persönlichkeit, die in den letzten dreißig Jahren die Tanzkunst in der ganzen Welt stark beeinflusst hat. Dies sagte der Leiter des Ballettensembles des Prager Nationaltheaters, Petr Zuska, als er den schlanken grauhaarigen Mann vor kurzem den Journalisten vorstellte. Sein Name ist auch für die Prager Ballettliebhaber seit Jahren ein Begriff, bislang hatten sie jedoch nicht die Möglichkeit, ihn bei der Theaterarbeit in Prag live zu erleben.  mehr...

Folklore: Soldatenwerbung als Inspiration für Tanzentstehung

11-06-2008 16:05 | Jitka Mládková

In der neuen Ausgabe unserer Rubrik MusikCzech können Sie sich mit Jitka Mládková in die Zeit vor über 100 Jahren zurückversetzen, als junge Männer für das kaiserliche Heer angeworben wurden. In der südmährischen Gemeinde Tupesy hat man sich am vergangenen Wochenende das gleiche gemacht. Mit viel Musik und Tanz, wie es in der gesamten südmährischen Region üblich ist. Schließlich ist gerade dort der speziphisch mährische Tanz mit dem Namen „verbuňk“, von Gesang des Tänzers selbst begleitet, entstanden. Seit über zwei Jahren tschechisches Kulturgut auf der UNESCO-Liste.  mehr...

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