Archiv: Kultur | Musik Musik
In Polička wurde das Bohuslav-Martinů-Zentrum eröffnet
Er gehört zu den bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Seine
Werke haben sich jedoch während des Kommunismus nicht der Gunst der
offiziellen Kulturträger erfreut. Denn der Komponist Bohuslav Martinů hat
mehr als die Hälfte seines Lebens im Ausland verbracht. Fast 50 Jahre nach
dem Tod des Tonkünstlers wurde in seinem Geburtsort - in der
ostböhmischen Stadt Polička -das Bohuslav-Martinů-Zentrum eröffnet.
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Ein Jugendorchester überschreitet Grenzen – das „Junge Klangforum Mitte Europa“
Deutschland, Polen und Tschechien - drei Nachbarländer, deren
Vergangenheit miteinander verwoben ist. Und das nicht nur im guten Sinn: Im
Zweiten Weltkrieg litten Polen und Tschechen massiv unter der deutschen
Besatzung. Danach waren die drei Nationen jahrzehntelang durch den eisernen
Vorhang getrennt. Wenn Deutsche, Polen und Tschechen heute aufeinander
treffen, dann sind sie also nicht allein. Immer blickt ihnen auch die
Geschichte über die Schulter - ob man will oder nicht. Seit fünf Jahren
spielt ein junges Orchester gegen die Vorurteile zwischen den drei Nationen
an: das „Junge Klangforum Mitte Europa“.
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Barocktheater beim Kerzenlicht: Händels "Rinaldo" im Ständetheater
Stilisierte Gesten, Theatertricks, Spezialeffekte und Barocktanz bei
Kerzenlicht – dies und vieles mehr bietet die Inszenierung der Oper
„Rinaldo“ von Georg Friedrich Händel im Prager Ständetheater. Die
Regie liegt in der Hand eines jungen französischen Teams. Die Titelrolle
hat die Argentinierin Mariana Rewerski, daneben treten Sängerinnen und
Sänger der jüngsten Generation vom Nationaltheater Prag auf. Dazu spielt
das Orchester Collegium 1704, das alte Musik authentisch interpretiert.
Geleitet wird das Orchester von Dirigent Václav Luks. Kurz vor der
Opernpremiere hat Martina Schneibergová mit dem Dirigenten über die
Neuinszenierung gesprochen:
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MIG 21 – poetisch und nur scheinbar sinnfrei
Das einzige Wort, das deutsche und im Tschechischen ungeübte Ohren in
diesem Lied noch verstehen, heißt: „Malotraktor“, also Kleintraktor.
Und ums Kleine und Feine geht es auch meistens bei der Gruppe MIG 21.
Sänger und Texter Jiří Macháček träumt davon, wie er auf einem
Kleintraktor Wege und Wälder ignoriert, um seiner Liebsten entgegen zu
tuckern. Wind und Wetter ausgesetzt, wie es eben in einem Cabriolet so ist.
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„Davon waren die Bullen völlig fertig“ – Punk im Ostblock
„Protestbewegung von Jugendlichen mit bewusst rüdem, exaltiertem
Auftreten und bewusst auffallender Aufmachung.“ Das steht im Duden unter
dem Schlagwort „Punk“. Und so traten die Angehörigen dieser Bewegung,
die Punks, vor allem in den achtziger Jahren im Stadtbild westeuropäischer
Städte in Erscheinung. Doch nicht nur dort. Auch in den Ländern des
ehemaligen Ostblocks etablierte sich seit dem Ende der siebziger Jahre
trotz aller Repressionen eine rege Punksszene. Dem Phänomen „Punk“ in
den kommunistischen Ländern DDR und Tschechoslowakei widmete sich eine
Veranstaltung des Collegium Bohemicum in Ústí nad Labem.
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Kapelle Moravanka – mitreißende Blasmusik aus der Feder Jan Slabáks
Die Blaskapelle Moravanka zählt zu den renommiertesten Klangkörpern ihres
Genres in der Tschechischen Republik. Auch über die Ländergrenzen hinaus
hat sie sich in den 37 Jahren ihres Bestehens einen ausgezeichneten Ruf
erworben.
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Vom Musiker zum Patron der Blinden: Karel Emanuel Macan
Vor 150 Jahren wurde Karel Emanuel Macan geboren. Er war eigentlich
Komponist. Wegen zweier Unfälle verlor Macan jedoch sein Augenlicht. Das
bestimmte sein weiteres Schicksal. Er wurde zum Gründer und Vorsitzenden
des Verbandes der Blindenvereine in Böhmen. Aber nicht nur das. Macan
gründete auch den „Verein für tschechischen Blindprägedruck und
Blindendruckerei“. Mit seinen vielfältigen Begabungen brachte es Karel
Emanuel Macan in seiner Zeit zu großer Bekanntheit. Heute ist er jedoch
fast vergessen. Luděk Kudláček bringt nun aber für Sie Licht in das
Dunkel der Erinnerung.
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Romantiker John Fiore am Dirigentenpult - Eugen Onegin im Nationaltheater Prag
Nach zwölf Jahren wird Tschaikowskis Oper Eugen Onegin im Prager
Nationaltheater wieder aufgeführt. Ein internationales Künstlerteam
studierte das romantische Werk mit dem Opernensemble des Nationaltheaters
sowie mit einigen gastierenden ausländischen Solisten. Regie hat der 40
Jahre lang in den USA lebende Rumäne Andrei Serban. Die musikalische
Leitung übernahm der Chefdirigent der Deutschen Oper am Rhein, John
Fiore.
Die Premiere der neuen Onegin-Inszenierung findet am Freitag, dem 20.
März
statt. Martina Schneibergová hat vor der Premiere mit John Fiore
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Bohuslav Martinů: Ein bedeutender Komponist des 20. Jahrhunderts
In diesem Jahr jährt sich der Todestag von Bohuslav Martinů zu 50. Mal.
In einer der vergangenen Ausgaben unserer musikalischen Rubrik haben wir
Ihnen bereits das Leben dieses bedeutenden Komponisten der tschechischen
Moderne vorgestellt. In dieser Folge von „MusikCzech“ stellt Ihnen
Daniel Kortschak das Werk von Bohuslav Martinů näher vor: mehr...
Schlangestehen für die besten Plätze – Opernfestival „Smetanova Litomyšl“
Große Musikfestivals müssen nicht unbedingt nur in Prag stattfinden. Auch
das ostböhmische Litomyšl beherbergt ein bedeutsames und weltbekanntes
Festival: das Opernereignis „Smetanova Litomyšl“. Die Vorbereitungen
auf den diesjährigen Jahrgang laufen auf Hochtouren, obwohl die ersten
Orchestertöne erst am 12. Juni erklingen werden. Diesmal ist „Smetanova
Litomyšl“ zudem offizielles Begleitprogramm der tschechischen
EU-Ratspräsidentschaft.
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